Dissertationspreis der HTWK Stiftung

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergibt die Stiftung der HTWK Leipzig jährlich einen Preis für eine herausragende Dissertation. Auch für das Jahr 2017 können sich Promovendinnen und Promovenden auf Vorschlag ihres Betreuers bewerben (Download Bekanntmachung).

Angewandte Forschung führt zur Unternehmensgründung

Im Jahr 2015 wurde der Dissertationspreis der Stiftung HTWK zum zweiten Mal für eine herausragende Dissertation aus einem der Wissenschaftsgebiete der HTWK Leipzig vergeben. Den Preis erhielt Bauingenieur Dr.-Ing. Torsten Müller für seine Arbeit zum Biegetragverhalten von Stahlfaserbeton. Die Promotion wurde in einem kooperativen Verfahren an der Universität Leipzig abgeschlossen, Gutachter der Dissertation waren Prof. Dr.-Ing. habil. Nguyen Viet Tue (TU Graz) und Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig).
Das dort untersuchte Thema bildete dem Preisträger die Grundlage für eine erfolgreiche Existenzgründung, der „Baustoffprüflabor Müller & Lobisch GmbH“.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Joachim Wicke, würdigte die Preisverleihung im Rahmen der Immatrikulationsfeier 2015 mit den Worten „Angewandte Forschung führt auch unmittelbar zur Unternehmensgründung und zu wirtschaftlichem Erfolg. Der diesjährige Preisträger des Dissertationspreises ist der Beweis“. 

Unglaublich relevant

Erstmals vergeben wurde im Jahr 2014 der Dissertationspreis der Stiftung HTWK für eine herausragende Dissertation in einem der Wissenschaftsgebiete der HTWK Leipzig. Den Preis erhielt Bauingenieur Dr. Markus Schmidt für seine Arbeit zur Vermeidung von Schädigungen in frisch eingebautem Beton.
Die Promotion wurde in einem kooperativen Verfahren mit der University of the West of Southland in Paisley durchgeführt.Schmidts Dissertation mit dem Originaltitel "Early Age concrete curing based on capillary pressure measurement" war gleichzeitig die erste dort verteidigte Arbeit eines HTWK-Absolventen. Paisley liegt wenige Kilometer westlich von Glasgow, die Hochschulpartnerschaft besteht bereits seit 2003. Im Sommer des vergangenen Jahres sei Schmidt mit besten Ergebnissen aus Schottland zurückgekehrt, würdigt Joachim Wicke bei der Preisverleihung im Gewandhaus. Der Vorsitzende der Stiftung HTWK ergänzt: Auch thematisch sei die Arbeit von Markus Schmidt "unglaublich relevant". Die Forschung zur Vermeidung von Rissen in plastischem Beton ist extrem nützlich für die Zukunft im Bau. So wundert es kaum, dass die Arbeiten zur der Thematik fortgesetzt werden sollen.
Der Dissertationspreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die Vergabe wird von Siemens unterstützt. "Die Forschungsarbeit und das Verfassen der Dissertation in englischer Sprache waren herausfordernde Aufgaben", sagt Markus Schmidt. Nun hofft der Preisträger, dass einige seiner Ergebnisse den Weg in die Praxis finden.