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Pilotprojekt „BIM – Digitalisierung im Bauwesen“ beendet

Studierende präsentieren Ergebnisse

01.02.2017,

Abschlusspräsentation am 25. Januar 2017. (Foto: Larissa Kreisel)

Erstmals haben Master-Studierende verschiedener Fakultäten der HTWK Leipzig ein Semester lang gemeinsam an einem Projekt gearbeitet: Rund 40 Studierende der drei Fakultäten Architektur und Sozialwissenschaften, Bauwesen und Maschinenbau und Energietechnik nahmen im Wintersemester 2016/17 am Pilot-Mastermodul „BIM“ (Building Information Modeling) teil. Gemeinsam modellierten sie digital ein virtuelles Gebäude: Architekten, Tragwerksplaner, Projektkoordinatoren und viele weitere waren daran beteiligt.

Die Arbeitsmethode „BIM“ trägt der Digitalisierung des Bauwesens Rechnung. Mit Hilfe von Software ermöglicht diese Methode die 3D-Planung, Planung von Kosten und Zeit für die Ausführung über energetische Betrachtung bis hin zur Bewirtschaftung von Gebäuden. Dabei geht BIM über eine computerbasierte dreidimensionale Gebäudesimulation hinaus.
„Durch die datenbankgestützte Verknüpfung von geometrischen, baustofflichen, wirtschaftlichen und sonstigen technischen Daten können beispielsweise Planungsänderungen und Kollisionen sehr schnell erkannt und  umgesetzt werden, frei nach dem Motto: Erst virtuell planen und dann real bauen.  Es  ist davon auszugehen, dass BIM in Deutschland den Planungs- und Bauprozess real verändern wird“, resümiert Prof. Ulrich Möller, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Karin Landgraf, Prof. Monica Rossi, Ulrike Schwab, Timo Kretschmer, Prof.  Henning Rambow, und Prof. Dieter Fellmann leitete.

In dem Wahlpflichtmodul wurden die Studierenden mit der Arbeitsmethode BIM vertraut gemacht und standen zudem vor der Herausforderung, den Projektablauf innerhalb und zwischen ihren einzelnen Arbeitsgruppen zu koordinieren. Zum Semester- und damit auch Projektabschluss stellten sie am 25. Januar 2017 ihre Ergebnisse vor.

Die einzelnen Teams berichteten dabei auch von ihren Erfahrungen mit den verwendeten Tools: Vor- und Nachteile der entwickelten Architekturmodelle, der internen Austauschplattformen und der Kommunikation zwischen den Teams. Hierbei sei die Face-to-Face-Kommunikation trotz aller Vorteile virtueller Chatrooms letztlich die effizienteste Methode gewesen, wie die Mitglieder des Teams BIM-Management erklärten. Sie waren für die übergreifende Koordination der Arbeitsgruppen zuständig.

Für das nächste Projekt im BIM-Modul  im Wintersemester 2017/18 wollen die Pilot-Teilnehmer einen Leitfaden erstellen: „Was kommt auf mich zu? Welche internen Tipps gibt es bereits?“ Zwar wiesen sie darauf hin, dass ihre Ergebnisse noch optimiert werden könnten, doch das Ziel, gemeinsam fächerübergreifend die BIM-Methode zu erarbeiten, haben sie gemeistert.

(Larissa Kreisel)

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