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Spannende Diskussion um die Zukunft der Verpackung

HTWK Leipzig und DB Schenker waren beim „Tag der Verpackung“ dabei

15.06.2015, Verfasser: Fakultät Medien

Am 11. Juni 2015 wurde deutschlandweit der erste „Tag der Verpackung“ veranstaltet.
Auch die  Fakultät Medien der HTWK Leipzig und die Schenker Deutschland AG hatten Fachbesucher zu einem spannenden Programm rund um das Thema „Verpackung“ nach Leipzig eingeladen. Und so füllten zahlreiche Studenten, Absolventen und Verpackungsexperten den Hörsaal Gu 116, um den Vorträgen zu lauschen. Los ging es mit den Anforderungen an die Verpackung in einer sich ändernden Gesellschaft. Fünf Trends beschrieb Dr. Jochen Hertlein, Leiter Corporate Packaging der Nestlé Deutschland AG: die alternde Gesellschaft, die Polarisierung der Märkte, die zunehmende Digitalisierung, die Urbanisierung, zunehmendes Übergewicht. Aber er beschrieb nicht nur die Entwicklung der Gesellschaft, sondern auch die möglichen Lösungsansätze bzw. Ideen aus der Verpackungsindustrie. Für die alternde Gesellschaft ist es zum Beispiel unumgänglich, Verpackungen zu entwickeln, die sich einfach anfassen und tragen lassen, leicht zu öffnen und wieder zu verschließen sind und auf denen Informationen gut zu lesen sind. In der zunehmend urbanisierten Gesellschaft geht der Trend zu immer mehr Snack- und Fertiggerichten mit entsprechend anzupassenden Verpackungen. Für die immer mehr digitalisierte und vernetzte Welt verwies Hertlein auf eine App, die in Singapur entwickelt wurde, den Barcode einer Verpackung liest und anschließend anzeigt, wo sich der für diese Verpackung passende Mülleimer befindet. Der zweite Vortrag befasste sich mit dem Verpacken von Pharmazeutika und ganz speziell Tierpharmazeutika. Marit Lemke, Packaging Development Manager bei Elanco und Absolventin des früheren Diplomstudiengangs Druck- und Verpackungstechnik, beschrieb sehr anschaulich die speziellen Herausforderungen in diesem Bereich: unter anderem große und global zusammengesetzte Projektteams, lange Entwicklungszeiten für die Arzneimittel, unterschiedliche behördliche Vorgaben in verschiedenen Ländern, lange Produkthaltbarkeiten. Und auch diese Verpackungen müssen kindersicher sein, aber leicht von Senioren zu öffnen.

Die weiteren Vorträge beschäftigten sich dann mit Logistik und Transport: mit Anforderungen an die Verpackung in Handelslägern, in denen vollautomatisiert Paletten eingelagert, abgeräumt und Güter transportiert werden müssen sowie den Funktionen und Anforderungen an Transportverpackungen, die einen großen Teil der Verpackungsbranche ausmachen. In einer spannenden Podiumsdiskussion wurde die Zukunft der Verpackung lebhaft diskutiert, vor allem die Frage der Standardisierung von Verpackungen, die für die Lagerung und den Transport besonders wichtig ist, aber auch die Vermeidung von Verpackungsmüll, zum Beispiel beim Versand von online bestellten Waren.      

„Der Tag heute war ein voller Erfolg, ich freue mich, dass so viele Fachleute unserer Einladung gefolgt sind. Wir wollen diesen Tag der Verpackung im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholen“, resümiert Eugen Herzau, Professor für Verpackungstechnologie an der Fakultät Medien.

Fotos: Reinhard Franke

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