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Verleihung des Arnold-Vogt-Preises für Museumspädagogik

HTWK Leipzig ehrt Diplomandin der Leuphana Universität Lüneburg

19.11.2009

Leipzig, November 2009 – Zum vierten Mal verleiht die Fakultät Medien der HTWK Leipzig am 26. November 2009 den Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik. Die diesjährige Preisträgerin, Mila Wenk, präsentiert zur Preisverleihung Ausschnitte aus ihrer Diplomarbeit „Kinder im Museum: Möglichkeiten und Grenzen der frühkindlichen Bildung“. Preisverleihung und Vortrag mit anschließender Diskussion finden 17.15 Uhr im Hörsaal 318 des Lipsius-Baus der HTWK Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße 145, Leipzig, statt.

Die Jury hat einstimmig entschieden, den Arnold-Vogt-Preis 2009 der Diplomarbeit von Mila Wenk zuzusprechen. Vordergründig stellt diese Arbeit ein museumspädagogisches Projekt vor: ein Angebot des Schwedenspeicher-Museums in Stade (Niedersachsen), das im Frühjahr 2008 Kindergartengruppen die archäologische Sonderausstellung „Schätze im Schlick“ nahe bringen sollte. Mila Wenk hat es verstanden, diese Praxisaufgabe mit aktuellem Grundlagenwissen theoretisch zu untersetzen, konsequent zu entwickeln und die Durchführung einer Evaluation zu unterziehen. Einen eigenständigen Beitrag leistet diese Arbeit mit dem neuartigen Ansatz, in der Nachbereitung des Museumsbesuchs entstandene Kinderzeichnungen – mit aller gebotenen Vorsicht – qualitativ und quantitativ auszuwerten.

So gelangt diese erziehungswissenschaftliche Diplomarbeit aus der Leuphana Universität Lüneburg zu neuen Einsichten über die Eignung historischer Themen für die frühkindliche Bildungsarbeit – ein offensichtliches Desiderat der Museumspädagogik – und rechtfertigt damit die Auszeichnung als eine Hochschulschrift mit praxisrelevanten, innovativen Ergebnissen auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen.

Die zwischen sechs und neun schwankende jährliche Bewerbungszahl für den Arnold-Vogt-Preis spiegelt den geringen Umfang museumspädagogischer Forschung; zugleich ist eine große Bandbreite der Studiengänge zu bemerken, die unter anderem museumspädagogische Themen behandeln: Die acht Bewerbungen von 2009 langten aus sieben Hochschulen an, von denen, bis auf eine, keine zuvor schon vertreten war. Neu ist die markante Beteiligung aus insgesamt drei Kunsthochschulen und die Verteilung der Bewerbungen über den ganzen deutschen Sprachraum von Bern bis Lüneburg, von Köln bis Wien und Berlin.

Die Verleihung dieses Förderpreises möchte an Dr. Arnold Vogt (1952–2004) erinnern, der von 1993 bis 2004 Professor für Museumspädagogik an der HTWK Leipzig, außerdem Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland e.V. war.

Weitere Informationen zum Preis sind unter http://www.arnold-vogt-preis.de zu finden.

Ansprechpartner:

Professor Dr. Dr. Markus Walz, Fakultät Medien, HTWK Leipzig
Telefon: +49 (0)3 41/3076-5443
E-Mail: walz (at) fbm.htwk-leipzig.de