"Was kommt denn in der Prüfung dran?"

Moderne Möglichkeiten für Modulprüfungen und Lehre

„Was kommt denn in der Prüfung dran?“ – diese Frage kennen die meisten Lehrenden wohl sehr gut. Und von „Constructive Alignment“, also dem Prinzip Lernziele, Lehre und Prüfungen sinnvoll aufeinander zu beziehen, haben die meisten schon gehört. Erfahrungsgemäß nutzt ein Denken im Constructive Alignment allerdings wenig, wenn man keine echten Lernziele formuliert, sondern nach wie vor in Inhalten denkt.

Hinzu kommt zuweilen die Herausforderung, dass mit der Bolognarefom an einigen Hochschulen die Prüfungen aus dem Boden schießen wie die Pilze – was nicht unbedingt so intendiert ist und häufig mit der deutschen Kultur von Lehren und Prüfen zusammenhängt.

Dieses Seminar lädt daher dazu ein, ein paar Aspekte des eigenen Lehrens und Prüfens genauer zu betrachten, ggf. die Grenzen zu erkennen, die mir als Dozent:in gesetzt sind, eventuell aber auch Möglichkeiten zu nutzen, an die ich bisher nicht gedacht habe:

  • Wie kann ich trotz recht inhaltsorientierter Lehrkultur sinnvolle, motivierende, situationsbezogene und vor allem handlungsorientierte Lernziele für meine Lehre formulieren?
  • Unter welchen Rahmenbedingungen wird es wirklich schwierig, noch kompetenzorientiert zu lehren und zu prüfen?
  • Wie kann ich die Vorgaben für Prüfungsformen (z. B. „Klausur“) didaktisch sinnvoll nutzen, um auch wirklich zu prüfen, was gelernt werden sollte.
  • Welche Kultur der Lehre und des Prüfens wurde im Zuge der Bolognarefom eigentlich europaweit intendiert? Warum ist es dennoch sinnvoll, dass Lehren und Prüfen in jedem Land gleichwohl sehr unterschiedlich sein können und wo kann ich mich mit meiner Lehre diesbezüglich positionieren?

Inhalte

  • Constructive Alignment
  • Ideen und Intensionen der Vorgaben von Bolognareform
  • Möglichkeiten von Prüfungsformen und Modulprüfungen

Lernziele

Die Teilnehmerïnnen …

  • formulieren kompetenz- und handlungsorientierte Lernziele, ggf. ausgehend von einem nach Inhalten (Wissenschaftsprinzip) strukturieren Curriculum.
  • reflektieren Rahmenbedingungen ihrer Lehre in Hinblick auf Möglichkeiten, die Lehrinhalte entlang von Situationen und Handlungen zu gliedern.
  • beziehen in ihrer Lehre konzeptionell Lernziele, Lehre und Prüfen aufeinander,
  • reflektieren ihre bestehenden Lehrkonzepte in dieser Hinsicht und verändern sie nach Bedarf und Möglichkeit.
  • Explorieren Möglichkeiten, bestimmte klassische Prüfungsformen (wie Klausur) didaktisch sinnvoll zu nutzen.

Lehrmethoden

Diskussion, Gruppenarbeit, Impulsreferat, Reflexion

    Referent

    Dr. Sebastian Walzik, Trainer & Coach für Kommunikation und Hochschuldidaktik

    Termin

    09.03.2021 | 09:00h – 17:00h | Online-Workshop über Zoom (PBA 4 AE, LLC 4 AE)