Berufseinstieg in kleinen und mittleren Unternehmen der Region

Kleine und mittlere Unternehmen - kurz: KMU - sind die Wirtschaftskraft in Sachsen und damit auch ein Weg für den Berufseinstieg nach dem Studium. Vielleicht ist ein Einstieg bei einem regionalen KMU auch für Sie genau das Richtige.

3 Fragen an... Arbeitgeber der Region

Unternehmen sind alle gleich?! Nö - KMU sind anders und vielfältig. Im Video erzählen Unternehmensvertreter darüber, welche Persönlichkeiten in ihr Unternehmen passen, welche Vorzüge die Stadt Leipzig hat und was Vorteile eines Arbeitsplatzes in einem KMU sind.

Die Videostatements in Textform

Was sollen Bewerber und Bewerberinnen – außer dem passenden Abschluss – mitbringen, um zu Ihnen als Unternehmen zu passen?

Statement von Sebastian Langwald, Recruiter der ipoque GmbH

Keine einfache Frage. Wir suchen Persönlichkeiten. Leute, die um die Ecke denken; die sich nicht scheuen vor Herausforderungen. Leute, die täglich Lust und Spaß an der Arbeit mitbringen. Leute, die ein agiles Mindeset mitbringen. Leute, die offen für Veränderungen sind. Und natürlich suchen wir Programmierer in C und in Java.

Statement von Gregor Fuchshuber, Geschäftsführer der Fuchshuber Architekten GmbH

Wir suchen Leute, die selbstständig arbeiten wollen. Voraussetzung ist neben dem entsprechenden Hochschulabschluss eine gewisse praktische Vorerfahrung. Eine theoretische Ausbildung ist nicht ausreichend. Sinnvoll ist, wenn man vorher entweder eine Berufsausbildung gemacht hat. Oder wenn man während des Studiums intensive Büroerfahrungen gesammelt hat. Am besten bei uns oder noch besser in verschiedenen, vielleicht sogar ausländischen Büros, um zu wissen worum es geht. Das sind die Grundlagen. Die Zeichenerfahrung gehört dazu. In unserem Fall ArchiCAD, wo wir im Büro relativ weit Vorleistungen erbringen, sodass sich neue Mitarbeiter im Büroumfeld zurechtfinden können. Außerdem erwarten wir einen Plan, wo ein neuer Mitarbeiter architektonisch-gestalterisch hinwill. Wichtig ist, dass ich in der Bewerbung sehe, was das gestalterische Ziel ist.

Statement von Jörn Jacobs, Mitglied der Geschäftsführung der IPRO Consult GmbH

Wir suchen motivierte Absolventen der HTWK Leipzig, die uns im Generalplaner-Alltag unterstützen möchten. Absolventen, die Innovation mitbringen und unseren Planungsalltag mit neuen Technologien ergänzen wollen. Aktuell sind wir nicht nur als Generalplaner tätig, sondern auch in Forschungsthemen wie zum Beispiel einem Langzeitenergiespeicher, den wir im nächsten Jahr zur Marktreife führen wollen. Wir suchen motivierte und innovative Absolventen der HTWK Leipzig, die uns als Generalplaner in den nächsten Jahren unterstützen möchten und in unserem Planeralltag neue Technologien von Hochschulen als Forschungseinrichtungen miteinbringen möchten und uns bei Forschungsprojekten mit neuen Ideen voranbringen wollen.

Was sind die Vorzüge eines Unternehmensstandortes in Leipzig bzw. Sachsen?

Statement von Sebastian Langwald, Recruiter der ipoque GmbH

Leipzig als Herzstück der Metropolregion Mitteldeutschland ist prädestiniert. Bildung, Kultur, Work-Life-Balance - alles ist hier gegeben. Die zentrale Lage im Uniriesen bietet weitere Vorteile.

Statement von Gregor Fuchshuber, Geschäftsführer der Fuchshuber Architekten GmbH

Innerhalb Deutschlands ist der Standort Leipzig extrem zentral. Wir bearbeiten von hier Projekte im ganzen Bundesgebiet. Von Hamburg bis München mit Schwerpunkt in Berlin und in Leipzig. Berlin ist natürlich ein ganz großer Glücksfall: von hier aus ist es in einer Stunde zu erreichen. Berlin macht für uns weit mehr als die Hälfte aller Aufträge aus. Das ist genauso schnell wie jemand, der aus Kleinmachnow oder aus irgendeinem Vorort von Berlin kommt. Das sind die Vorteile von Leipzig für unser Unternehmen. Für jemanden, der hier arbeitet hat Leipzig eine extrem hohe Lebensqualität. Leipzig ist überschaubar, hat aber ein riesiges Kulturangebot. Die Stadt hat ein gastronomisches Nachleben und gleichzeitig die Seen. Also Leipzig hat mittlerweile neben der alten Qualität durch die Tagebaufolgelandschaft eine Freizeitqualität, die man in der Größenordnung in Deutschland erstmal suchen muss.

Statement von Jörn Jacobs, Mitglied der Geschäftsführung der IPRO Consult GmbH

Gerade Leipzig hat sich in den letzten Jahren zur Drehscheibe Mitteldeutschlands entwickelt. Viele internationale Unternehmen haben sich in Leipzig angesiedelt. Viele Forschungseinrichtungen und Hochschulen gibt es in Leipzig. Und auch wir wollen uns in der Zusammenarbeit mit der HTWK Leipzig in den nächsten Jahren gerade in Leipzig weiterentwickeln. Und deswegen kommen Sie zu uns!

Was ist das Beste an der Arbeit in einem kleinen oder mittleren Unternehmen?

Statement von Sebastian Langwald, Recruiter der ipoque GmbH

Was mich an der Arbeit in einem kleinen, mittelständischen Unternehmen begeistert, ist die flache Hierarchie, eine intensive Du-Kultur, und direkte Kommunikation. Das Familiäre bezieht sich natürlich nicht nur darauf, dass wir uns nicht nur mit Du ansprechen, sondern dass wir auch viel miteinander machen. Dass wir auch die Arbeitszeit so gestalten, dass der Frühaufsteher seine Kinder morgens wegbringen kann. Aber auch derjenige, der lange schlafen möchte und dann erst um zehn Uhr zur Arbeit kommt. Diese Mischung aus Start-Up-Charakter und etabliertem Unternehmen, das ist das Positive an unserem Unternehmen.

Statement von Gregor Fuchshuber, Geschäftsführer der Fuchshuber Architekten GmbH

Im Bereich der Architektur sind wir kein so ganz kleines Unternehmen. Aber wir sind trotzdem noch relativ flexibel. Von Vorteil in einem nicht ganz kleinen Unternehmen zu arbeiten, ist, dass man von Anfang an Strukturen mitbekommt und dass man sich nicht alles neu erarbeiten muss, weil man vor einem eingespielten Hintergrund arbeiten kann. Im Gegensatz zu einem Konzern ist bei uns der große Vorteil, dass es sehr flache Hierarchien gibt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Aufgaben,das heißt man kann sich innerhalb des Büros aussuchen, ob man lieber in Innenarchitektur, lieber in kleinen Villen, im Denkmalschutz oder in großen Wohnungsbauprojekten arbeiten möchte. Und man kann dann in unserem Unternehmen, sehr schnell Eigenverantwortung übernehmen, weil es keine eingefahrenen Strukturen und Hierarchien gibt.

Statement von Jörn Jacobs, Mitglied der Geschäftsführung der IPRO Consult GmbH

Die Chancen sich bei einem Mittelständler zu entwickeln, sind enorm. Die Zusammenarbeit ist ganz besonders. Man hat persönliche Kontakte, man kennt sich untereinander. Das ist ganz wichtig. Dass ich mich auf der persönlichen Ebene austauschen kann und auch ein Gesicht hinter einem Namen zu haben. Und ich glaube, auch die persönlichen Entwicklungschancen, die man hat und die man unter anderem auch mir gegeben hat. Ich habe damals als Absolvent der HTWK Leipzig in unserem Unternehmen angefangen. Ich bin jetzt mittlerweile Leiter eines gesamten Geschäftsbereichs. Ich denke, das ist der große Unterschied zu einem Konzern. Innerhalb kürzerer Zeit kann man die entsprechenden Chancen bekommen.

Das war „3 Fragen an … Arbeitgeber der Region“. Vielen Dank an die beteiligten Unternehmen.

Stimmen aus der Praxis

Jobben neben dem Studium bringt Geld - und sonst noch?! Hier gibt es Antworten von in KMU jobbenden Studierenden der HTWK Leipzig.

Beruflichen Einstieg erleichtern & Ausgleich zum Studium bekommen

Das Videostatement in Textform

Statement von Anita, General Management (M. A.),

Nebenjob bei Wundercurves (Relax Commerce GmbH) in der Webanalyse und im Projektmanagement

Einfach um praktische Erfahrungen zu sammeln und um mir damit auch den beruflichen Einstieg später Mal zu erleichtern. Für mich habe ich einfach gemerkt, es ist essentiell wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln, denn dadurch lernt man erst wirklich wie der Arbeitsalltag auch abläuft. Vor allem habe ich mir aber auch den Nebenjob geholt um auch so ein bisschen ein Ausgleich zum Studium zu haben. Generell macht es aber auch Spaß dort bei Wundercurves, da man immer wieder neue Aufgaben bekommt, die einen auch immer mal wieder herausfordert und man bekommt auch sehr sehr viel Verantwortung, was mir super gut gefällt.

Erfahrungen aus dem Nebenjob in die Vorlesungen einbringen & Vorteil für die Masterbewerbung

Das Videostatement in Textform

Statement von Verena, International Management (B. A.),

Nebenjob bei Wundercurves (Relax Commerce GmbH) im Recruiting und Business Administration

Als ich damals im vierten Semester aus meinem Auslandspraktikum wiederkam war mir eben klar, dass mir die Arbeit im Personalbereich total Spaß macht und ich diese jetzt in den letzten Semestern gerne weiterführen würde und deswegen habe ich mir eben eine Werkstudententätigkeit gesucht. Man hinterfragt dann nicht nur die Prozesse des Unternehmens sondern auch andersherum. Man kann dann die Erfahrungen vom Unternehmen, die man gesammelt hat, mit in die Vorlesung rein bringen. Und ich denke auch, dass das auf jeden Fall ein Vorteil ist, nicht nur für die Masterbewerbung sondern vielleicht auch generell in der Jobsuche später, dass man eben doch mehr Erfahrung hat als jemand, der erst nach dem Studium anfängt berufliche Erfahrungen zu sammeln. Ein ganz, ganz wichtiger weiterer Punkt ist, dass es mir auf jeden Fall geholfen hat, meinen Alltag zu strukturieren, weil man eben doch genau wissen muss und planen muss, wann arbeitet man, wann geht man zu der Vorlesung. Gerade am Ende des Semesters, wenn es vielleicht doch ein bisschen stressiger wird, dann ist so eine gute Struktur auf jeden Fall sehr, sehr wichtig.

In verschiedene Bereiche eintauchen & Sinn des Studiums erkennen

Das Videostatement in Textform

Statement von Jeremias, Medieninformatik (M. A.),

Nebenjob bei Pluspool Interactive in der Webentwicklung

Das Tolle an meinen Nebenjob ist, dass ich dadurch die Möglichkeit habe, in die verschiedenen Bereiche der Informatik tiefer einzutauchen. Das können Bereiche sein, die wir im Studium schon gehabt haben aber auch Bereiche, die nicht im Studium vorgekommen sind und auch nicht im Lehrplan stehen. Ich habe jederzeit Zugriff auf das gesamte Fachwissen meiner Kollegen, kann die jeder Zeit um Rat und Hilfe fragen. Das können Kollegen aus dem Bereich der Informatik sein aber auch aus anderen Bereichen wie zum Beispiel Projektmanagement oder Personalmanagement. Ich habe viele verschiedene, abwechslungsreiche Aufgaben, die ganz oft das theoretische Wissen, was ich während dem Studium gelernt habe, mich dann mal in die Praxis umsetzen lassen. Das hilft auch ungemein sich mit seinem Studium anzufreunden und den Sinn, gerade hinter verschiedenen theoretischen Übungen, dann genauer zu erkennen.