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1. und 3. Preis an Architektur-Studierende

Egon-Eiermann-Preisb 2010/2011

10.11.2011, Verfasser: Fakultät Bauwesen

"Deutschland - ein nachhaltiges Forschungsland"

Tiffany Rappich und Mitko Baramov, Leipzig
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Betreuung: Prof. Anthusa Löffler

Jurybegründung:

Der Entwurf einer Zukunftsfarm positioniert Deutschland auf der Expo als innovatives Forschungsland. In einem mehrfach gewölbten Plateau stecken drei Pavillons. Im mittleren befinden sich Restaurant und Markt, die beiden äußeren sind als Zukunftsfarm konzipiert. Hier werden Aeroponics angebaut, Pflanzen, die ohne Erde in einem Nährstoffnebel wachsen. An den Fassaden wachsen Mikroalgen, die Kohlendioxid abbauen und Sauerstoff produzieren. Aus ihnen sollen Biomasse und Energie erzeugt werden. Neben den Pavillons bietet das Plateau eine große Fläche zum Anbau unterschiedlichster Lebensmittel im urbanen Kontext. Der Pavillon kann nach der Expo in mehrere Teile zerlegt und auf den Mailänder Stadtraum verteilt werden. Die Zukunftsfarmen und das Konzept des UrbanGardening sollen prototypisch auch auf andere städtische Situationen übertragen werden. Formal, konstruktiv, inhaltlich und hinsichtlich der Nachnutzung liefert der Entwurf ein überzeugendes Konzept, das dem Anlass einer Expo in jeder Hinsicht angemessen erscheint.

"Von dem Fischer und seiner Frau"

Azen Omar, Leipzig
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Betreuung: Prof. Mag. Arch. Hubert Hermann

Jurybegründung:

Deutschland - das Land der Märchen: Mit einem Zitat aus Grimms Märchen vom Fischer und seiner Frau gelingt es dem Verfasser, die Nation subtil und ohne nationalen Symbolismus darzustellen. Das Märchen liefert darüber hinaus den thematischen und szenografischen Ansatz für die Ausstellung selbst. Der Pavillon teilt sich in zwei Haupträume: den Raum des Märchens als Sinnbild für die Moral der Gesellschaft und den Raum der real existierenden Situation der Nahrungsmittelerzeugung, dargestellt am Beispiel der Fischerei. Die Professionalität der innenräumlichen Darstellung der Themen findet leider nicht ihre Entsprechung in der äußeren Komposition des Baukörpers. Eine prägnantere Ausformulierung der Ein- und Ausgänge sowie die Transformation der beiden Fassadenstrukturen wären wünschenswert gewesen. Besonders hervorzuheben ist die eigenständige, der Poesie des Märchens entsprechende zeichnerische Darstellung.

 

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