Deutschlandstipendium

Kaffeetasse mit Sahnehaube
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Das Sahnehäubchen im Studium – mit einem Deutschlandstipendium finanziell unabhängig werden. 

Übergabe Stipendienurkunde 2016
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Eine Auszeichnung – das Deutschlandstipendium für die leistungsstärksten Talente unserer Hochschule. 

Übergabe Stipendien- und Stifterurkunde 2016
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Gute Netzwerke – das Deutschlandstipendium fördert den engen Kontakt zur regionalen Wirtschaft. 

Was ist das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium ist das größte öffentlich-private Gemeinschaftsprojekt im Bildungsbereich. Rund 6.000 Förderer machen bundesweit bereits mit, davon 36 an der HTWK Leipzig.
Gefördert werden natürlich sehr gute Leistungen, gesellschaftliches Engagement und verantwortungsvolles Handeln, berücksichtigt werden bei der Auswahl der Stipendiaten auch familiäre Umstände. 

Das Deutschlandstipendium ist eine einkommensunabhängige Förderung in Höhe von 300 € monatlich. Eine Hälfte des Stipendiums übernimmt der Staat. Die andere Hälfte wirbt die Hochschule über private Geldgeber (z. B. Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen) ein.

Gesucht werden junge Talente und Persönlichkeiten aller Nationalitäten, die Herausragendes leisten. Dabei sind schulische Erfolge und/oder hervorragende Leistungen an der Hochschule Voraussetzung. Aber nicht nur: Auch gesellschaftliches Engagement in Vereinen, Politik oder in der eigenen Familie zählt.
Die Förderung wird für mindestens 2 Semester unabhängig vom sonstigen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern ausgezahlt. Das Stipendium wird weder auf das BAföG angerechnet noch sind Sozialversicherungsbeiträge dafür zu leisten. Es ist auch kein Darlehen, das man zurückzahlen muss. Los geht’s immer zum jeweiligen Wintersemester. Bestenfalls hält das Deutschlandstipendium Ihnen während der gesamten Regelstudienzeit den Rücken frei. Nach Ablauf eines Studienjahres prüft die Hochschule erneut, ob alle Förderkriterien erfüllt sind und die privaten Mittel nach wie vor zur Verfügung stehen. Die Förderung greift auch bei einem (studienbezogenen) Auslandssemester. 

FAQ Deutschlandstipendium

Was ist gemeint mit § 2 Abs. 2 StipV?

Mit dem Stipendienprogrammgesetz (StipG) zum Deutschlandstipendium hat die Bundesregierung erstmals ein bundesweit gültiges Stipendienprogramm auf den Weg gebracht, das private Mittelgeber in die Spitzenförderung an deutschen Hochschulen einbezieht. Die Verordnung zur Durchführung des Stipendienprogramm-Gesetztes (StipV) regelt die Einzelheiten zu den Bewerbungs- und Auswahlverfahren an den Hochschulen.

Im § 2 Abs. 2 StipV findet sich folgender Wortlaut: (2) Bei der Gesamtbetrachtung des Potenzials der Bewerberin oder des Bewerbers sollen zu den sehr guten Leistungen, insbesondere berücksichtigt werden
1. besondere Erfolge, Auszeichnungen und Preise, eine vorangegangene Berufstätigkeit und Praktika,
2. außerschulisches oder außerfachliches Engagement wie eine ehrenamtliche Tätigkeit, gesellschaftliches, soziales oder politisches Engagement oder die Mitwirkung in Religionsgesellschaften, Verbänden oder Vereinen,
3. außerschulisches oder außerfachliches Engagement im Rahmen der Hochschule
4. besondere persönliche oder familiäre Umstände wie Krankheiten und Behinderungen, die Betreuung eigener Kinder, insbesondere als allein erziehendes Elternteil, oder pflegebedürftiger naher Angehöriger, die Mitarbeit im familiären Betrieb, studienbegleitende Erwerbstätigkeiten, familiäre Herkunft oder ein Migrationshintergrund.
Maximal ein weiterer Punkt kann vergeben werden, wenn bei einem Bewerber eines der Merkmale 1-4 deutlich überdurchschnittlich im Vergleich zu den Mitbewerbern ausgeprägt ist.

Wie verläuft das Auswahlverfahren?

Da das Deutschlandstipendium ein leistungsbezogenes und -honorierendes Stipendium ist, erfolgt die Auswahl der Stipendienbewerber nach den bisher erbrachten Leistungen, in der Regel auf der Basis der in den ersten beiden Fachsemestern des Studiums erzielten Ergebnisse der Modulprüfungen. Die Umstände unter denen diese Leistungen erbracht wurden, werden bei der Entscheidung ebenfalls berücksichtigt. Ihre Bewerbung wird an die Dekane der entsprechenden Fakultät weitergeleitet, für die das Stipendium vergeben wird. Diese bilden anhand der Leistungskriterien und der Auswahlkriterien nach § 2 Abs. 2 StipV eine Rangliste. Der Listenplatz innerhalb der Rangliste wird durch das Erreichen von Punkten bestimmt. Für die Vergabe der Punkte werden die Durchschnittsnoten aller Bewerber (der jeweiligen Fakultät) verglichen und daraus eine Rangfolge erstellt. In der so gebildeten Rangfolge erhält der Erstplatzierte Bewerber 10 Punkte. Die nachfolgend platzierten Bewerber erhalten mit absteigender Reihenfolge des Listenplatzes jeweils einen Punkt weniger. Beim Vorliegen von Auswahlkriterien nach § 2 Abs. 2 StipV können bis zu fünf weitere Punkte erworben werden.

Können sich auch Studienanfänger für das Stipendium bewerben?

Ja. Reichen Sie bitte dafür Ihr Abiturzeugnis ein.

Wird auch ein Zweitstudium gefördert?

Ein Zweit- und Ergänzungsstudium sowie ein Masterstudiengang sind grundsätzlich förderungsfähig.

Muss ich die beigefügten Nachweise und Zeugnisse beglaubigen lassen?

Nein, das müssen Sie nicht. Aber die Hochschule behält sich vor, alle gemachten Angaben stichprobenartig zu überprüfen.

Wie lange erhalte ich das Stipendium?

Das Deutschlandstipendium wird bestenfalls für mind. zwei Semester vergeben. Danach wird geprüft, ob die Förderkriterien noch erfüllt sind. Soweit die Voraussetzungen für eine weitere Förderung vorliegen, insbesondere die im Bewilligungsbescheid festgelegten Leistungsnachweise erbracht wurden, erfolgt eine Bewilligung für weitere zwei Semester. Das Stipendium kann maximal bis zur Beendigung der Regelstudienzeit des Studiengangs (Förderungshöchstdauer) gewährt werden, immer vorausgesetzt die Fördermittel stehen entsprechend zur Verfügung. Auf begründeten Antrag kann nach Maßgabe von § 7 Abs. 1 StipG die Förderung über die Regelstudienzeit hinaus erfolgen.

Welche Rechte und Pflichten entstehen durch das Stipendium zwischen Unternehmen und Stipendiaten?

Der Hochschule ist es daher wichtig, dass Stipendiaten das Stipendium auch als eine Art Partnerschaft betrachten, in der sich die Partner gegenseitig Respekt erweisen. Solch eine Partnerschaft kann für beide Seiten gewinnbringend sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich viele Stifter als gute Mentoren Ihrer Stipendiaten erwiesen haben. Studenten wurden zu Unternehmensführungen und Gesprächen eingeladen, oft wurden auch Praktikumsplätze und Themen für Studienarbeiten vereinbart. Betrachten Sie dieses Entgegenkommen als Mehrwert. Die Vergabe eines Stipendiums begründet jedoch keine formalen Rechte und Pflichten zwischen Stipendiaten und Geldgeber.

Was passiert bei einem Auslandsaufenthalt?

Die Förderung greift ebenso bei einem Auslandssemester. Während eines fachbezogenen Auslandssemesters wird das Stipendium weiter gezahlt, auch wenn der Stipendiat einen Mobilitätszuschuss vom DAAD erhält. Einzige Voraussetzung: Der Stipendiat muss an seiner Heimathochschule eingeschrieben bleiben.

Wird das Stipendium auf andere Sozialleistungen angerechnet?

Das Deutschlandstipendium wird grundsätzlich nicht auf andere Sozialleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II, angerechnet. Eine Ausnahme stellt der Bezug von Wohngeld dar, hier zählen Stipendien zur Hälfte in das Jahreseinkommen.

Entfällt mein Kindergeldanspruch?

Seit dem 1. Januar 2012 haben sämtliche Einkünfte und Bezüge, somit auch das Deutschlandstipendium, grundsätzlich keine Auswirkungen mehr auf das Kindergeld.

Kann ich andere Stipendien nebenbei erhalten?

Wer bereits über ein materielles Stipendium im Wert von 30 € oder mehr im Monat erhält, bekommt kein Deutschlandstipendium. Stipendiaten müssen auf diese Förderung verzichten, wenn sie ein Deutschlandstipendium erhalten möchten.

Was passiert bei einer Beurlaubung?

In der Zeit der Beurlaubung wird das Stipendium nicht gezahlt. Mit der Fortsetzung des Studiums kann sich aber der Bewilligungszeitraum um die Dauer der Beurlaubung verlängern.

Was passiert, wenn ich die Hochschule wechsle?

Bei einem Hochschulwechsel in derselben Fachrichtung wird das Stipendium meist ein Semester lang fortgezahlt, damit der Stipendiat die Möglichkeit hat, sich an seiner neuen Hochschule für ein neues Stipendium zu bewerben.

Entscheidet die Hochschule frei und ganz allein, wer Stipendiat wird?

Nein, Vorgaben in der Verordnung sowie im Gesetz sind maßgebend für die Auswahl. Darüber hinaus entscheidet die Hochschule, unter Berücksichtigung der Wünsche der Förderer.