Glossar - M
m.c. t., magno cum tempore
(lat.), seltene akademische Zeitangabe, (Bsp.: 20 Uhr m. c. t. beginnt 20.30 Uhr).
Magister
(lat. magis: »mehr, in höherem Grade«)
Lehrer, Meister, akademischer Grad, im Mittelalter war der Magister artium liberalium höchster akademischer Grad der Artistenfakultät. (1505 schließt Martin Luther sein Studium der sieben freien Künste an der Universität Erfurt als Magister artium ab.)
Zu Anfang des 20. Jh. wurde der M.A. in Deutschland, im Unterschied zu angelsächsischen Ländern, nicht mehr verliehen, nachdem er längst die allgemeine Bezeichnung für einen Lehrer geworden war. Gegenwärtig verleihen Universitäten den Grad M.A. in einigen geisteswissenschaftlichen Fächern.
Magnifizenz
(lat. magnificentia: Herrlichkeit, Hochherzigkeit, zu lat. magnus: groß, erhaben und lat. facere: machen, tun, wirken)
Rector magnificus: Titel des Rektors einer Hochschule, Anrede: Eure, (Euer, Ew.) Magnifizenz.
Plural: Magnifizenzen, Magnifizi
Master
Inhaber des zweiten akademischen Grades, im Allg. auf den Bachelor aufbauend, wie Master of Science (M.Sc.), Master of Engineering (M.Eng.), Master of Arts (M.A.).
Master- (Magister-) Studiengang
Ein Master-Studiengang, der nach einem erfolgreich abgeschlossen Bachelor-Studiengang aufgenommen werden kann, führt zu einem weiterenberufsqualifizierenden Abschluss. Während des Studiums erfolgt entwedereine tiefer gehende Spezialisierung innerhalb der gewählten Studienrichtung oder eine interdisziplinäre Weiterqualifikation. Bei nicht-konsekutiven Studienangeboten bietet das Master-Studium die Möglichkeit, eine neue Studienrichtung einzuschlagen. Laut § 19 Absatz 3 des HRG beträgt die Regelstudienzeit von Master-Studiengängen mindestens ein und höchstens zwei Jahre.
Master of Business Administration (MBA)
Master of Business Administration, akademischer Abschluss eines Zweitstudiums im Fach Unternehmensführung. Das Studium ist praxis- und projektorientiert und setzt im Allgemeinen Berufspraxis nach dem Erststudium voraus.
Matrikel
(lat. matricula: »Stammrolle, öffentliches Verzeichnis«)
Aufnahmeverzeichnis (meist künstlerisch gestaltetes Buch) der Studenten einer Hochschule, handschriftliche Einschreibung durch den Inscribenten.
Ursprung für »matricula« ist das Heiligtum der Magna Mater in Athen, das gleichzeitig als Staatsarchiv diente und in dem sämtliche amtlichen Listen aufbewahrt wurden.
Plural: Matrikeln
Mensa
(lat. »Tisch«)
eigentlich Mensa academica, ursprünglich verbilligter Mittagstisch für Studenten, heute Gebäude, in dem die Studenten das Mittagessen einnehmen
Plural: Mensen
Mentor
- Ratgeber, auch für den Betreuer des Studenten während des Praktikums
- M. ist der Freund des Odysseus und Erzieher seines Sohnes Telemach
Mittelbau
Bezeichnung für das akademische Personal an den Hochschulen ohne die Professoren
Modul
Module bezeichnen ein Cluster bzw. einen Verbund zeitlich begrenzter, in sich geschlossener, methodisch und/oder inhaltlich ausgerichteter Lehr- und Lernblöcke, die konsekutiv sowohl innerhalb eines Faches als auch aus verschiedenen Fächern unterschiedlich kombiniert werden können. Sie sind zu abprüfbaren Einheiten zusammengefasst und können sämtliche Veranstaltungsarten eines Studiengangs umfassen. Maßgeblich für die konkrete Kombination von Modulen sind dabei jeweils die Qualifikationsziele (Learning Outcome), die durch das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls erreicht werden.
Modularisierung
Modularisierung ist ein übergreifendes Organisationsprinzip, das unabhängig von Studiengangsstrukturen und Studienkulturen angewandt werden kann. Nach einem Positionspapier des CHE (Juni 2003) bedeutet Modularisierung, "Studienangebote konsequent von den Qualifizierungszielen (Learning Outcome) her zu konzipieren und den Stellenwert und Beitrag jeder einzelnen Lehrveranstaltung im Hinblick darauf zu definieren." Gemäß den "Strukturvorgaben für die Einführung von Bachelor-/Bakkalaureus und Master/Magisterstudiengängen" (Beschluss der KMK vom 05. März 1999) ist bei der Genehmigung gestufter Studiengänge grundsätzlich nachzuweisen, dass diese modularisiert sind.
Modulbeschreibung
Modulbeschreibungen bzw. Modulkataloge sollen zur Erhöhung der Transparenz in modularisierten Studiengängen angefertigt werden. Sie sollen entsprechend den „Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktesystemen und die Modularisierung von Studiengängen“ der KMK (Beschluss vom 15.09.2000) mindestens folgende Informationen enthalten: Inhalte und Qualifikationsziele (Learning Outcome) des Moduls, Lehr- und Lernformen, Voraussetzungen für die Teilnahme, Verwendbarkeit des Moduls, Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten, Häufigkeit des Angebots von Modulen, Arbeitsaufwand und Dauer der Module.
Modulkatalog
Im Modulkatalog werden umfassende Modulbeschreibungen in einheitlicher Form (siehe auch Course Catalogue und Information Package) präsentiert. Dies trägt zur Erhöhung der Transparenz in modularisierten und mit einem Leistungspunktesystem versehenen Studiengängen bei.
Modulzeugnis
Modulzeugnisse werden für erfolgreich absolvierte Module vergeben und sollen laut Empfehlung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (2000) folgende Angaben enthalten: personenbezogene Informationen (Name, Matrikelnummer), zentrale studienbezogene Informationen (Hochschule, Studienfach, beurteilender Dozent, Datum u. ä.), Bezeichnung des Moduls und Zahl der Leistungspunkte sowie qualitätsrelevante Informationen zu der erbrachten Leistung (Art der Prüfung, Note).
zuletzt aktualisiert am 30.10.2008E-Mail an den Autor senden

