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Sensormodul für Atemluft hilft Krankheiten aufzuspüren

HTWK-Absolvent erhält Förderpreis der Energie und Umwelt Stiftung Leipzig

14.12.2016,

Preisträger Sebastian Förster mit seinem Betreuer, Prof. Andreas Pretschner (HTWK Leipzig). (Foto: Martin Leutelt, Institut PAES/ HTWK Leipzig)

Die Atemluft eines Menschen enthält Informationen über seinen Gesundheitszustand. Richtig interpretiert, können sie dazu dienen, die passgenaue medizinische Behandlung auszuwählen. Dafür braucht es sensible Messtechnik.

Sebastian Förster, Absolvent des Studiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik, Bereich Automatisierungstechnik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) hat zu diesem Thema seine Masterarbeit geschrieben: „Entwurf eines Sensormoduls für die Atemluftmessung in medizinischen Applikationen“.
Darin beschäftigt er sich mit der Entwicklung eines Auswertungsgerätes für die Bestimmung von Wasserstoffanteilen der Atemluft, die für die Entdeckung von Verdauungskrankheiten - z.B. Zuckerunverträglichkeit - genutzt werden können. In Zusammenarbeit mit zwei mittelständischen Firmen wurden eine neues Sensorkonzept und eine neuartige Datenauswertungseinheit konzipiert. Diese muss sowohl den Anforderungen an die korrekte Entdeckung der  Gasbestandteile, als auch den rechentechnischen Verarbeitungsbedingungen eines mobilen, eingebetteten Messgerätes genügen.
Für die Arbeit wurde Sebastian Förster Anfang Dezember (5. 12. 2016) beim 10. Expertentreffen der Energiemetropole Leipzig mit dem Förderpreis der Energie und Umwelt Stiftung Leipzig in der Klasse „Energienetze und Datennetze“ ausgezeichnet. Das Treffen wurde vom Netzwerk Energie & Umwelt e.V. ausgerichtet, der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.
„Ich freue mich sehr über diesen Preis. Er zeigt, dass mein großes Interesse und der Einsatz bei diesem Thema auch von außen als sehr gute Leistung wahrgenommen wurde. Besonders viel Unterstützung habe ich während der Ausarbeitung von meiner Frau erhalten. Wir haben mitten in der Bearbeitungszeit geheiratet. Die Ausarbeitung der Masterthesis habe ich nie als belastend empfunden, und die Hochzeit hat mir noch einen zusätzlichen Motivationsschub beschert“, resümiert Förster.
Die Jury hob in ihrer Begründung hervor, dass zur Steigerung der Diagnosefähigkeit eines bereits am Markt befindlichen Produktes zur Erkennung von Zuckerintoleranzen in der Masterarbeit an einem neuartigen Konzept zur Atemgasanalyse gearbeitet werde. Der Preisträger stelle einen anwendungsfähigen Lösungsansatz unter Nutzung eines künstlichen neuronalen Netzes in Verbindung mit einem Mikrocontrollerentwurf vor. Außerdem zeige er im Softwareentwurf des Systems, dass eine ausreichende Rechenleistung zur Verfügung steht und die Verwendung öffentlicher Softwarebibliotheken gewährleistet werden könne.

Sebastian Förster arbeitet inzwischen bei einem Leipziger Ingenieurbüro, das auf Embedded Soft- und Hardwareentwicklung spezialisiert ist. Für die Verwendung des Preisgeldes hat er übrigens schon einen Plan: „Da die Hochzeitsreise noch aussteht, gibt es ausreichend Verwendungsmöglichkeiten“, so der Preisträger.

Hintergrund

Zur Nachwuchsförderung und zur Vertiefung der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen der Stadt und Region Leipzig schreibt die Energie und Umwelt Stiftung Leipzig für herausragende Studien-Abschlussarbeiten und innovative wissenschaftliche Projektarbeiten seit nunmehr sechs Jahren einen Preis in zwei Klassen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Die Energie und Umwelt Stiftung Leipzig hat zum Ziel, den Standort Leipzig/Halle als Kompetenzzentrum für zukunftsträchtige und umweltfreundliche Energietechniken zu fördern und damit die Region Mitteldeutschland wirtschaftlich zu stärken.

Weitere Informationen: www.eust-leipzig.de

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