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Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung im Museum

Akademischer Grad:Master of Arts, Abkürzung M.A.
Englische Bezeichnung:Museum education – Master of Arts
Ordnungen:Studien- und Prüfungsordnung 
Zulassungsbeschränkung:Mindestteilnahmezahl erforderlich, maximal 20 Studierende
Studienbeginn:Sommersemester (Studienstart erstmals zum Sommersemester 2017) / Bewerbung ab 1. Dezember
Zugangsvoraussetzung:abgeschlossenes Hochschulstudium, das mindestens 180 Leistungspunkte (ECTS) entspricht;
berufspraktische Erfahrungen (von in der Regel einem Jahr)
Regelstudienzeit:4 Semester
Studiengebühr:Dieser weiterbildende Masterstudiengang ist kostenpflichtig. Bitte lassen Sie sich zu Stipendien- und Förderprogrammen beraten!
Fakultät:Fakultät Medien
Weitere Informationen:

Studiengangsflyer (PDF - Download)

Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten

Die Bildungs- und Vermittlungsarbeit in Museen verändert sich tiefgreifend, denn sie steht aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Veränderungen in einem dynamischen Entwicklungsprozess, der dringend entsprechend qualifizierte Fachkräfte benötigt. Dieser Dynamik trägt die HTWK Leipzig, Fakultät Medien, Rechnung und hat in Kooperation mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V. und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel den weiterbildenden (auch berufsbegleitend möglichen) Masterstudiengang „Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung im Museum“ eingerichtet.

Grundlage aller Bildungs- und Vermittlungsarbeit im Museum ist der Paradigmenwechsel zur Besucherorientierung: Der Masterstudiengang Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung im Museum befähigt Sie dazu, entsprechende Kompetenzen zu erwerben, um diese Herausforderung(en) professionell und konstruktiv anzunehmen und kreative Lösungen der Zukunft zu entwickeln. Theoretische Fundierung ist ebenso wichtig wie Methodenkenntnis. Im Zentrum steht das Initiieren des Dialoges – zwischen den Menschen und den Dingen wie Inhalten, die sich mit ihnen verbinden.

Studieninhalt/Schwerpunkte:

Das Curriculum ist in folgende Schwerpunkte gegliedert:

  • Vermittlung museologischer und pädagogischer Kompetenzen: Aufbaumodul Museologie – Zwischen Theorie und Praxis; Aufbaumodul Pädagogik; Museum als Bildungsinstitution: Geschichte, Gegenwart und Zukunft; Aufgaben der Museumspädagogik

Das Curriculum ist in folgende Schwerpunkte gegliedert:

  • Vermittlung museologischer und pädagogischer Kompetenzen: Aufbaumodul Museologie – Zwischen Theorie und Praxis; Aufbaumodul Pädagogik; Museum als Bildungsinstitution: Geschichte, Gegenwart und Zukunft; Aufgaben der Museumspädagogik

Zu den Studieninhalten im Einzelnen

Modul „Aufbaumodul Museologie – zwischen Theorie und Praxis“ (1. Semester)

  • Museumsdefinition und Museumsgattungen
  • Museumstheorien und museumsethische Fragen
  • Theorien der Geschichte und der Strategien des Sammelns von Objekten sowie der Objekt-Mensch-Beziehungen 
  • Systematisierung von Kulturgütern 
  • Museologische Funktionen und Arbeitsschritte der Dokumentation vom Zugang der Objekte bis zur wissenschaftlichen Erschließung
  • Möglichkeiten des IT-gestützten Sammlungsmanagements
  • Erfordernisse des Bewahrens von Sammlungsgütern, Grundprobleme des Konservierens und Magazinierens
  • Berufsfelder und Berufsverbände
  • Möglichkeiten modernen Forschens im Museumsbereich: Bild- und Literaturdatenbanken

Modul „Aufbaumodul Pädagogik“ (1. Semester) 

  • Anthropologische und gesellschaftliche Voraussetzungen von Pädagogik
  • Grundbegriffe der Pädagogik: Erziehung, Bildung und Sozialisation, Erziehungsziele und Erziehungsmittel
  • Entwicklungsmodelle und Entwicklungsförderung 
  • Konzept des Lebenslangen Lernens 
  • Arbeitsfelder und Zielgruppen innerhalb der Pädagogik 
  • Theorien über Lernprozesse und -erfahrungen im Museum 
  • Lerntypenanalyse 
  • Methoden der Selbstreflexion

Modul „Museum als Bildungsinstitution: Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ (1. Semester) 

  • Historischer Überblick zur Entwicklung der Museumspädagogik seit dem 19. Jahrhundert und des Museums als Bildungsinstitution
  • Konzepte der Besucherorientierung 
  • Audience Development
  • Museum als sozialer Raum
  • Partizipation und Inklusion
  • Begriff und Konzepte Kultureller Bildung

Weite Teile der Lerninhalte entsprechen den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen; die Lehrinhalte werden jeweils aktuell angepasst.

Modul „Aufgaben der Museumspädagogik“ (1. Semester) 

  • Einordnung der Aufgaben der Museumspädagogik innerhalb der Institution Museum; Schnittstellen zu anderen Abteilungen
  • Leitbilder für die Bildungsarbeit
  • Differenzierung der Zielgruppen und Möglichkeiten der Besucherbindung
  • Inhalte der Vermittlung mit Sammlungsspezifizierung und Objektorientierung
  • Überblick über die Methoden personaler und medialer Vermittlung
  • Barrierefreiheit und Inklusion im Museum
  • Outreach als Ansatz in der musealen Vermittlungsarbeit
  • Bedeutung der Qualitätssicherung
  • Aspekte des Besucherservice 

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  • Vermittlung spezieller Kompetenzen in der personalen und medialen Vermittlung von und in Museen: Pädagogische Ansätze und Methoden personaler Vermittlung; Formen medialer Vermittlung I: Texte schreiben und gestalten; Formen medialer Vermittlung II: Digitale Medien; Ausstellungsdidaktik | Ausstellungsgestaltung; Methoden der Besucherforschung
  • Vermittlung spezieller Kompetenzen in der personalen und medialen Vermittlung von und in Museen: Pädagogische Ansätze und Methoden personaler Vermittlung; Formen medialer Vermittlung I: Texte schreiben und gestalten; Formen medialer Vermittlung II: Digitale Medien; Ausstellungsdidaktik | Ausstellungsgestaltung; Methoden der Besucherforschung

Zu den Studieninhalten im Einzelnen

Modul „Pädagogische Ansätze und Methoden personaler Vermittlung“ (2. Semester) 

  • Ästhetische Bildung und entsprechende Methoden
  • Forschend-entdeckendes Lernen 
  • Spielerisches Lernen 
  • Handlungsorientierung, selbsttätiges Lernen, ganzheitliches Lernen
  • Ausgewählte museumspädagogische Konzepte und Methoden zur Förderung der jeweiligen pädagogischen Ansätze (interdisziplinär kreative und performative Methoden, kreativ künstlerische Interventionen, spielerische Methoden und Historisches Spiel, Experimente mit Laborcharakter)
  • Methoden der Analyse und Reflektion museumspädagogischen Handelns
  • Konzipieren eines museumspädagogischen Formates

Modul „Formen medialer Vermittlung I: Texte schreiben und gestalten“ (2. Semester)

  • Spektrum der Textformate in Ausstellungen
  • Besucherfreundliche Texte: Semantische Textoptimierung, Leichte Sprache, Good Practice-Beispiele
  • Museumspädagogische Begleitmaterialien für verschiedene Zielgruppen, verschiedene Formate, wie Begleitpublikationen zu Ausstellungen, Aktivblätter, Erkundungsbögen, Spiele etc.
  • Sprachliche und formale Optimierung von Texten, Text- und Bildredaktion; journalistisches Schreiben für museumspädagogische Zwecke/Anwendungen
  • Grundlagen professioneller Layout- und Bildbearbeitungssoftware und ihre Kombination
  • Entwurfstechniken zur Gestaltung von Ausstellungstexten und museumsspezifischen Werbedrucksachen, Grundlagen der Makro- und Mikrotypografie
  • Konzipieren und Gestalten von museumspädagogischen Begleitmaterialien

Modul „Formen medialer Vermittlung II: Digitale Medien“ (2. Semester)

  • Begriff des Virtuellen Museums
  • Einsatz digitaler Medien im Museum: visuelle Projektionstechnologien, multimediale und interaktive Installationen, mobile Führungssysteme, Audiotechnik, Lichttechnik
  • Repräsentation von Museen im Internet: statische und dynamische Webseiten, Wikis, Blogs und Podcasts, Audio und Video im Internet
  • Nutzung sozialer Medien
  • Best Practice-Beispiele und Anwendungsszenarien digitaler Medien für die Museumspädagogik 
  • Grundlagen einer freien Audio-Software zur Entwicklung eines Podcast
  • Interviewtechniken

Modul „Ausstellungsdidaktik | Ausstellungsgestaltung“ (2. Semester)

  • Theoretische Erklärungsmodelle der Kommunikation im Museum über das Zeigen von Objekten und Sammlungen
  • Analyse verschiedener Ausstellungstypen, Möglichkeiten der Kategorisierung von Ausstellungen
  • Good Practice-Beispiele für Besucherfreundlichkeit und Barrierefreiheit von Ausstellungen und Museumsbauten
  • Hands On-, interaktive und spielerische Elemente, Möglichkeiten der Implementierung museumspädagogischer Formate in Ausstellungen
  • Zeit- und Projektmanagement von Ausstellungen, „Bausteine“ einer Ausstellungsplanung
  • Konservatorischen Erfordernisse bei der Präsentation von Museumsobjekten
  • Planungsinstrumente: Objektlisten; Baupläne, wie Grundrisse und Wandabwicklungen, architektonische Modelle

Modul „Methoden der Besucherforschung“ (3. Semester)

  • Ansätze der Besucherforschung (Theorien und Methoden): Überblick über behavioristische, kognitive und konstruktivistische Ansätze
  • Lehr-lerntheoretische Grundlagen der jeweiligen Ansätze und Aussagebereich
  • Ergebnisse der Besucherforschung und Theoriebildung: soziologische Besucherforschungsansätze und Besucherstrukturdaten, museologische Besucherforschungsansätze (Analyse zwischen Ausstellung und Besucher), lernpsychologische Besucherforschungsansätze (produkt- und prozessorientiert)
  • Instrumente für die Evaluation von Ausstellungen sowie museumspädagogischen Programmen (samt Dokumentation): Besucherstrukturanalysen, Evaluationsmethoden (vorab, formativ, summativ)
  • Jüngste Beispiele aus der Besucher-/ Publikumsforschung

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  • Vermittlung von betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnissen: Grundlagen Projekt-, Marketing- und Personalmanagement; Rechtsmanagement | Konzepte der Kultur- und Bildungspolitik
  • Vermittlung von betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnissen: Grundlagen Projekt-, Marketing- und Personalmanagement; Rechtsmanagement | Konzepte der Kultur- und Bildungspolitik

Zu den Studieninhalten im Einzelnen

Modul „Grundlagen Projekt-, Marketing- und Personalmanagement“ (2. Semester)

  • Projektplanung und -organisation
  • Besonderheiten des Events, Kooperationsformen und -strategien
  • Strategisches und operatives Marketing im Kulturbetrieb 
  • Öffentlichkeitsarbeit mit Medien- und Pressearbeit und Innenmarketing
  • Modelle der Projektfinanzierung, Sponsoring, Fundraising, Crowdfunding 
  • Grundsätze des Personalrechts und der Personalführung, Teameinsatz, Ziel- und Leistungsvereinbarung, Einsatz von Ehrenamtlichen, Freundeskreisen, Förderern, partnerschaftliches Engagement
  • Arbeit als Freiberufler, rechtliche Rahmenbedingungen, Selbstorganisation, soziale Absicherung

Modul „Rechtsmanagement | Konzepte der Kultur- und Bildungspolitik“ (3. Semester)

  • Grundlagen des Kultur- und Kunstrechts
  • Vertragsrecht, Steuer- und Gemeinnützigkeitsrecht
  • Medienrecht mit Urheber-, Bild- und Leistungsrechten sowie Verwertungsformen
  • Öffentliches Zuwendungsrecht
  • Direkte und indirekte Kunstförderung
  • Konzepte der Kultur- und Bildungspolitik
  • Strategien, Netzwerke und Institutionen im Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung

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  • Vermittlung und Anwendung von Kernkompetenzen sowie Zusammenführung der vermittelten Kompetenzen in übergreifenden Kontexten: Praxisphase, Mastermodul

  • Vermittlung und Anwendung von Kernkompetenzen sowie Zusammenführung der vermittelten Kompetenzen in übergreifenden Kontexten: Praxisphase, Mastermodul

Zu den Studieninhalten im Einzelnen

Praxisphase (3. Semester)

Das Modul „Praxisphase“ in Form eines Praxisprojektes zielt ab auf eine enge Verbindung zwischen Studium und Berufspraxis. Es dient als vertiefter Einblick in Berufs- und Arbeitsfelder der Museen und soll die Zusammenführung des erworbenen Wissens und Könnens mit realen Bedingungen und Leistungsforderungen der museumspädagogischen Berufspraxis ermöglichen. 

Gegenstand eines solchen Praxisprojektes ist

  • die Entwicklung eines größeren museumspädagogischen Konzeptes, das i.d.R. in mindestens einem Testlauf erprobt und dessen Prozess- und Experimentalcharakter reflektiert wird, oder
  • die Entwicklung eines Vermittlungskonzeptes für ein Museum, das sich auf das Leitbild des Museums bezieht und Vorschläge zu museumspädagogischen Formaten entwickelt.

Mastermodul (4. Semester)

Der Masterarbeit ist das gesamte 4. Semester vorbehalten. Am Ende steht das Masterkolloquium, bei dem der Inhalt der Masterarbeit, die Methodik der Themenbearbeitung und die gewonnenen Ergebnisse vorgetragen, erläutert sowie diskutiert werden.

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Studienaufbau

Dieser weiterbildende Masterstudiengang umfasst vier Fachsemester. Die Präsenzzeiten betragen im ersten Semester 120 und im zweiten Semester 100 Stunden. Im 3. Semester schließt sich neben 40 Stunden Präsenzzeit eine Praxisphase an, die an einem renommierten, im Bildungs- und Vermittlungsbereich besonders qualifizierten Museum stattfindet. Eine Referenzliste wird angeboten. In den Modulen ist es möglich, eigene fachliche Studienschwerpunkte zu setzen und damit das Studium individuell auszurichten. Das 4. Semester ist der Masterarbeit gewidmet.

Berufliche Perspektiven / Einsatzmöglichkeiten

Als Absolvent_in des Studienganges sind Sie in der Lage, Bildung und Vermittlung im Museum professionell zu planen und umzusetzen. Sie erlangen die relevanten Qualifikationen, um auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Museumsbereich frühzeitig zu reagieren. ...

Als Absolvent_in des Studienganges sind Sie in der Lage, Bildung und Vermittlung im Museum professionell zu planen und umzusetzen. Sie erlangen die relevanten Qualifikationen, um auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Museumsbereich frühzeitig zu reagieren. Hierzu vermittelt der Studiengang insbesondere

  • Kenntnisse und Fähigkeiten, um museumspädagogische Abteilungen professionell zu leiten und Bildungs- und Vermittlungsarbeit als integralen Bestandteil der Institution Museum zu realisieren
  • die Fähigkeit, Bildungs- und Vermittlungsarbeit im Museum ziel(gruppen)orientiert zu planen, zu organisieren, durchzuführen, zu reflektieren und zu evaluieren,

Der Studiengang qualifiziert grundsätzlich für alle Museumstypen und für die kulturelle Bildungsarbeit auf verschiedenen Ebenen – vom Vermittler bis hin zu Leitungsfunktionen im Museumsbereich sowie verwandten Bildungsinstitutionen.

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Beratung / Bewerbung

Wenn Sie an weiteren Informationen über den Studiengang interessiert sind oder Fragen haben: die Ansprechpartner und Fachberater des Studiengangs, Dr. Enrico Hochmuth und Prof. Dr. Gisela Weiß, stehen dafür gerne zur Verfügung!

Letzte Änderung: 28.8.2017
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