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Prüfstand in luftiger Höhe

Tonnenschwere Laborzellen zur Untersuchung von Fassadenkonstruktionen auf dem Dach der HTWK Leipzig installiert

14.04.2015, Verfasser: Pressestelle

„Validlab“ fürs Hochschuldach: Am 14. April hebt ein Kran eine drei Tonnen schwere Laborzelle auf den Föppl-Bau der HTWK Leipzig. Künftig werden in luftiger Höhe mit dieser und einer weiteren baugleichen Zelle Fassadenkonstruktionen erforscht.

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) ist seit heute im Besitz eines innovativen Fassadenprüfstandes. Das drei Tonnen schwere Validierungslabor „validlab“ wurde am Morgen mit Spezialtechnik auf dem Dach des Föppl-Baus in der Kochstraße in Leipzig montiert. Möglich wurde diese Investition in Forschungsinfrastruktur durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Genutzt wird „validlab“ künftig von dem an der Fakultät für Bauwesen angesiedelten Institut für Betonbau der HTWK Leipzig. Die Hochschule erweitert auf diese Weise ihre Forschungs- und Transferkompetenz im Bereich nachhaltiger Fassadenprodukte und innovativer Energiekonzepte. Damit können jetzt Bausysteme entwickelt und untersucht werden, die den Einsatz energetischer und nichtenergetischer Ressourcen signifikant reduzieren. Für die an den Forschungsprojekten beteiligten Unternehmen ergibt sich somit ein Innovationsvorsprung. Neue Arbeitsplätze werden so in der Forschung, vor allem aber in den Unternehmen geschaffen.

„Für die Stadt der Zukunft benötigen wir ressourcenoptimierte Fassadenkonstruktionen aus neuen Verbundwerkstoffen. Diese Konstruktionen können wir in Verbindung mit der notwendigen Gebäudetechnik zu sogenannten Fassadensystemen weiterentwickeln. In unserem neuen Validierungslabor können erstmals in Sachsen innovative Fassaden-, Heiz- aber auch Lüftungssysteme in Kombination und unter dem Einfluss von Realklima untersucht werden“, erklärt Alexander Kahnt, Verantwortlicher für Planung und Betrieb des „validlab“.

Der Prüfstand besteht aus zwei baugleichen Laborzellen, bei denen jeweils die Westfassade fehlt. Jede der beiden Zellen hat eine Grundfläche von rund 2,5 mal 5 Metern, ist 3 Meter hoch und wiegt etwa 3 Tonnen. In die erste Zelle wird eine neuartige Konstruktion und in die zweite Zelle eine konventionelle Konstruktion eingebaut und getestet. Dabei werden die Auswirkungen der unterschiedlichen Baukonstruktionen auf das Raumklima vollständig erfasst. Zu den Untersuchungen gehören beispielsweise Behaglichkeitsmessungen oder die Bewertung der Energieeinsparungen (infolge Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Be- und Entfeuchtung) durch den Einsatz neuer Konstruktionen. Mittels des Validierungslabores wird es nun möglich, Innovationen im Bereich der Fassade (Fenster, Sonnenschutz, Leichtbaukonstruktionen) im Maßstab 1:1 unter Realklima zu untersuchen.

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