Professor Jens Schneider im Porträt
Meine Berufung fürs Leben – über Forschung, Lehre und Leipzig

»Professor sein heißt, eigene Ideen frei zu verfolgen – und sie mit der nächsten Generation zu teilen.«
Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider
Professor für Vernetzte Energiesysteme an der Fakultät Ingenieurwissenschaften
5 Fragen an Jens Schneider
Über seine Arbeit, seine Motivation und das Leben in Leipzig
Was treibt Sie in der Forschung an?
„Ich beschäftige mich mit der ganzheitlichen Energiewende – also damit, wie sich Strom, Wärme, Gase, Industrie und Mobilität intelligent vernetzen lassen. Wir gehen von wenigen großen Kraftwerken zu Millionen dezentraler Anlagen über – Solaranlagen, Wärmepumpen, Elektroautos, Elektrolyseure. Das effizient zu managen, ist eine riesige Herausforderung.“
Was bedeutet Ihnen Lehre?
„Ich arbeite unheimlich gern mit jungen Menschen. Den Aha-Moment in den Augen der Studierenden zu sehen, wenn ein komplexes Thema endlich klar wird, motiviert mich. Lehre ist für mich nicht nur Wissensvermittlung, sondern Mitgestaltung der nächsten Generation.“
Welches Erlebnis an der HTWK ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
„Nach den Corona-Semestern wieder live vor Studierenden zu stehen. Eine Müllsammelaktion mit anschließender Vorlesung im Park – dieses direkte Miteinander war unvergesslich.“
Was macht Leipzig für Sie besonders?
„Die vielen kleinen Konzertlocations – vom Conne Island bis zum Felsenkeller – und das grüne Band aus Parks und Flussläufen, das sich quer durch die Stadt zieht. Für Besucher empfehle ich den Blick vom MDR-Turm und einen Bummel durch den Clara-Zetkin-Park.“
Was möchtesn Sie an der HTWK noch erreichen?
„Wenn ich in Rente gehe, möchte ich sagen können: Wir haben die Energiewende geschafft – und meine Studierenden haben entscheidend dazu beigetragen. Mein Beitrag ist, sie als kritische und gut informierte Menschen auf diesem Weg zu stärken.“

Persönliche Leidenschaft
Schon vor dem Abitur wusste Jens Schneider, dass er sich für Energieeffizienz engagieren will. Über die Photovoltaik führte ihn sein Weg in Industrie, Forschung und schließlich an die HTWK. Seine Motivation: Klimaschutz praktisch gestalten – und junge Menschen befähigen, die Zukunft der Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen.
Weitere Einblicke in Prof. Schneiders Motivation
Engagement und Netzwerke
Neben Lehre und Forschung bringt sich Jens Schneider aktiv in die Leipziger Stadtgesellschaft ein. Er ist in Energieeffizienz-Netzwerken, der IHK und beim Ostdeutschen Energieforum engagiert. Ein besonderes Herzensprojekt: ein Musikabend, bei dem Mitarbeitende generationenübergreifend ihre Lieblingslieder teilen – ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag zu einer lebendigen und kreativen Hochschulkultur.

Mein Weg zur Professur
Der Weg zur Professur ist vielfältig. Unterschiedliche Stationen in Wissenschaft, Wirtschaft oder Praxis können dorthin führen.
Seit 2021: Professor „Vernetzte Energiesysteme“, HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften
2019–2020: Honorarprofessor „Energiesystemtechnik“, HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften
2019–2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fraunhofer CEM, Halle (Saale)
2014–2019: Stiftungsprofessor „Mechanik von Werkstoffen der Photovoltaik“, HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften
2011–2018: Gruppenleiter Modultechnologie, Fraunhofer CSP, Halle (Saale)
2005–2011: Prozessingenieur, CSG Solar AG, Thalheim
2002–2005: Promotion „Nucleation and growth during the formation of polycrystalline silicon thin films“, TU Berlin & Hahn-Meitner-Institut Berlin
Ihr nächster Schritt zur Professur
Sie möchten mehr über die Professur an der HTWK Leipzig erfahren oder selbst diesen Weg gehen? Hier finden Sie die nächsten Schritte.


