zum Inhalt springen

Förderverein zeichnet die besten Abschlussarbeiten 2015 aus

Neun HTWK-Absolventen erhalten Preis für herausragende Leistungen

29.01.2016,

Preisübergabe im Hörsaal (v.l.n.r.: S. Matthias, L. Bredenkamp, A. Lorenz, Prof. G. Grande, Prof. K.-P. Schulze) (Foto: Kristina Denhof)

Am 27. Januar 2016 zeichnete der Förderverein der HTWK Leipzig in einer festlichen Veranstaltung neun Absolventen des Jahres 2015 mit dem „Preis des Fördervereins“ aus. Die jeweils mit  500 Euro dotierten Preise überreichten Rektorin Prof. Dr. Gesine Grande und Prof. Dr. Klaus-Peter Schulze, Vorsitzender des Fördervereins. Die diesjährigen Preisträger dürfen sich über die außerordentliche Anerkennung ihrer Leistungen freuen, denn damit  werden ihre sehr guten Studienleistungen, die hervorragende Qualität der Abschlussarbeit sowie ihr Engagement in der akademischen Selbstverwaltung gewürdigt.

Nach einem erhellenden, in eine angeregte Diskussion mündenden Festvortag von Christian Werner (Scope Corporation AG Berlin) über den Aufbau einer europäischen Rating-Agentur mit regionaler Expertise, wurden die Absolventen geehrt. Die von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften nominierte Preisträgerin Anna Lorenz stellte in einem kurzweiligen Vortrag die Vorgehensweise und Ergebnisse ihrer Abschlussarbeit vor.

Anna Lorenz, Absolventin des Masterstudiengangs General Management, betrachtet in ihrer Arbeit theoretisch und empirisch die Wirkung von Feedback auf das individuelle Gesundheitsverhalten. Sie stützt sich dazu auf den Begriff des „Nudging“ (ein sanftes „Anschubsen“ zu einem „besseren“ Verhalten“. Kernergebnis der Arbeit ist, dass Feedback, welches den sozialen Vergleich mit dem Verhalten anderer Personen herstellt, bei bestimmten Verhaltensweisen wie sportlicher Aktivität oder Fernsehkonsum eine positive Verhaltensänderung bewirken kann.

In diesem Sinne will auch der Preis des Fördervereins ein „Nudge“, ein Schubser und motivierender Anreger für alle Studierenden sein, Leistung und Engagement im Studium zu zeigen. Auch die anderen acht Preisträger setzen sich mit Themen auseinander, deren Relevanz über ihren Fachbereich hinausgeht:

Julian Hofbauer, Absolvent der Energie- und Umwelttechnik, befasst sich in seiner Masterarbeit mit energieautarker Sensorik auf der Basis von Energy Harvesting. Drahtlose Sensorik bietet die Möglichkeit, schnell und leicht Messdaten aufzunehmen. Um die Problematik einer stabilen, langfristigen Energieversorgung dieser Sensoren zu gewährleisten, können Energiequellen wie Licht, Wärme und Vibration genutzt werden. Mit einem im Rahmen der Arbeit erstellten Simulationstool konnten die bereitgestellte elektrische Energie berechnet und über die Verbrauchsdaten eines drahtlosen Sensorknotens eine Aussage zur Anwendbarkeit getroffen werden.

Franz-Martin Hertel erlangte den Bachelor of Arts im Fach Soziale Arbeit. Er setzt sich in seiner Abschlussarbeit mit den (sozial-)politischen Implikationen, Ansprüchen und Einbindungen Sozialer Arbeit auseinander und betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der Herausbildung eines (auch) politischen Verständnisses Sozialer Arbeit als Bestandteil professioneller und damit handlungsleitender Berufsidentität.

Sven Görnhardt, Absolvent des Masterstudiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik mit Schwerpunkt Elektrische Energietechnik, analysiert in seiner Arbeit Modellkonstruktionen von Hoch- bzw. Höchstspannungsschaltanlagen, insbesondere die darin als elektrischer Leiter verwendeten Rohrsammelschienen. Im Ergebnis ergibt sich ein wesentliches Einsparpotential durch Verwendung des Rohrmaterials, bedingt durch die einfache Herstellung.

Johann Hinkel erlangte den Bachelorabschluss im Bauingenieurwesen und beschäftigt sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Tragsicherheitsnachweis für einen gelenkig ausgebildeten Stahlstützenfuß. Die spezielle konstruktive Lösung ist besonders montagefreundlich.

Lennard Bredenkamp, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Medientechnik, nimmt sich in seiner Abschlussarbeit der Problematik von Systemintegration im Broadcast-Bereich an. Das Zusammenspiel von Systemen muss bei der Einrichtung oder Erweiterung von TV-Produktionsumgebungen immer wieder getestet werden, bislang häufig manuell und daher sehr kosten- und zeitaufwändig. Lennard Bredenkamp untersuchte, inwieweit sich Testprozesse automatisieren lassen. Dazu klassifizierte er sehr umfassend Testverfahren, Schnittstellen und System-Typen und entwickelte basierend darauf Testverfahren und -abläufe, die einen viel weitreichenderen Abdeckungsgrad der Testfunktionalitäten ermöglichen und zudem objektivierbare und nachvollziehbare Ergebnisse liefern.

Benjamin Block schloss das Studium der Informatik mit einem Master of Science ab. In seiner englischsprachigen Abschlussarbeit untersucht er die Eignung der Intel Trusted Execution Technology (TXT), welche bislang nur von wenigen andersartigen Visualisierungsmonitoren eingesetzt wurde, zur Absicherung des Startvorgangs eines Jailhouse Hypervisors. Benjamin Block legt eine voll funktionsfähige Umsetzung und damit eine hervorragende Grundlage für eine Integration in die Jailhouse-Mainline vor.

Christian Happe, Master of Arts der Architektur, wählte für seine Masterarbeit das nordirische Derry als Handlungsrahmen eines gesellschaftspolitisch wie kulturell ambitionierten Projekts. Ziel ist die räumlich-visuelle Entschärfung des immer noch vom nordirischen Bürgerkrieg der 1960er bis 1990er Jahre geprägten Stadtkörpers und -bildes sowie dessen Öffnung für neue, auf Konfliktüberwindung orientierte Architekturen und Funktionen.

Stephan Matthias erlangte mit seiner Arbeit den Bachelorabschluss in Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Er untersuchte die Bedeutung der Bibliothek im Nachlass Stefan Zweigs in London, und leistet damit einen Verbindung von bibliothekshistorischem Ansatz mit der biographisch-historischen Forschung über den Schriftsteller.

Die prämierten Arbeiten wurden zudem im Rahmen einer Posterausstellung präsentiert. Die Ausstellung ist noch bis Mitte Februar im Geutebrück-Bau, 3. OG zu sehen.

Logo: Member of European University Association   Logo: Zertifikat seit 2010 audit familiengerechte hochschule   Logo: Mitglied des Best Practice-Clubs Familie in der Hochschule   Logo: Deutschland STIPENDIUM wir sind dabei   Logo: WELTOFFENE HOCHSCHULEN – GEGEN FREMDENFEINDLICHKEIT   Logo: Metropolregion Mitteldeutschland