Stimmen zum Studium generale

Was sagen unserer Dozenten dazu und was halten sie davon?

Dr. Jirko Krauß

Studium generale ist nicht gleich Studium generale. Die Konzeption der HTWK ist mit ihrem vielfältigen Angebot tatsächlich an der Idee einer überfachlichen Bildung orientiert, die diesen Namen auch verdient. Den Studierenden wird damit die Möglichkeit zur Erweiterung ihres Horizonts geboten und geht somit über bloße Kompetenzorientierung hinaus. Das kann ich nur begrüßen. Hier werden menschliche Dinge noch ihrer Selbst Willen beachtet und nicht nur nach ihrem Nutzen. Während es um die Bedingungen für die Selbstbildung junger Studierender heute nicht wirklich gut bestellt ist, öffnet das Studium generale zumindest einen Raum dafür und kann daher nur unterstützt werden.“

 

 

Anke Fleckenstein

„Überfachliche Bildung, wie das Studium generale der HTWK sie bietet, ist unbedingt unterstützenswert, offeriert sie doch neben der Erlangung von Sozial-, Selbst-, und Methodenkompetenzen ein Forum für einen offenen und umfassenden Meinungsaustausch. Diesen Diskurs an einer Bildungseinrichtung zu führen, Möglichkeiten für eine breite Allgemeinbildung zu bieten, Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen miteinander zu vernetzen, ist in einer Zeit des segregierenden, spaltenden, populistischen Diskurses, der tagtäglich in der Öffentlichkeit geführt wird, unerlässlich.
„Den Horizont erweitern“, „mit offenen Augen durch die Welt gehen“ oder „neue Perspektiven gewinnen“ – Diese bildreichen deutschen Redewendungen tragen den Mehrwert einer allumfassenden Bildung im Humboldt’schen Sinne in sich. Die Zeit des Sich-Auseinandersetzens mit vielfältigen Themen im Dialog mit Diskurspartner/innen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen ist einer der kostbarsten Bausteine eines erfolgreichen, zufriedenstellenden und zukunftsorientierten Studiums."

Dipl.-Ing. Uwe Hitschfeld

„Führungskräfte von morgen brauchen ein grundlegendes Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge und der Anforderungen, die an Marktteilnehmer in diesem Zusammenhang gerichtet sind. Neben der rein fachlichen Qualifikation sollen die Studierenden auch zu nachhaltigem unternehmerischen Denken befähigt werden.

Es ist deshalb konsequent, dass die HTWK ihren Studenten im Rahmen des Studium generale Grundlagen zu diesem immer wichtiger werdenden Komplex vermittelt. Seit einigen Jahren halte ich das Seminar zum Thema Akzeptanz und Partizipation, um die vielseitigen praktischen Erfahrungen auf diesem Gebiet mit den Studierenden zu diskutieren und ihnen so das nötige Rüstzeug für eine spätere Tätigkeit mitzugeben.“

 

 

 

Kevin Jahn

„Mein Name ist Kevin Jahn und ich bin Trainer und Berater für "Personal and Authentic Leadership".
Ich unterstütze das Studium generale, weil ich es für eine tolle Möglichkeit halte die ebenso wichtigen „Softskills“ neben den „Hard Facts“ im Hauptstudium zu entwickeln. Laut führenden Experten und Entwicklungsstudien werden die Anforderungen an jeden Einzelnen in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt sich innerhalb der nächsten 15-20 Jahre dramatisch ändern. Der bewusste Aufbau eines gesunden Selbstbildes sowie Verständnisses des eigenen Warum und eine konkrete Stärkung der Kompetenzen für zwischenmenschliche Beziehungen, wie z.B. Empathie, Wahrnehmung, etc. werden fundamental. Der Mensch lernt und entwickelt sich am besten, wenn er das Gelernte, auch durch direktes Anwenden erleben kann. Und diese Möglichkeit bietet das Studium Generale und liefert damit einen entscheidenden Vorteil für alle zukünftigen Absolventen der HTWK auf dem Arbeitsmarkt.“

Andy Schönbeck

„Ich unterstütze das Studium generale, weil es Raum für die Themen Gesundheitsförderung, Partizipation und Persönlichkeitsentwicklung an der HTWK Leipzig bietet. Überfachliche Qualifikation und Wissensvermittlung bedeutet für mich zusätzliche und vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten anzubieten. Sich mit Themen auseinander zu setzen, welche so nicht zwangsläufig auf der persönlichen Agenda stehen, ist eine Chance für die eigene Meinungsbildung, denn die Berufswelt stellt hohe Anforderungen an Hochschulabsolvent/innen.

Neben der fachlichen Kompetenz sind soziale, gesundheitliche und überfachlichen Kompetenzen längst nicht nur „nice to have“, sondern Grundvoraussetzungen für verantwortungsvolle Arbeitsfähigkeit."

Prof. Friedrich Figge

Studium generale bedeutet für mich, Theorie mit Praxis, Forschung und Innovation, spannende Diskussionen und Menschen mit Analyse zu verbinden. Es geht um einen offenen Gesellschaftsblick durch und mit Medien und Kunst sowie eigenes Engagement. Im Internationalen Medienseminar diskutieren wir internationale Berichtserstattung in Zeitungen, Blogs, auf Youtube, im Fernsehen etc. Wissenschaftliche Medienanalyse und Diskussionen aktueller Themen wechseln sich ab. Teilnehmer bringen Ihre Landeskenntnisse als Ausländer oder Auslandsreisende mit. Rechts- und Linksradikale Argumentationen werden ebenso wie staatsgelenkte Angebote auf ihre Rhetorik und Faktentreue untersucht. Im Kunst in Leipzig-Seminar wenden wir uns ausgehend von Panofskys Interpretationsschema der aktuellen Kunst in einem Workshop im Rahmen zeitgenössischer und politischer Kunst, einem Museumsbesuch mit einem Mäzen, Galeriebesuchen, engagierten internationalen Künstlern sowie wichtigen Sammlungen zu.“