Projekt "Zeit spenden" der Stipendiatinnen und Stipendiaten

Deutschlandstipendiaten mit drei Bewohnern des Pflegeheims gemeinsam am Tisch spielend
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Leistungsstarke Studierende fördern - Talente früh kennenlernen! Im Bild: Feierliche Vergabe der Deutschlandstipendien, November 2019.

Seit Anfang 2017 engagieren sich unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten in einem sozialen Projekt. Regelmäßig besuchen sie ein Pflegeheim in Leipzig und kümmern sich dort um die Bewohner. Eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Entstanden durch die Initiative einer Gruppe von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschlandstipendium an der HTWK Leipzig im Herbst 2016, besuchen die Studierenden seitdem an mehreren Nachmittagen im Monat das Altenheim. In geselliger Atmosphäre werden Gesellschaftsspiele gespielt, Gesprächsrunden geführt oder im Sommer ein Eis gegessen. 

„Wir hatten den Wunsch, etwas zu leisten. Außerhalb der Hochschule etwas zurückgeben zu wollen“, sagt Schauer, der angehende Medieninformatiker.“ Und schon nach dem ersten Aufeinandertreffen von Altenheimbewohnern und ehrenamtlichen Studierenden urteilt Jared Schauer: „Das ist langfristig angelegt, wir wollen den Staffelstab der nächsten Stipendiaten-Generation weitergeben. Das lohnt sich.“

Mit ans Spielbrett hat sich der 22-Jährige beim Auftakt allerdings nicht gesetzt. Ein Spezialauftrag wartete, und Schauer übernahm ihn gern: Ronny, erst Anfang 40, ist so stark übergewichtig, dass er kaum aus dem Zimmer kommt. Der HTWK-Student gesellte sich zu ihm, Rommékarten wurden ausgepackt. „Wir haben nicht durchgängig gespielt. Ich habe viel zugehört, es ging um Weltpolitik. Und um sein ganz neues Handy.“ Plötzlich waren 90 Minuten um, überraschend schnell. Ein gutes Zeichen. Wie dankbar die Leute sind! Es ist ein schönes Gefühl, wenn man mit so wenig so viel bewirken kann. Denn der Einsatz war ja eher gering, den Dank verdient man gar nicht richtig , meint der Student, als er wieder vor dem Heim steht.