Kurse Sommersemester 2018

1 | Müll

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Müll - Klappe zu und weg?

Öffentliche Ringvorlesung

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Pfui! Fallen dem Kleinkind Keks oder Bonbonpapier auf den Boden, will seine Hand sofort danach greifen. Es ist sein Keks, sein Bonbonpapier. „Das ist Pfui!“ tönt es sogleich von oben. Keks und Bonbonpapier haben sich plötzlich in etwas Fremdes verwandelt: Abfall, Unrat, Müll. Damit wollen wir nichts zu tun haben.

Deshalb schicken wir nachts orangefarbene Müllbeauftragte durch unsere Straßen, die das Problem unbemerkt auf entlegene Abfallwüsten verschieben. Wir entsorgen den Müll - wir entsorgen uns des Mülls und der Verantwortung für unsere Art des Lebens.

Und auch im Sprachgebrauch befreien wir uns vom Dreck. Klingen Recycling, Sekundärrohstoffe, thermische Verwertung und Kreislaufwirtschaft nicht viel erfreulicher?

Doch fernab unserer hygienisch reinen Edelstahlmülleimer wachsen die Deponien, werden Müllberge von Maschinen sortiert, exportiert und von bloßen Händen auf Brauchbares durchsucht. Die Bilder von riesigen Plastikstrudeln auf Ozeanen rühren an unserem Gewissen. Im Alltag aber überwinden Bequemlichkeit und Gewohnheit die Ohnmacht: Wir verpacken Bananen und trinken Kaffee aus Pappbechern.

Müll ist ein globales Problem und geht uns alle an: Als Konsumenten, als Wähler und als künftige Absolventen der HTWK Leipzig, die einmal Verantwortung tragen für technische Lösungen und Einfluss nehmen auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen.  Mülltrennung und smarte Technologien mögen unser Gewissen retten, aber nicht unseren Planeten. Denn menschliches Wirtschaften kann langfristig nur gelingen, wenn es sich einfügt in die ökologische Haushaltsführung unseres Erdballs.

Die Reihe Müll - Klappe zu und weg? setzt Abfall in Bezug zu unserem modernen Lebensstil. Problemursachen und Einflussfaktoren werden von Experten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, technische Lösungen und die Möglichkeiten menschlicher Verhaltensänderungen werden hinterfragt.

So sehr wir uns davon abwenden mögen: Es bleibt unser Keks und unser Bonbonpapier.

Form

Wöchentliche Vorlesung

Termine

Mittwochs 17:15 − 18:45 Uhr, ab 11.04.2018 (13 Termine)

Ort

G119
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

100

Info

Live-Übertragung auf http://studium-generale-sachsen.de/htwk/live.php

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Müll - Klappe zu und weg? bietet viele Möglichkeiten, sich mit der Thematik zu befassen. Dabei sammeln Sie Grüne Punkte:

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Für den Scheinerhalt müssen Sie auf jeden Fall mindestens 8  Vorlesungen besucht haben und insgesamt 12 (1 ECTS) oder 18 (2 ECTS) Grüne Punkte gesammelt haben.

Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite www.htwk-leipzig.de/muell.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht je nach gewählter Variante einem oder zwei ECTS-Punkten.

2 | Nachhaltig denken

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Nachhaltig denken - Grundlagen der Umweltbildung

Dr. rer. nat. Martin Schubert

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Über Nachhaltigkeit zu reden, gehört mittlerweile zum guten Ton. Beinahe alles, was nicht auf kurzzeitige Effekte angelegt ist, wird salopp als nachhaltig bezeichnet. Aber was steckt wirklich hinter dem Begriff?

Wenn wir unseren nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen wollen, in der sie die gleichen Lebensbedingungen und Entwicklungschancen haben wie wir, dann muss sich unser Denken grundlegend ändern.

In der Vorlesung wird erörtert, wie die Grundlagen für ein nachhaltiges Wirtschaften geschaffen werden können. Dabei soll es nicht um einzelne Maßnahmen, Umweltprojekte oder Technologien gehen. Vielmehr steht der Mensch mit seinen Handlungskompetenzen im Mittelpunkt. Welche Bedeutung haben Ökologie und Ökonomie für ihn? Wie steht er zur Natur und wie die Natur zu ihm? Welche Bedürfnisse hat er und welchen Dienst kann oder muss er der Natur erbringen?

Aufgeklärt werden soll dabei vor allem, warum es so schwer ist, Menschen zu nachhaltigem Handeln zu bewegen. Dazu muss man eines lernen: nachhaltiges Denken.

Form

Wöchentliche Vorlesung

Termine

Mittwochs 13:45 − 15:15 Uhr, ab 11.04.2018 (13 Termine)

Ort

1. Termin Li211, danach Li119*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

25

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

3 | Postwachstum

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Postwachstum - Dient die Wirtschaft dem Menschen oder der Mensch der Wirtschaft?

Elisa Klumb M.A.

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Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes, exponentielles Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom.

So lautet die kritische Sichtweise des Ökonomen Kenneth E. Bouldin (1910 -1993). Wie denkst Du darüber?

Wirtschaftswachstum wird von einem Großteil unserer Gesellschaft als Allheilmittel für unsere gesellschaftlichen und ökonomischen und seit Neuestem auch für unsere ökologischen Probleme angesehen. Klassische Slogans wie Wirtschaftswachstum garantiert Arbeitsplätze und ermöglicht individuellen Konsum und Entfaltungsmöglichkeiten schwirren durch die mediale und politische Parteienwelt. Technische Innovationen sollen der Verknappung der natürlichen Ressourcen und der Umweltzerstörung entgegenwirken. Doch ist unser Wirtschaftssystem nicht die Ursache des existenzzerstörenden Klimawandels?

Lasst uns die kritische Frage nach dem Zusammenhang unserer Lebensweise und des westlichen Wirtschaftssystems stellen. Wir schauen im Seminar hinter die Kulissen des Wachstumsparadigmas und beleuchten dessen globale, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen. Wir werden den Mut aufbringen, über neue Visionen des guten Lebens nachzudenken. Denn wenn wir weiter so leben wollen wie bisher, braucht es eine gesamtgesellschaftliche Debatte hin zu einer Postwachstumsgesellschaft und zu mehr Klimagerechtigkeit. In einer Exkursion innerhalb Leipzigs wandeln wir auf den Spuren Einzelner, die diesen Weg hin zu einer zukunftsfähigen und enkeltauglichen Gesellschaft schon gegangen sind.

Das Seminar ist interaktiv und methodisch gestaltet und lebt vom Mitmachen.

Form

zwei Wochenendseminare mit Exkursionen

Termine

Fr, 01.06.2018 14:00 - 18:00 | Sa, 02.06.2018 10:00 - 17:00
Fr, 22.06.2018 14:00 - 18:00 | Sa, 23.06.2018 10:00 - 17:00

Ort

Li125*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

Info

Elisa Klumb ist freiberufliche Bildungsreferentin. Ihre thematischen Schwerpunkte sind Konsumkritik, globales Lernen und alternative Lebensmodelle.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

4 | Boden, Wasser Biorohstoffe

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Boden, Wasser, Biorohstoffe - Zwischen Hungerkrise, Spekulation und Zukunftsvision

Dr. rer. nat. Matthias Wolf, Dipl. agr. Ing. Urte Grauwinkel

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Fast 900 Millionen Menschen hungern auf diesem Planeten, während 1,4 Milliarden an Übergewicht und krank machender Fettleibigkeit leiden. 2,3 Milliarden Tonnen Getreide wurden 2011 weltweit geerntet, mehr als je zuvor. Doch nur 46% dieser Ernte dienen als Lebensmittel. Der Rest wird zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoffen verarbeitet. Unser Ernährungs-System ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit. Dieses System ist krank.
Um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen, werden 1.000.000 ha Boden in Afrika aufgekauft. Gigantische Mengen Lebensmittel, die in Europa auch hergestellt werden, werden aus wasserarmen Regionen Afrikas oder z. B. aus Israel importiert. Mit der Energiewende steigt der Bedarf an Biomasse zur energetischen Nutzung.

Gibt es Alternativen zu diesen Entwicklungen? Lässt sich die Energiewende neben der stofflichen Nutzung mit der Lebensmittelproduktion auch bei steigender Weltbevölkerung vereinbaren? Diese und weitere Fragen sollen in der Vorlesungsreihe angeschnitten und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Form

Wöchentliche Vorlesung mit Exkursionen

Termine

Mittwochs, 13:45 - 15:15 Uhr, ab 11.04.2018 (13 Termine)

Durch die Exkursionen kommen insgesamt ca. zwei Stunden Zeitaufwand hinzu. Die Termine werden zu Veranstaltungsbeginn bekanngegeben.

Ort

G238*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

25

Info

Dr. Matthias Wolf leitet das Umweltinstitut Leipzig (UIL). Dipl. agr. Ing. Urte Grauwinkel ist freie Mitarbeiterin beim UIL.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

5 | Solares Bauen

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Solares Bauen - Mit erneuerbaren Energiesystemen

Dipl.-Pol. Dipl.-Soz. Bernd Genennig

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Energiewende, Klimawandel, steigende Energiepreise sind aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln immer wieder in der medialen Diskussion. Wie wird aus Sicht der Politik, der Forschung und der Industrie darauf reagiert? Welche neuen Ansätze und Veränderungsmöglichkeiten gibt es? Welche Wechselbeziehungen zwischen Gebäudehülle und Anlagentechnik bestehen? Wie werden wir daraus folgend in 2030 wohnen?

Die Vorlesungsreihe greift die Thematik des Solaren Bauens mit Erneuerbaren Energiesystemen auf, erläutert Zusammenhänge/ Abhängigkeiten von Gebäudehülle und Anlagentechnik, u.a. dargestellt an ausgewählten, solaren Einzeltechniken. Exemplarisch werden wichtige Anwendungsmöglichkeiten und gebaute Beispiele präsentiert. Untermauert wird das Angebot durch zahlreiche Exkursionen zu umgesetzten Projekten. Eingeladen sind Studierende aller Fachrichtungen, nicht nur angehende Bauingenieure!

Form

Wöchentliche Vorlesung/Exkursionen

Termine

Mittwochs 13:45 − 15:15/17:00/18:45 Uhr, ab 11.04.2018

Zeitliche Änderungen an den Exkursionstagen vorbehalten!

Ort

G240*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

30

Literatur

Scheer, Hermann: Der energethische Imperativ: 100% jetzt

Quaschning, Volker: Regenerative Energiesysteme

Info

Bernd Genennig ist Geschäftsführer der Forschungs- und Planungs-GmbH Umweltinstitut Leipzig

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1 ECTS-Punkt: alle Seminartermine | 3 Exkursionen

2 ECTS-Punkte: alle Seminartermine | alle Exkursionen | schriftliche Abschlussprüfung

Planen Sie für die Exkursionen längere Anfahrtswege und Zusatzkosten von etwa 20 € ein.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht je nach gewählter Variante einem oder zwei ECTS-Punkten.

6 | Partizipation

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Partizipation - Ohne Akzeptanz ist alles nichts ...

Dipl.-Ing. Uwe Hitschfeld

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Die Umgehungsstraße, der Windpark oder der Bahnhof – mit dem Gesetz in der einen Hand und dem rechtmäßigen Beschluss in der anderen Hand gingen Bauherr, Architekt und Ingenieur bis vor kurzem ans Werk. Einwände können ganz geregelt im Planfeststellungsverfahren vorgebracht werden.

Doch solche Projekte können trotz aller Rechtssicherheit scheitern, wenn die Akzeptanz fehlt. Denn seit den Protesten und der Schlichtung zu Stuttgart21 hat sich die Situation grundlegend gewandelt. Die Bürger fordern zusätzliche Möglichkeiten der Partizipation. Und so nehmen immer mehr Gruppen der Gesellschaft Einfluss auf Vorbereitung, Entscheidung und Durchführung von Projekten. Dies betrifft sowohl die sogenannten Großprojekte, Infrastrukturprojekte mit überregionaler Bedeutung, aber auch kleine, lokale und regionale Vorhaben. Unternehmen, Politik, öffentliche Verwaltungen, aber auch Bürgerinnen und Bürger stellt dies vor neue Herausforderungen.

Akzeptanz ist von allen Seiten gefordert und meint keinesfalls nur das Herstellen von Zustimmung für unliebsame Projekte durch Reden und Argumentieren. Auch um den Umgang mit Ablehnung und Widerständen muss gerungen werden. Dialogprozesse und Bürgerbeteiligung müssen deshalb selbstverständlicher Teil der Planung und Realisierung von Projekten und von Beginn an mitgedacht werden.

Der Kurs vermittelt anhand von zahlreichen Beispielen, wie etwa dem Ausbau der Energienetze, dem Ausbau erneuerbarer Energien im Zuge der Energiewende, der Reduzierung von Verkehrslärm oder Stadtentwicklungsprojekten Zusammenhänge, Basiswissen und Basisfertigkeiten im Bereich gesellschaftlicher Akzeptanz von Projekten. Die Studierenden erarbeiten und diskutieren dabei selbständig in Gruppen ein Fallbeispiel. Eine aktive Teilnahme am Seminar wird daher vorausgesetzt!

Form

Seminar mit praktischen Übungen

Termine

Mi, 11.04.2018 13:45 - 18:45 | Mi, 18.04.2018 13:45 - 18:45
Mi, 25.04.2018 13:45 - 18:45 | Do, 03.05.2018 15:30 - 18:45

Ort

Mi. Gu114, Do. Li125*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

Literatur

Bentele u.a. (Hg.): Akzeptanz in der Medien- und Protestgesellschaft, Springer VS, 2014

Info

Uwe Hitschfeld ist Geschäftsführer des Hitschfeld Büro für strategische Beratung GmbH, zuvor war er Leiter des Oberbürgermeister-Stabs der Stadt Leipzig.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.

7 | (Wie) sind Konflikte lösbar?

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(Wie) sind Konflikte lösbar?

Marie-Luise Rieger

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Konflikte sind allgegenwärtig – zwischen Nationen und Religionen; in Familien, Freundschaften und Partnerschaften. Überall ist man schnell dabei, von einem Konflikt zu sprechen.

Doch was ist überhaupt ein Konflikt und warum sind Konflikte für die meisten von uns etwas Negatives, was am liebsten unter den Teppich gekehrt wird? Welche unterschiedlichen Konfliktarten und -typen gibt es, welche Konflikte sind lösbar, welche nicht? Was kann man tun, um Konflikte möglichst frühzeitig zu erkennen und etwas zu deren Lösung beizutragen?

Anhand einer Vielzahl von Beispielen aus dem Arbeiten, Leben und dem Weltgeschehen werden im Seminar typische Konflikte näher unter die Lupe genommen. Praxisnah und beteiligungsorientiert lernen Sie Ursachen, Formen und Lösungsmöglichkeiten von Konflikten kennen und werden erkennen, dass nicht die Durchsetzung von festgefahrenen Positionen, sondern die Wahrung der Interessen und Bedürfnisse der Schlüssel zur Lösung von Konflikten ist. Außerdem lernen Sie eine einfache Methode kennen, mit der schwierige Konflikte lösbar sind und wenden diese an, um Ihre eigenen Konfliktlösungskompetenzen zu erweitern.

Form

zwei Wochenendseminare und ein Auswertungstermin (Fallmodul)

Termine

Fr, 27.04.2018 15:00 - 18:15 | Sa, 28.04.2018 10:00 - 17:30
Fr, 04.05.2018 15:00 - 18:15 | Sa, 05.05.2018 10:00 - 17:30
Mi, 30.05.2018 13:30 - 19:00 |

Ort

Die Seminare finden bei der ZAROF. GmbH, Moschelesstr. 7, 04109 Leipzig, statt
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

14

Literatur

Glasl: Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater; Freies Geistesleben

Schwarz:Konfliktmanagement; Gabler Verlag

Fisher; Ury; Patton: Das Harvard Konzept; Campus Verlag

Jiranek; Edmüller: Konfliktmanagement; Jokers Edition

Altmann; Fiebiger; Müller: Mediation:Konfliktmanagement für moderne Unternehmen; BELTZ Weiterbildung

Info

Marie Luise Rieger ist geschäftsführende Gesellschafterin der ZAROF. Akademie und Mitarbeiterin der ZAROF GmbH und u.a. als Konfliktvermittlerin sowie im Konfliktcoaching tätig.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt. Bei überdurchschnittlichem Engagement kann ein Aufwand von zwei ECTS-Punkten bescheinigt werden.

8 | Das Böse

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Das Böse - Eine kleine Geschichte des Horrorfilms

Dr. Johannes Schade

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Horrorfilme erzählen seit der Frühzeit des Kinos Geschichten über die Faszination des Bösen, über Monster in uns und Monster in der Welt, über unkontrollierbare Gewalt und die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers. In diesem Seminar werden wir eine kleine Zeitreise durch die Geschichte des Genres unternehmen und unsere Aufmerksamkeit auf die Transformation von Erzähl- und Darstellungsweisen des Bösen richten. Ausserdem werden wir nach den Gründen für die Lust an der Angst fragen und am Beispiel des Horrorfilms auch allgemein über Genretheorie nachdenken. Unsere Filmbeispiele reichen von Murnaus Stummfilmklassiker Nosferatu (1922) über Hitchcocks Psycho (1960), John Carpenters The Thing (1982) bis zum spielerischen Meta-Horror von Cabin in the Woods (2011). Alle Filme werden im Original mit Untertiteln gezeigt. Jede 4-stündige Sitzung besteht aus einer Einführung, einem gemeinsamen Screening und reichlich Zeit zur Diskussion.

Form

Seminar

Termine

Fr, 13.04.2018 15:30 - 18:45 | Sa, 14.04.2018 11:00 - 15:00
Fr, 25.05.2018 15:30 - 18:45 | Sa, 26.05.2018 11:00 - 15:00
Fr, 15.06.2018 15:30 - 18:45 | Sa, 16.06.2018 11:00 - 15:00

Ort

MZ102 (Medienzentrum, Gustav-Freytag-Straße 40a, 04277 Leipzig)
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

25

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.

9 | Kunstszene Leipzig

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Kunstszene Leipzig - Kunst als Lebensgefühl, Berufung oder Beruf?

Prof. Dipl.-Kfm. Dipl.-Oec. Friedrich Figge

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Leipzig ist als „Kunststadt“ nicht nur durch die Neue Leipziger Schule international bekannt. Galerien, Museen und viele, größtenteils unbekannte Künstler prägen eine kreative Atmosphäre. Das Seminar soll einen Einblick in und Kontakt zu verschiedenen Teilnehmern der Kunstszene der Bildenden Künste von der Malerei bis zu Videoinstallationen oder Body Art der Postmoderne geben. Dabei soll ein Diskurs u. a. zu folgenden Fragen geführt werden.

1. Was sehen, empfinden und interpretieren wir?
2. Wieso ist das Kunst und was macht sie mit uns?
3. Was bewegt die Künstler, Sammler, Galeristen – besonders in Leipzig?
4. Eigene Reflexion zum Thema Kunst, u.a.: Welche Berührungspunkte mit Kunst gibt es in meinem Leben und mit meiner Identität?

Nach einem Einführungstermin sind Exkursionen in Leipzig beispielsweise zu Museen, Galerien, Hochschulen oder Ateliers einschließlich Diskussionen mit Kuratoren Künstlern, Sammlern oder Mäzenen geplant.

Form

Seminar mit Exkursionen

Termine

Mi, 11.04.2018 14:00 - 15:30 | Sa, 14.04.2018 09:30 - 13:30
Mi, 18.04.2018 16:00 - 20:30 | Sa, 21.04.2018 10:30 - 13:30
Mi, 25.04.2018 14:30 - 18:30 | Sa, 28.04.2018 09:30 - 13:30

Ort

Li307*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

16

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Für die Exkursion in die Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) wird ein Unkostenbeitrag von 4€ pro Teilnehmer erhoben.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

10 | Konflikte international

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Konflikte international - Medienberichterstattung im Ländervergleich

Prof. Dipl.-Kfm. Dipl.-Oec. Friedrich Figge

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Durch die internationale Erreichbarkeit von Medien können wir Nachrichten aus der ganzen Welt ´just-in-time` und überall wahrnehmen. Gleichzeitig behält jedes Land und jede Kultur ihre spezifische Sichtweise.

Wir werden im Seminar am Beispiel der Berichterstattung zur italienischen Parlamentswahl vom 04. März durch Analyse eines deutschen und eines ausländischen Zeitungsartikels herausfinden, wo länderspezifische Tendenzen in Berichtserstattungsweise und -inhalt liegen. Dabei werden wir ein Konzept zur Medienanalyse anwenden und die Ergebnisse vergleichen. Weiterhin wird in jeder Sitzung ein aktuelles Thema anhand Blogs, Tweets, Fernseh- oder Videoberichterstattung diskutiert.

Das Seminar richtet sich an alle Studierenden. Fremdsprachenkenntnisse sind keine Voraussetzung, aber hilfreich. Je nach Sprachkenntnissen der Teilnehmer(innen) kann jedes Land der Welt berücksichtigt werden.

Recherche, Analyse und Zusammenfassung sowie Ländervergleiche und eine Gesamtanalyse durch den gesamten Kurs sollen im Seminar erfolgen. Weiterhin sind Besuche bei oder Diskussionen mit Experten bspw. bei der LVZ und/oder dem ECPMF (European Center for Press and Media Freedom) beabsichtigt.

Short Summary for foreign students

International media-analyses of a recent and important topic like the election in Italy on March 04 in national and international newspapers, websites or blogs. You will compare two articles using a concept of media analysis. We will be working in the seminar in small groups. Also we will discuss current subjects based on broadcasts, blogs or websites at every meeting. You will get 1 ECTS just for working in the seminar and attendance. You will receive 2 ECTS if you compare the results of two countries and present it or a similar task. Speaking and writing can be done both in Englisch or German. Foreign students i. ex. from the Erasmus program are more than welcome!

Form

Abend- und Samstagsseminar mit Recherche, Analyse und deren Zusammenfassung; Seminarsprachen Deutsch und Englisch

Termine

Mi, 30.05.2018 14:00 - 18:30 | Sa, 02.06.2018 09:30 - 14:00
Mi, 06.06.2018 14:00 - 18:30 | Sa, 09.06.2018 09:30 - 14:00
Sa, 16.06.2018 09:30 - 14:00 |

Ort

Li307*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

16

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

11 | 20th Century Europe

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20th Century Europe - waiting for the barbarians or a brave new world?

Dr. John Flanagan

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A common lament in the USSR was: ‘the future is known, but the past keeps changing’ and in the decade following the collapse of the Soviet Union and the emergence of the former satellite states into a more democratic world, this aphorism seemed to hold true. However, from our present standpoint in the new century, the future has never seemed less certain, whilst the immediate past – the twentieth century – is not so much in danger of being forgotten, but of either being remembered mistakenly or else celebrated for the wrong reasons.

This programme will encourage students to engage with the history of the twentieth century, not in terms of national viewpoints, but rather as a heritage shared across Europe; it will involve learners examining the past in both chronological and thematic focus; and above all it will require that participants think about the past not only as a lost world, but also as recent station in the journey that humankind is embarked upon.

Form

wöchentliche Vorlesung

Termine

Mittwochs 13:45 - 15:15 Uhr, ab 11.04.18 (13 Termine)

Ort

F306*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt. Bei überdurchschnittlichem Engagement kann ein Aufwand von zwei ECTS-Punkten bescheinigt werden.

12 | Bis auf den Grund

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Bis auf den Grund - Von Wissen und Meinung

Frank Martin

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Goethes Diktum, die Kirchengeschichte sei ein Mischmasch aus Irrtum und Gewalt, ließe sich mit Recht auch (und nicht nur) auf die Wissenschaftsgeschichte anwenden. Die Überzeugung, die Wahrheit gefunden zu haben oder zumindest auf dem richtigen Weg zu sein, hat nicht nur zu vielen und wichtigen Fortschritten geholfen. Sie hat auch viele Opfer gefordert. Die ganze Entwicklung der Wissenschaftsgeschichte wurde und wird jedoch von kritischen und skeptischen Stimmen begleitet: Was ist Wissen überhaupt? Was können wir wissen? Wie kommen wir zu (Er)Kenntnissen? Und welche Konsequenzen können wir daraus ziehen? In dem Seminar begeben wir uns auf eine Reise durch die Geschichte der Erkenntnistheorie. Wir lesen Texte unter anderem von Platon, Descartes, Wittgenstein, Popper, Feyerabend. Wir versuchen zu ergründen, was Wissen mit Glauben zu tun hat, was Wissen, was Glaube ist und bedenken den Unterschied zwischen Orientierungswissen und Verfügungswissen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, dafür die Bereitschaft, sich auf philosophische Fragen einzulassen und großen Denkern nachzudenken.

Form

Wöchentliches Seminar

Termine

Mittwochs, 13:45 - 15:15 Uhr, ab 11.04.2018 (13 Termine)

Ort

Li203*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

Info

Frank Martin ist Studentenpfarrer der Evangelischen Studentengemeinde in Leipzig.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

13 | Neue Rechte - alte Hetze?

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Neue Rechte - alte Hetze? - Neonazismus und Neue Rechte in Sachsen

Robert Großpietsch

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Sie nennen sich `konservative Revolutionäre` und `Identitäre` und pflegen beste Kontakte zur Alternative für Deutschland (AfD): Die Vertreter der `Neuen Rechten` sind auf dem Vormarsch. Viele Jahre waren ihre Vertreter und Vordenker bedeutungslos, doch im Zuge der Wahlerfolge der AfD und des Zulaufs für PEGIDA haben sie zweifelsohne an politischem Einfluss gewonnen. Obwohl parallel dazu organisierte Neonazis wie NPD und Autonome Nationalisten zunehmend marginalisiert wurden, wird angesichts der Neuen Rechten vor der Wiederkehr der Vergangenheit in Deutschland gewarnt. Doch wie berechtigt ist dieser Alarmismus? Oft wird es sich bei der Einordnung von PEGIDA, Identitärer Bewegung und AfD zu leicht gemacht. Zwar vertreten sie vehemente Positionen gegen Einwanderung und den Islam in Deutschland, bekennen sich zu Konzepten ethnisch-territorialerer Homogenität, wollen den Parlamentarismus in Deutschland durch Elemente direkter Demokratie und autoritärer Herrschaft verändern und rufen zur Abkehr von einer kritischen Geschichtsaufarbeitung auf; doch gleichzeitig unterscheiden sich einige zentrale Positionen der Neuen Rechten von sozialrevolutionären Versuchen neonazistischer Organisationen, einen nationalen Sozialismus zu verwirklichen.

Im Seminar wird deshalb danach gefragt, ob und inwiefern es sich bei programmatischen Elementen der Neuen Rechten um Neonazismus handelt. Zudem werden die Ursachen des rechten Erfolgs und die Angemessenheit der öffentlichen Kritik an der Neuen Rechten diskutiert. Anhand von Programmen, Propaganda und Symbolik werden verschiedene Themenfelder wie Zugehörigkeit, Sozialpolitik und politische Ordnung analysiert und sachlich treffende Kriterien einer politischen Kritik rekonstruiert.

Das Seminar besteht aus Vortagsbestandteilen, Medienanalyse, offener Diskussion und Formen der Gruppen- und Textarbeit. Voraussetzung für eine Teilnahmebestätigung ist die regelmäßige Teilnahme und die Bereitschaft zur Übernahme von Lese- und Präsentationsaufgaben.

Form

Zwei Wochenendseminare

Termine

Fr, 25.05.2018 12:45 - 19:45 | Sa, 26.05.2018 10:00 - 18:00
Fr, 01.06.2018 12:45 - 19:45 | Sa, 02.06.2018 10:00 - 18:00

Ort

siehe Online-Programm oder Raumplanung*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

Info

Dieses Seminar wird in Zusammenarbeit mit dem Verein für demokratische Bildung e.V. angeboten und gefördert durch das Landesprogramm weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

14 | Haltung

14

Haltung - Eine philosophisch-praktische Expedition

Dr. phil. Jirko Krauß

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Ein Kurs zur Haltung? Was soll damit gemeint sein, etwa die Körperhaltung, unsere Einstellung zu bestimmten Dingen oder gar etwas Ethisches? Haltung ist ein komplexes Phänomen mit vielen Aspekten und es lohnt sich aufgrund seiner zentralen und alltäglichen Bedeutung für jeden Einzelnen, sich ausführlicher damit zu beschäftigen – zeigt es doch ebenfalls auf, wer man selbst ist und vermag es vorzugeben, wer bzw. wie man selbst sein möchte.

Neben einer Einführung in die grundlegenden philosophisch-psychologischen Denkmodelle ist der Kurs vor allem auf praktisches Tun angelegt und enthält moderne Methoden aus dem Trainings- und Coachingbereich. Er möchte Sie dabei unterstützen, mit sich selbst, den Mitmenschen, dem Studium und anderen Dingen besser umzugehen.

Dieser Kurs besteht aus einem einführenden Seminarblock und weiteren wöchentlichen Terminen, zu denen Haltung als aktives, kreatives und gestaltendes Vermögen gemeinsam diskutiert und geübt werden soll. Der Kurs ermöglicht ein erstes Anstoßen von persönlichen Veränderungsprozessen und damit den Weg für eine dauerhafte leibliche Verankerung von neuen Denk-, Gefühls und Verhaltensmustern. Haltung ist am Ende immer auch ein Einüben und je früher man damit anfängt, desto größer ist der Effekt.

Auch wenn Haltung zunächst etwas altbacken klingen mag, eröffnet das Einlassen auf diese Thematik vielleicht ungeahnte Horizonte. Denn dahinter verbirgt sich weniger ein aus der Mode gekommener Begriff, als vielmehr eine der vielleicht interessantesten Ideen der Philosophiegeschichte, nämlich das bei Aristoteles diskutierte Konzept der hexis, aus dem sich wesentliche Aspekte für unsere heutige Zeit übertragen lassen. Denn die Frage, was ein gutes Leben ist und wie man dieses selbst aktiv mitgestalten kann, ist immer aktuell.

Form

wöchentliches Seminar

Termine

Fr, 20.04.2018 16:00 - 19:45 | Sa, 21.04.2018 09:30 - 14:45
Mi, 09.05.2018 13:45 - 16:00 | Mi, 16.05.2018 13:45 - 16:00
Mi, 23.05.2018 13:45 - 16:00 | Mi, 30.05.2018 13:45 - 16:00
Mi, 06.06.2018 13:45 - 16:00 | Mi, 13.06.2018 13:45 - 16:00
Mi, 20.06.2018 13:45 - 16:00 |

Ort

Einführungsseminar in G331, danach Gu111*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

18

Info

Dr. Jirko Krauß ist praktischer Philosoph, mediativer Sparringspartner, Coach und Dozent. Seine thematischen Schwerpunkte liegen im Konfliktkontext, in der Lebensphilosophie und Ethik (u.a. Unternehmensethik) sowie der Gesellschaftsphilosophie.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.

15 | Culture Lab

15

Culture Lab - Kulturen verstehen und interkulturell agieren

Anke Fleckenstein M.A.

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Intercultural communication is a widely recognized academic and practical field that draws heavily from anthropology, psychology, communication theory, sociology and organizational management. In a world that is tightly interconnected via globalized business, tourism and the social media buzz, possessing such soft-skills as intercultural competence and cultural intelligence has become indispensable for graduates positioning themselves on the global job market.

In this course, we will explore the origins of intercultural communication, discuss the potential and reasons of intercultural miscommunication, as well as find possible solutions and strategies to keep communication channels open and intercultural interaction productive and fun.

After a series of sessions filled with theoretical input, heated debates, practical exercises and eye-opening insights, you will have changed your perspective on some unshakable `truths`, discovered new concepts and shared some unique stories and bursts of laughter.

Most of the seminar will be held in English. Some texts, audio/visual clips are in German.

Interkulturelle Kommunikation hat in den letzten Jahrzehnten in den Bereichen Wirtschaft, Politik, aber auch in der akademischen Welt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das interdisziplinäre Feld führt hierbei Forschungsergebnisse aus Anthropologie, Psychologie, Kommunikationstheorie, Soziologie und Organisationsmanagement zusammen. Inzwischen ist interkulturelles Training ein unerlässlicher Sozialkompetenz-Baustein für Mitarbeiter/innen internationaler Firmen ebenso wie für Hochschulabsolventen.

Das Seminar beinhaltet sowohl die theoretische Auseinandersetzung mit Kultur- und Kommunikationskonzepten, als auch das praktische Erfahrungslernen anhand von Fallstudien, Diskussionen und Übungen. Am Ende steht ein besseres Verständnis eines manchmal komplexen Bereichs des menschlichen Miteinanders und der Ausbau interkultureller Kompetenz.

Form

Seminar

Termine

Mittwochs, 13:45 - 15:15 / 16:00 Uhr,

ab 11.04.2018 (12 Termine)

Ort

G438*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

!

Der Großteil des Seminars wird in englischer Sprache gehalten. Ein zweiter ECTS-Punkt wird bescheinigt, wenn eine als ausreichend bewertete Studienleistung erbracht wurde (Präsentation, mediales Produkt, Texte). Diese ist zu Beginn der Veranstaltung mit der Dozentin zu vereinbaren.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt. Bei überdurchschnittlichem Engagement kann ein Aufwand von zwei ECTS-Punkten bescheinigt werden.

16 | Körperwürde

16

Körperwürde - Über Menschenwürde, Naturrechte und Rechte des Körpers

Dr. Konstanze Caysa

1

Das menschliche Leben wird mehr und mehr einer totalen Ökonomisierung unterworfen, alle Prozesse darin sollen möglichst produktiv und effektiv sein, reibungslos funktionieren, sich in messbare Daten verwandeln lassen. Der menschliche Körper wird selbst zum Gegenstand, der immer weiter optimiert werden kann. Was bisher die uns umgebende Natur betraf - dass sie gnadenlos ausgebeutet wird - betrifft nun den menschlichen Körper selbst: die Natur des Menschen, seine innere Natur - seinen Leib, seine Seele.

Im Seminar soll der Frage nachgegangen werden, ob nicht dem Körper an sich Rechte zugesprochen werden müssten und wenn ja, dann welche. Hat er beispielsweise ein Recht auf Rausch? Hat der Körper ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung? Was bedeutet es, verantwortungsvoll mit ihm umzugehen? Was ist Körperfairness im Sinne von Körpergerechtigkeit? Wenn man von ‚Rechten des Körpers‘ sprechen kann, müsste man diese dann nicht gleichzeitig als unverzichtbaren Teil der Menschenrechte und damit der Würde des Menschen selbst verstehen?

Form

Seminar

Termine

Mittwochs, 15:00 - 16:30 Uhr, ab 11.04.2018 (13 Termine)

Ort

G238*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.

17 | Was ist Recht?

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Was ist Recht? - Juristische und ethische Argumente

Rechtsanwalt Ralf Vogt, Prof. Dr. rer. nat. Klaus Bastian

1

In diesem Seminar wollen wir mit den Studierenden der Frage „Was ist Recht?“ nachgehen.

Viele fragen sich manchmal verzweifelt: Wie denken Juristen? Worum und warum streiten sie? Wie können sie Positionen beziehen, von denen man annehmen kann, dass sie objektiv nicht richtig sein können? Generell erscheint vielen das Rechtssystem und die ihm innewohnende Bürokratie uneinsichtig.

Im Seminar wollen wir uns aus verschiedenen Richtungen der Antwort auf die gestellte Frage nähern. Ziel ist, nach diesem Seminar zumindest dieser Frage gegenüber nicht mehr hilflos reagieren zu müssen. Streitpunkte könnten sein: Gibt es Gerechtigkeit? Ist Recht selbstverständlich? Warum klaffen manchmal „gesundes“ Rechtsempfinden und Urteile auseinander? Wie entwickelt sich Recht? Kann es Recht ohne Rechtssicherheit geben? War die DDR ein „Unrechtsstaat“? Kennt jede Kultur Recht? Was ist Ethik? Braucht man überhaupt Ethik (ist sie vielleicht sogar lästig)? Wie legt man Gesetze aus? Wo stecken die Probleme im Detail?

Form

Ein Wochenendseminar mit Vorbesprechung und Besuch im Museum der „Runden Ecke“ zum Thema „Unrechtsstaat DDR?“

Termine

Do, 03.05.2018 19:00 - 20:30 | Fr, 04.05.2018 17:15 - 21:30
Sa, 05.05.2018 08:45 - 18:00 | So, 06.05.2018 08:45 - 13:00

Die Termine haben sich gegenüber einer früheren Fassung verschoben.

Ort

Li210, Li211*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

20

!

Am 04.05.18 findet der Museumsbesuch statt, daher wird es später am Abend. Stellen Sie sich bitte darauf ein.

ECTS

Der Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.

18 | Projekt- und Eventmanagement in der Gesundheitsförderung

18

Projekt- und Eventmanagement in der Gesundheitsförderung - Organisation, Kommunikation, Teamarbeit

Andy Schönbeck

2

Die Arbeitswelt ist heute vielfältigen Veränderungen ausgesetzt. Gesundheit ist in aller Munde und das Thema ein stetig wachsender Trend. Auf die Frage, warum und wie wir den neuen Arbeitsbelastungen bzw. Veränderungen begegnen können, wollen wir im Seminar Antworten erarbeiten.

Gemeinsam analysieren wir den aktuellen Stand und die Entwicklungen in der Gesundheitsförderung. Anschließend wollen wir dieses Wissen anwenden und daraus ein Hochschulevent unter der Überschrift Gesundheit entwickeln. Für die entwickelten Ziele benötigen wir ein geschicktes Management. Verschiedenen Ziele, Erfahrungen und Forschungsergebnisse gilt es mit den Anliegen der Hochschulmitglieder zu verknüpfen.

Das Seminar vermittelt theoretische Grundlagen der Gesundheitsförderung sowie die praktische Umsetzung von Maßnahmen.

Form

Seminartermine, Planungszeit nach Absprache, Konsultation, praktische Durchführung von Events in Teamarbeit

Termine

Mittwochs 13:45 - 17:00 Uhr, ab 18.04.2018


Seminar: 18.04.18, 25.04.18, 02.05.18, 09.05.18, 16.05.18

23.05. - 27.06.18 Planungszeit unter Anleitung, Durchführung verschiedener Veranstaltungen in Kleingruppen

20.06.18 Event zum Thema Stressbewältigung

04.07.18 Auswertung des Seminars

Ort

Li113*
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

15

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht zwei ECTS-Punkten.

19 | Exkursion Wie wir wurden, wer wir sind

19

Wie wir wurden, wer wir sind - Auf Entdeckungsfahrt nach Brüssel

Dr. phil. Thomas Kirstein

1

2

In den täglichen Nachrichten erhält die Stadt Brüssel beinahe Personencharakter: Brüssel kritisiert, Brüssel droht, Brüssel entscheidet. Natürlich weiß jeder Nachrichtenkonsument, dass die Europäische Union sowie die NATO jeweils ihren Hauptsitz in Brüssel haben und jene Entscheidungen, Drohungen oder Kritiken ihren Ausgang in diesen Einrichtungen nehmen. Und sonst? Warum haben sich die Institutionen der EU ausgerechnet in der Hauptstadt dieses kleinen Landes angesiedelt? Welche Bedeutung hat Brüssel für die europäische Geschichte und Kultur? Und wie passt das eigentlich zusammen, dass das Herz der (institutionalisierten) Demokratie inmitten einer Monarchie schlägt?

Wir begeben uns auf Identitätssuche, der eigenen und der fremden, der politischen, historischen und kulturellen Identität. Wer sind „wir Europäer”? Dabei werden wir möglicherweise finden, was ABBA und Napoleon vereint, dass es „das Brüssel” gar nicht gibt und dass belgische Süßigkeiten vielleicht die besten in ganz Europa sind.

Form

Exkursion über fünf Tage

Termine

Vorbesprechung am 09.05.2018, 15:30 Uhr

Exkursion: 30.08. - 04.09.2018

In einer vorherigen Fassung war ein anderer Termin benannt.

Ort

siehe Online-Programm oder Raumplanung* (Vorbesprechung)
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

12

Info

Die Exkursion wird in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

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Für die Teilnahme an der Fahrt ist die Anwesenheit bei der Vorbesprechung obligatorisch.

Für Anreise, Unterkunft/Frühstück und Eintritte entstehen Kosten i. H. v. etwa. 300€, Verpflegung ist nicht enthalten.

ECTSDer Arbeitsaufwand ohne Übernahme eines Referates entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein Referat übernommen wird.

20 | Exkursion Deutsches Museum München

20

Exkursion Deutsches Museum München

Dr. phil. Thomas Kirstein

1

2

Das Deutsche Museum in München ist das größte Technikmuseum der Welt. Es präsentiert die technische Entwicklung von der Frühzeit des Menschen bis in die Gegenwart. Die Exkursion gibt einen Überblick über die Geschichte der Technik und betrachtet zugleich Zusammenhänge zwischen technischem Fortschritt und sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen. Im Museum steht die gemeinsame Besichtigung im Mittelpunkt. Dabei werden unter anderem Verkehr und Globalisierung, die Ursprünge der modernen Industrieproduktion oder des heutigen Wohlstandes thematisiert. Darüber hinaus verbleibt jedem Teilnehmer genügend Zeit, ggf. nicht berücksichtigte Ausstellungsbereiche seines speziellen Interesses selbständig zu besuchen. Eine gemeinsame Stadtbesichtigung, Abendessen im Biergarten (fakultativ) und etwas Freizeit zur eigenen Erkundung Münchens runden das Exkursionsprogramm ab.

Form

Exkursion über vier Tage

Termine

Vorbesprechung:09.05.2018, 13:45 Uhr

Exkursion: 14. - 17.08.2018
(In der gedruckten Fassung steht fälschlich 14. - 07.08.2018)

Ort

siehe Online-Programm oder Raumplanung* (Vorbesprechung)
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

22

Info

Für die Übernachtung und Frühstück fallen Kosten i.H.v. ca. 110,- Euro pro Person an.
Die Anreise ist selbst zu organisieren.

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Für die Teilnahme an der Fahrt ist die Anwesenheit bei der Vorbesprechung obligatorisch.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt. Ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten wird bescheinigt, wenn ein qualifiziertes Referat übernommen wird.

50 | Studentische Selbstverwaltung

50

Studentische Selbstverwaltung - Anerkennung von Engagement in StuRa und Fachschaft

Dr. rer. nat. Martin Schubert

2

Eine engagierte Tätigkeit in der studentischen Selbstverwaltung der HTWK Leipzig bietet Einblicke in die Hochschulpolitik, in Meinungsbildungs- und Kommunikationsprozesse. Die aktive Teilhabe und die Gestaltung demokratischer Verfahren fördern die Entwicklung von sozialer, ethischer und kultureller Kompetenz.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist daher die Anerkennung als Studium-generale-Leistung möglich:

  • Mindestens einjährige Mitgliedschaft in einem Fachschaftsrat oder im Studentenrat der HTWK Leipzig;
  • Die Tätigkeit während der Mitgliedschaft soll mindestens 20 Stunden pro Monat betragen;
  • Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen des Fachschaftsrates bzw. Studentenrates;
  • Engagement bei der Tätigkeit im Fachschaftsrat bzw. Studentenrat, so beispielsweise Bekleidung eines Amtes und die Teilnahme an Arbeitskreisen.

Die Tätigkeiten müssen geeignet sein, die in der gemeinsamen Präambel der sächsischen Hochschulen für das Studium generale bennanten Lernziele zu erreichen.

Form

Mitgliedschaft in Fachschaftsrat oder Studierendenrat sowie Anfertigung eines abschließenden Reflexionsberichtes.

Eine Anmeldung über OPAL ist nicht erforderlich. Die Anerkennung erfolgt nach Eingang und Prüfung der Amtsträgerbescheinigung und des Reflexionsberichts.

Info

Die erforderliche Amtssträgerbescheinigung wird ausschließlich vom Studierendenrat ausgestellt.

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Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

ECTSEs wird ein Arbeitsaufwand von zwei ECTS-Punkten anerkannt.

99 | Nietzsche now!

99

Nietzsche now! Von der Brisanz des Denkens - Studium universale der Universität Leipzig

Öffentliche Ringvorlesung

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Er ist der Philosoph mit dem Hammer, denkendes Dynamit, gar „das größte Ausstrahlungsphänomen der Geistesgeschichte“: Friedrich Nietzsche. Sein Werk, ein Zitate-Supermarkt einprägsamer Sentenzen, die oftmals sprichwörtlich geworden sind. Inspiriert vom sprachgewaltigen Aphorismenschmied sind Künstler, darunter Nobelpreisträger, Intellektuelle ersten Ranges, genau wie Extremisten, Mörder, neue Rechte und extreme Linke, philosophische Orgiasten und fröhliche Wissenschaftler. Wahrscheinlich gibt es einen Nietzsche für Jedermann und seine „Autorität“ wird auch heute ungebrochen für die Stützung der unterschiedlichsten Diskurse vereinnahmt. In einem Moment politischer Radikalisierung ist es Zeit, Nietzsches Widersprüchlichkeit und intellektuelle Aggressivität erneut in den Blick zu nehmen.

Form

Wöchentliche Vorlesung

Termine

Mittwochs, 19:00 - 20:30

Ort

Universität Leipzig, Hörsaal 1 (Universitätsstraße)
* geplanter Veranstaltungsort. [Aktuelle Raumplanung]

Teilnehmer

30

Info

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite der Universität Leipzig http://www.uni-leipzig.de/studium/weiterbildung/studium-universale/aktuelles-programm.html

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Um am Studium universale teilzunehmen, ist für HTWK-Studenten eine Anmeldung über OPAL notwendig. Bitte bringen Sie die Unterschriftenliste mit zur Veranstaltung.

ECTSDer Arbeitsaufwand entspricht einem ECTS-Punkt.