zum Inhalt springen

August Föppl

*1854 Großumstadt †1924 Ammerland

Die HTWK Leipzig ehrt den Mechaniker, Ingenieur und Hochschullehrer August Föppl mit dem Namenspatronat für das Laborgebäude des Fachbereichs Bauwesen in der Kochstraße 85.

In den Jahren 1877 bis 1892 war August Föppl Lehrer für Technische Naturlehre und Spiritus rector der Abteilung Maschinenbau an der (am 1. Mai 1875 gegründeten) Städtischen Gewerbeschule zu Leipzig. Er war ihr bedeutendster Lehrer und zugleich Spiritus rector.

Im Jahre 1886 promovierte er an der Universität Leipzig mit der Arbeit »Theorie des Fachwerks und der Gewölbe« und erhielt 1892 einen Ruf für die Professur »Landwirtschaftliche Maschinenlehre und Kulturtechnik«. 1894 folgte er einem Ruf an die Technische Hochschule München, Lehrstuhl für Technische Mechanik. Der Strömungstechniker Ludwig Prandtl war sein Assistent und im Jahre 1900 sein Promovend. Im Jahre 1909 wurde August Föppl als erster Ingenieur zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften berufen.

Die Elektrotechnik verdankt ihm die vektoranalytische Darstellung der Maxwellschen Theorie der Elektrizität. Die Würdigung dieser historischen Entwicklung macht das Jahr 1875 mindestens in übertragenem Sinne zum Tag der Gründung des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der HTWK Leipzig.

Wir verdanken August Föppl vor allem:

  • das grundlegende sechsbändige Lehrbuch zur Technischen Mechanik (1898 ff.),
  • die Berechnung der gusseisernen Fachwerksträgerkonstruktion zur Überdachung der Leipziger Markthalle sowie
  • die mathematische Lösung des Problems der kritischen Umdrehungsgeschwindigkeit der sogenannten Lavalschen Turbinenwelle.
Letzte Änderung: 28.8.2017
Logo: Member of European University Association   Logo: Zertifikat seit 2010 audit familiengerechte hochschule   Logo: Mitglied des Best Practice-Clubs Familie in der Hochschule   Logo: Deutschland STIPENDIUM wir sind dabei   Logo: WELTOFFENE HOCHSCHULEN – GEGEN FREMDENFEINDLICHKEIT   Logo: Metropolregion Mitteldeutschland