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Es gärt an allen Enden

Pressemitteilung der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS)

20.02.2012, Verfasser: Studentenrat

Es gärt an allen Enden - SchülerInnen und Studierende und Schülerinnen protestieren gegen desaströse sächsische Bildungs- und Hochschulpolitik

Der 18.01.2012 markiert ein trauriges Fanal sächsischer Bildungspolitik. Gleich in mehreren Städten kam es zu unterschiedlichsten Protesten gegen verschiedene hochschul- und bildungspolitische Entwicklungen.

Im Bereich der Hochschulpolitik protestierten Studierende in Dresden und Leipzig erneut gegen die geplanten Stellenkürzungen an den sächsischen Hochschulen – über 300 bis 2015; über 1000 Stellen bis 2020. Der Ministerin wird nun die Rote Karte gezeigt, denn so kann es nicht weitergehen. In Dresden machen die Studierenden mit Vorlesungen an öffentlichen Plätzen auf die desaströsen Zustände an den Hochschulen aufmerksam. In Zeiten nie gesehener Studierendenzahlen können Stellenstreichungen kaum das probate Mittel sein, um die Qualität in Forschung und Lehre zu erhalten.
An der TU Dresden besetzten Studierende das Rektorat und erzwangen eine öffentliche Behandlung des Wirtschaftsplanes. Am Abend sind Gespräche mit den Dekanen, dem Rektor und dem Senat geplant. Hintergrund der Besetzung war die intransparente Art und Weise mit der den Fakultäten der TU Dresden Stellenkürzungen von Rektoratsebene aufoktroyiert wurden.

Auch im Bereich der Schulen protestierten in Dresden über 2000 SchülerInnen gegen den geplanten – und vorerst zurückgezogenen – Schulnetzplan. Allein am Gymnasium Dresden- Cotta beteiligten sich 900 SchülerInnen an den Protesten. Der Schulnetzplan steht seit langem in der Kritik, da er überzogene Schulzusammenlegungen und Provisorien statt sanierter Schulgebäude vorsieht, um dem kommenden drastischen Anstieg der SchülerInnenzahlen zu begegnen.

„Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass der Protest nun auf so vielen Ebenen hervor bricht.“ so Anni Fischer, Sprecherin der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften. „Der Schulnetzplan, zu tausenden fehlende LehrerInnen, massiven Stellenkürzungen an den Hochschulen, die unnachgiebige Beratungsresistenz auf Seiten der Verantwortlichen – da war es nur ein Frage der Zeit bis das Fass überläuft. Die sächsische Bildungspolitik ist nicht mehr tragbar. Wir solidarisieren uns mit allen Protesten der sächsischen Studierenden und Schülerinnen und rufen auf, sich weiterhin zu beteiligen.“

Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften ergänzt: „Es ist schade, dass es neben all den kreativen Aktionen auch zu Besetzungen kommen musste, allerdings zeigt dies mit deutlicher Klarheit, wie frustriert die Studierenden sind. Anscheinend muss dieser Weg gewählt werden, um konstruktiv ins Gespräch zu kommen. Oder aber auch, um die sächsische Bildung zu retten.“

Die KSS wird die Proteste weiterhin begleiten und sich für eine schnelle Besserung der Situation einsetzen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Michael Moschke (0176/63377905), Sprecher der KSS oder an Anni Fischer, Sprecherin der KSS (0160/94415299).

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) ist der Zusammenschluss aller Studierendenräte der sächsischen Hochschulen. Die KSS vertritt damit rund 102.000 Studentinnen und Studenten und somit alle Studierenden der staatlichen Hochschulen Sachsens.

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