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Sprachreise nach Andalusien

Sprachreise nach Andalusien vom 03.-19.09.2010

Auch 2010 reiste wieder eine Gruppe von Studierenden der HTWK Leipzig nach Andalusien und besuchte u.a. die Universität Jaén.
In diesem Jahr wurde die Reise erstmals von Frau Aguiar betreut.

Das Programm als PDF

Reisebericht eines Teilnehmers:

Tapas, mein täglich Brot
„Eine Sprachreise? Lernen in den Ferien? Das wird sicherlich langweilig“, dachte ich mir so in meinem jugendlichen Leichtsinn. Doch jetzt war es sowieso zu spät, jetzt war ich schon kurz vor Jaén, um mich anschließend von meiner Gastfamilie euphorisch begrüßen zu lassen, so euphorisch, dass es mir schon wieder suspekt schien. Kaum daran gewöhnt wurde ich bereits am zweiten Tag wieder mit dem Temperament der Spanier auf einer mexikanischen Familienfeier überrollt, das war der von allem unbeeindruckte Tobias nicht gewohnt, doch er begann sich einfach hinein zu stürzen und es begann ihm zu gefallen. An die lockere Lebensweise gewöhnte ich mich also sehr schnell, genauso wie an den Pool und meine überaus nette Gastfamilie, die mir aber immer noch etwas zu nett schien. Gewöhnungsbedürftiger war dagegen der Sprachunterricht, welcher anfangs sehr schwer zu verfolgen war, was ich mehr auf die Getränke am Vorabend und weniger auf meine mangelnden Spanischkenntnisse schieben würde. Er war dennoch sehr lehrreich, doch wurde nach und nach vom Nachtleben verdrängt, was ich mehr auf die leckeren Tapas und weniger auf das Bier, was es dazu gab, schieben würde. Nach und nach verstand ich auch meine Gastfamilie ein kleines bischen besser, was ich auch mehr auf die undeutliche Aussprache und weniger auf meine mangelnden Spanischkenntnisse schieben würde. Doch Rumgeschiebe hin oder her, hin und her ging es auch bei den zahlreichen knapp bemessenen Städtereisen nach Cordoba und nach Sevilla und nach Huelva und nach Baeza und nach Úbeda und nach Granada, welche wirklich gut geplant waren, dafür dass uns so wenige zeitliche und finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Hier gleich noch ein dickes Lob an das aguiarsche Organisationstalent und vielen Dank für die schöne optische Reizüberflutung. Tobias kehrte zurück mit mehr Eindrücken eines sehr wohlgesonnenen Volkes, weniger zweifelhaft, mit mehr Freunden, weniger blass, mit mehr sprachlichen Mitteln, weniger negativ überrascht und mit einer akuten Sucht nach Oliven und allen damit zusammenhängenden Erzeugnissen. Wenn ich also auf die Frage „todo bien?“ mit einem entschlossenen „Si!“ antworte, dann hat das auch seinen Grund.

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