Prüfungen und Module

Bestandene Prüfungen und erfolgreich abgelegte Module führen Sie Schritt für Schritt zum Studienziel. 

Ihr Studien- und Prüfungsamt steht Ihnen in organisatorischen Prüfungsangelegenheiten beratend zur Seite.
Beachten Sie die jeweiligen Webseiten, Aushänge und Formulare Ihres Studien- und Prüfungsamts.

Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten Abläufen und Begriffen. 
Rechtlich bindend sind die Regelungen Ihrer Studien- und Prüfungsordnung.

1. Anmeldung und Zulassung

Die Prüfungsanmeldung erfolgt für die Pflicht- und Wahlpflichtmodule, in denen Sie eingeschrieben sind, in der Regel automatisch durch Ihr Studien- und Prüfungsamt.
Während der studienintegrierten Praxisphase oder bei Beurlaubung müssen Sie sich selbst zur Prüfung anmelden. (Achtung: Zweite Wiederholungsprüfungen müssen beantragt werden!)

Zu welchen Prüfungen Sie angemeldet sind, erfahren Sie im QIS

Die Zulassung zu einer Prüfung wird erteilt, wenn keine Zulassungshindernisse vorliegen, insbesondere wenn die erforderlichen Prüfungsvorleistungen erbracht wurden. Erst dann dürfen Sie an der Prüfung teilnehmen.

Ihr Dozent informiert Sie, ob Sie und zugelassen sind.

2. Prüfungstermine, Abgabefristen und Abmeldung

Prüfungen der Prüfungsperiode (Prüfungszeitraum)

Mündliche Prüfungen oder Klausuren (beides Präsenzprüfungen abgekürzt mit PM und PK) finden in der Regel in der Prüfungsperiode des laufenden Semesters statt.

Das Studien- und Prüfungsamt veröffentlicht die genauen Prüfungstermine mit Prüfungsname, Raum und Uhrzeit im sogenannten Prüfungsplan. Er ist online oder über Aushänge der Fakultät einsehbar.

Tipp: Der Akademische Kalender enthält die Daten zur Vorlesungs- und Prüfungszeit.

Prüfungen im gesamten Semester

Prüfungstermine für Projektarbeiten, Laborarbeiten und Referate werden als integraler Bestandteil einer Lehrveranstaltung in der Regel im Verlauf der Vorlesungszeit absolviert. Insbesondere die Prüfungsvorleistungen sind vor der Prüfungsperiode zu erbringen, um die Zulassung für die Prüfung im Prüfungszeitraum zu erhalten.

Um die Arbeitslast für die Studierenden über die Vorlesungszeit hinaus auf das gesamte Semester zu verteilen, können die Prüfungsleistungen Hausarbeiten und Belege bis zum Ende des Semesters abgeben werden, in dem das jeweilige Modul absolviert wird.

Über die Modalitäten informiert Sie Ihr Dozent. 

3. Abmeldung und Krankheit

Wollen Sie eine Prüfung, zu der Sie angemeldet sind, nicht im aktuellen Semester ablegen, können Sie sich per Antrag von der Prüfung abmelden.

Dieser Antrag muss fristgerecht bei Ihrem Studien- und Prüfungsamt eingehen. Dieses gibt auch die Formulare aus und den Zeitraum bekannt, in dem Abmeldungen möglich sind.

WICHTIG: Wer zu einer Prüfung unentschuldigt nicht erscheint oder eine schriftliche Arbeit nicht fristgemäß abgibt, dessen Arbeit gilt als nicht bestanden und sie wird mit der Note Fünf bewertet.

Im Krankheitsfall teilen Sie dem Studien- und Prüfungsamt unverzüglich mit, welche Prüfungen verpasst wurden, und weisen Sie über ein ärztliches Attest die Prüfungsunfähigkeit nach.
Beachten Sie unbedingt die Hinweise Ihres Studien- und Prüfungsamtes.

4. Ablegen der Prüfung

Präsenzprüfungen

Studierende sollten mindestens 15 Minuten vor Prüfungsbeginn der mündlichen oder schriftlichen Prüfung erscheinen.

Vor jeder Prüfung wird die Anwesenheit durch Unterschrift auf der Prüflingsliste bestätigt. Studierende müssen sich mit ihrer HTWK-Card oder Personalausweis ausweisen.

Sollten Sie nicht auf der Prüflingsliste stehen, können Sie nicht an der Prüfung teilnehmen! Wenden Sie sich bitte umgehend an Ihr Prüfungsamt.

Unmittelbar vor Prüfungsbeginn erfolgt eine Belehrung und die Aufklärung über erlaubte Hilfsmittel.
Hilfsmittel werden in der Regel bereits während der Vorlesungszeit durch den Prüfer bekannt gegeben.

Projekte, Belege oder Hausarbeiten

Ihr Dozent klärt mit Ihnen die Modalitäten wie Ausgabe des Themas, Form, Bearbeitungszeit oder Abgabetermin.

5. Prüfungsergebnisse

Eine Prüfung kann bestanden (Bewertung von 1,0 bis 4,0) oder nicht bestanden (Bewertung 5,0) sein.
Besteht eine Prüfung aus mehreren Teilleistungen, werden diese zu einer Modulnote zusammengerechnet. Die genaue Zusammensetzung und Gewichtung regelt die Studien- und Prüfungsordnung.

Die Prüfungsergebnisse werden im QIS und per datiertem Aushang in der Fakultät veröffentlicht. Bei einer mündlichen Prüfung erfolgt die Bekanntgabe unmittelbar nach Beendigung der Prüfung.
Danach richten sich die Fristen für Widerspruch oder Beantragung einer Zweiten Wiederholungsprüfung.

Studierende haben die Möglichkeit Einsicht in ihre Prüfungsunterlagen zu nehmen. Termine hierfür werden individuell mit dem Prüfer vereinbart.

6. Wiederholung

Nicht bestandene Prüfungenleistungen können maximal zweimal und nur innerhalb gewisser Fristen wiederholt werden.

Ist die Modulprüfung durch Kompensation  bestanden, d. h. eine nicht bestandene Prüfungsleistung  ergibt mit einer guten anderen Prüfungsleistung eine Modulnote von 4,0 oder besser, kann die nicht bestandene Prüfungsleistung nicht mehr zur Notenverbesserung wiederholt werden.

Für die Zweite Wiederholungsprüfung (3. Prüfungsversuch) ist ein fristgemäßer Antrag beim zuständigen Prüfungsausschuss zu stellen.

Prüfungsvorleistungen können hingegen beliebig oft wiederholt werden.

Bitte beachten Sie, dass eine Abmeldung, eine fehlende Zulassung oder eine anerkannte Krankmeldung so wirken, als hätte die Prüfung "nicht stattgefunden". Es zählt nicht als Prüfungsversuch wie eine mit Fünf bewertete, nicht bestandene Prüfung.

Zum Nachschlagen:

Abschlussprüfung

An der HTWK Leipzig wird über eine studienbegleitende Abschlussprüfung (d.h. die Abschlussprüfung setzt sich aus Modulprüfungen zusammen) festgestellt, ob der Studierende das Studienziel erreicht hat.

Nach bestandener Abschlussprüfung werden der akademische Grad verliehen und Urkunde, Zeugnis etc. ausgestellt.

Je nach angestrebtem Abschluss sprechen wir von Bachelorprüfung, Masterprüfung oder Diplomprüfung.

Die Abschlussprüfung besteht aus Modulprüfungen.
Die Modulnoten gehen entsprechend der definierten Wichtungen (in der Regel die ECTS-Punkte) in die Bildung der Gesamtnote der Abschlussprüfung ein.

Abschlussmodul

Das Abschlussmodul ist je nach angestrebtem Abschluss das Bachelor- oder Mastermodul. Es ist in der Regel das letzte Modul der Studierenden und kann erst begonnen werden, wenn eine Mindestanzahl an Modulen und ECTS-Punkten erreicht wurde.

Es besteht aus der Abschlussarbeit, also der Bachelor- oder Masterarbeit, und in der Regel einer Verteidigung bzw. einem Kolloquium.

In der Abschlussarbeit sollen Studierende zeigen, dass sie in der Lage sind, ein fachspezifisches Problem innerhalb einer festgelegten Bearbeitungszeit nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.
Sie wird von einem Professor der HTWK Leipzig auf Vorschlag des Studenten betreut.

Die Abschlussarbeit ist oft in einem Kolloquium zu verteidigen.
Im Kolloquium soll  gezeigt werden, dass der Prüfling in der Lage ist, in einem Vortrag den Inhalt seiner bzw. ihrer Abschlussarbeit, die Methodik der Themenbearbeitung und die gewonnenen Ergebnisse zu erläutern und in einer wissenschaftlichen Diskussion zu verteidigen.

Abmeldung

Studierende können sich von Prüfungen, zu denen sie angemeldet sind, durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Prüfungsamt abmelden. Bitte beachten Sie die Abmeldefristen. 

Die Abmeldung von Zweiten Wiederholungsprüfungen ist ausgeschlossen.

Anmeldung

Für jedes Pflichtmodul, an dem Sie laut Regelstudienablauf- und Lehrveranstaltungsplan teilnehmen, sind Sie zu den Prüfungen des Moduls automatisch angemeldet, es sei denn, Sie sind beurlaubt oder befinden sich in der Praxisphase.

Zu den Prüfungen der Wahlpflichtmodule müssen Sie sich gegebenenfalls selbst anmelden. Bitte prüfen Sie Ihre anmeldungen in QIS.

Die Anmeldung zu einer Zweiten Wiederholungsprüfung erfolgt mit der Antragstellung.

Anrechnung und Anerkennung von Prüfungsleistungen

Es ist möglich sich individuell Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen anderer Hochschulen und außerhalb von Hochschulen anrechnen bzw. anerkennen zu lassen.

Hierfür ist vor dem regulären Prüfungstermin ein Antrag an den Prüfungsausschuss mit allen für die Entscheidung notwendigen Angaben und Nachweisen zu stellen.

Für Auslandssemester wird die Anrechenbarkeit vorher geprüft und im Learning-Agreement festgehalten.

Bescheinigungen und Dokumente

Prüfungsbescheinigungen und -dokumente im Studium:

  • Leistungsübersicht (für den Studierenden selbst in QIS)
  • Leistungsnachweis (für Bewerbungen oder den Prüfungsausschuss) 
  • Leistungsnachweis nach §48 BAföG (Formular des BAföG-Amts mit Bestätigung des regulären Studienfortschritts)
  • Transcript-of-Records (als englischer Notenspiegel für Auslandspraktika)

Prüfungsbescheinigungen und -dokumente nach dem Studium:

  • Urkunde (Urkunde über erreichten Akademischen Grad)
  • Zeugnis (Abschlusszeugnis mit Gesamtnote, Thema und Note der Abschlussarbeit und allen abgelegten Modulen mit ECTS-Punkten)
  • Anlage zum Zeugnis (weist alle zusätzlich erbrachten Module aus)
  • Diploma-Supplement (Erklärung zum Studienabschluss)
  • Transcript-of-Records (als englisches Zeugnis)
  • Leistungsbescheinigung (für Studienabbruch und Hochschulwechsel)

ECTS

Das "European Credit Transfer System" (ECTS) soll die Vergleichbarkeit von Studienleistungen und Abschlüssen für die gegenseitige Anerkennung erleichtern.

Das Ziel ist die Mobilität der Studierenden und Absolventen in Europa zu erhöhen und ein lebenslanges Lernen zu fördern. ECTS-Leitfaden 2015

Für ein abgschlossenes Modul werden Leistungspunkte nach dem ECTS (ECTS-Credits bzw. ECTS-Punkte) vergeben.

Sie spiegeln den Zeitaufwand (auch Arbeitslast oder Workload) des Moduls wider.
Ein ECTS-Punkt entspricht für einen durchschnittlich leistungsfähigen Studierenden einer Arbeitslast von 30 Zeitstunden.

Für die Ermittlung des Zeitaufwands (auch Workload oder Arbeitslast) werden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Teilnahme an Lehrveranstaltungen,
  • Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen,
  • Ableistung der Praxisphase,
  • Selbststudium sowie
  • Vorbereitung auf und das Ablegen von Prüfungen.

Ein Semester Vollzeitstudium entspricht 30 ECTS-Punkten. Daher ergeben sich für ein 6-semestriges Bachelorstudium ein Umfang von 180-ECTS-Punkten und für einen 4-semestrigen Master von 120 ECTS-Punkten (in Summe 300 ECTS-Punkte).

Eine größere Vereinheitlichung von Formularen und Bescheinigungen wie für das "Diploma Supplement", das "Learning Agreement" oder das "Transcript of Records" erleichtern ebenfalls die Transparenz und die Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse.

Lehrveranstaltung

Module umfassen neben Prüfungen auch Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen, Übungen, Seminaren oder Praktika.

Die Lehrveranstaltungen für Ihre Seminar- oder Studiengruppe für das aktuelle Semester können Sie dem Lehrveranstaltungsplan entnehmen.

Der Umfang von Präsenzveranstaltungen wird in Semesterwochenstunden (SWS) angegeben:

1 SWS = jede Vorlesungswoche eine Unterrichtseinheit = 14 Wochen x 45 Minuten

Modul

Ein Modul fasst Lehreinheiten (z. B. Vorlesung, Seminar, Übung), Zeiten für Selbststudium und Prüfungen zu einem bestimmten Thema zusammen.

Im Modulhandbuch Ihrer Studienordnung finden Sie für jedes Modul eine Beschreibung mit:

  • Inhaltsangabe
  • Ziele (vermittelte Kompetenzen)
  • empfohlenes Fachsemester und Angabe, ob Pflicht oder Wahlpflicht
  • Teilnahmevoraussetzungen
  • Anforderungen (Prüfungen)
  • Umfang (Arbeitsaufwand, Semesterwochenstunden)
  • Literaturhinweise

Jedes Modul hat einen Modulverantwortlichen, der als Ansprechpartner für alle inhaltlichen und organisatorischen Fragen "seines" Moduls zur Verfügung steht.

Modulprüfungen

Modulprüfungen dienen der Feststellung, ob die Lernziele eines Moduls erreicht wurden.

Sie können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen gleicher oder unterschiedlicher Art bestehen.

Eine Modulprüfung bis zur Note 4,0  ist bestanden. Kompensation bedeutet, dass eine nicht bestandene Prüfungsleistung durch eine andere gute Note des Moduls ausgeglichen werden kann. Die Studien- und Prüfungsordnung regelt, ob Kompensation für ein Modul möglich ist oder nicht.

Modulprüfungen sind Bestandteil der Abschlussprüfung, gehen in die Berechnung der Gesamtnote der Abschlussprüfung ein und werden auf dem Zeugnis ausgewiesen.

Pflichtmodul

Pflichtmodule hat jeder Studierende eines Studiengangs (ggf. abhängig von einer gewählten Vertiefung oder Spezialisierungsrichtung) zu belegen.

Prüfungen

In Prüfungen wird dem Studierenden eine selbst erbrachte, abgrenzbare Leistung auf der Basis einer konkreten Aufgabenstellung abgefordert. 

Prüfungen sind:

  • Abschlussprüfung,
  • Modulprüfungen,
  • Prüfungsleistungen und 
  • Prüfungsvorleistungen.

Durch das Absolvieren von Prüfungen soll der Studierende nachweisen, dass er über einen dem Studienfortschritt entsprechenden Stand von Wissen, Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen verfügt sowie in der Lage ist, fachbezogene Aufgabenstellungen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden erfolgreich zu bearbeiten und in angemessener Form schriftlich bzw. mündlich darzulegen oder durch Erschaffung eines Werkes zu belegen.

Prüfungsausschuss und Prüfungsamt

Die Prüfungsorganisation übernehmen der Prüfungsausschuss und das Prüfungsamt.

Der Prüfungsausschuss und vor allem dessen Vorsitzender achten auf die Einhaltung der Prüfungsordnung und bearbeiten die Widersprüche gegen im Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen.

Der Prüfungsausschuss überträgt organisatorische Aufgaben an das Prüfungsamt, das oft auch allgemein als Studien- und Prüfungsamt bezeichnet wird.

Für studienintegrierte Praxisphasen sind die Praktikumsbeauftragten zuständig, die hierbei durch das Studien- und Prüfungsamt oder manchmal auch ein eigenes Praktikumsamt unterstützt werden.

Prüfungsleistungen

Prüfungsleistungen sind Bestandteil der Modulprüfung und dienen der Feststellung, ob Teile oder die Gesamtheit der Lernziele eines Moduls erreicht wurden.

Sie können aus mehreren Prüfungsteilen und/oder Prüfungsarten (Teilleistungen) bestehen.

Die Noten der Teilleistungen gehen gemäß einer definierten Wichtung in die Bildung der Modulnote ein und sie können einander in der Regel kompensieren.

Prüfungsperiode, Prüfungszeitraum

In der Regel werden Klausurarbeiten oder mündliche Prüfungen im Anschluss an die Vorlesungszeit in der jeweiligen Prüfungsperiode/Prüfungszeit abgenommen.

Der Zeitraum ist im Akademischen Kalender ausgewiesen.

Außerhalb der Prüfungsperiode, im Verlauf der Vorlesungszeit, werden Projektarbeiten, Laborarbeiten und Referate als integraler Bestandteil einer Lehrveranstaltung absolviert. 

Zu Semesterbeginn werden häufig Termine für Nach- oder Wiederholungsprüfungen für die vorangegangene Prüfungsperiode angeboten.

Individuelle Termine und Abgabertermine für Hausarbeiten und Belege können auch in die "Semesterpause" gelegt werden, um die Arbeitslast gleichmäßiger zu verteilen.

Prüfungsvorleistungen

Prüfungsvorleistungen sind Voraussetzung für die Zulassung zu einer Prüfungsleistung.

Durch sie soll der Selbstlernprozess des Studierenden durch Vorbereitung und Bearbeitung der Prüfungsvorleistung aktiviert werden.

Sie gehen nicht in die Berechnung der Noten von Prüfungen, Modulprüfungen oder der Abschlussnote ein.

Prüfungsvorleistungen werden ohne Notenvergabe mit lediglich „erfolgreich“ oder „nicht erfolgreich“ bewertet und können bei der Bewertung „nicht erfolgreich“ beliebig oft wiederholt werden.

Regelstudienzeit und Semesterfrist

Ein Studiengang ist auf eine bestimmte Studiendauer ausgelegt (Regelstudienzeit) und die Modulprüfungen sind entsprechend auf die Semesteranzahl aufgeteilt (siehe Regelprüfungsplan der Prüfungsordnung).

Alle Modulprüfungen müssen bis spätestens vier Fachsemester nach der Regelstudienzeit abgelegt worden sein (d.h. im 6-semestrigen Bachelorstudiengang bis Ende des 10. Semesters, im 4-semestrigen Masterstudiengang bis Ende des 8. Semesters).

Abschlussprüfungen und damit alle dazugehörigen Modulprüfungen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht abgelegt wurden, gelten als nicht bestanden und müssen innerhalb eines Jahres wiederholt werden.

Rücktritt, Fristüberschreitung und Versäumnis

Wer versäumt zu einer Prüfung zu gehen, sie ohne triftigen Grund abbricht (Rücktritt) oder eine Bearbeitungsfrist überschreitet, erhält eine Fünf und hat die Prüfung nicht bestanden.

Im Krankheitsfall muss der Studierende schnellstmöglich (Frist ist der Studien- und Prüfungsordnung zu entnehmen) ein ärztliches Attest zur Prüfungsunfähigkeit im Prüfungsamt vorlegen. Es gilt auch die Krankheit eines überwiegend allein zu versorgenden Kindes.

Wird der geltend gemachte Grund anerkannt, gilt die Prüfung als nicht unternommen.

Studienordnung, Prüfungsordnung, Praktikumsordnung

Die Studienordnung regelt das Studium für einen Studiengang und beinhaltet neben dem Studienablaufplan, ein Modulhandbuch und oft auch eine Praktikumsordnung.

Die Prüfungsordnung regelt das Prüfungsverfahren für einen Studiengang und enthält den Regelprüfungsplan.

Oft sind Studienablaufplan und Regelprüfungsplan zum Integrierten Studienablauf- und Prüfungsplan zusammengefasst.

Jede Ordnung definiert Ihren Geltungsbereich. In der Regel gilt: Sie studieren nach der zu Ihrer Immatrikulation aktuellen Studien- und Prüfungsordnung.

Wahlpflichtmodul und Wahlmodul

Wahlpflichtmodule sind semesterweise oder thematisch zu Gruppen zusammengefasste Module, aus denen eine gewisse Anzahl an Modulen oder ECTS-Punkten durch den Studierenden absolviert werden muss. Ein Wahlpflichtmodul muss nachdem es begonnen wurde auch beendet werden.

Wahlmodule sind Wahlpflichtmodule, unter denen der Studierende innerhalb des Modulangebots aller Fakultäten die freie Auswahl hat, sofern die anbietende Fakultät entsprechende Kapazitäten vorhält.

Für die Belegung ist in der Regel eine Beantragung im Vorsemester (Einschreibung) nötig, verbunden mit einem möglichen Wechsel zu Semesterbeginn.

Wiederholungsprüfung und Jahresfrist

Bestandene Prüfungen (auch anerkannte Prüfungen) können nicht wiederholt werden.

Nach dem ersten Nicht-Bestehen einer Prüfungsleistung (1. Prüfungsversuch) gibt es maximal zwei weitere Prüfungsversuche:
2. Prüfungsversuch = Erste Wiederholungsprüfung
3. Prüfungsversuch = Zweite Wiederholungsprüfung (auf Antrag)

Die Prüfung muss innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Nicht-Bestehens absolviert werden (Jahresfrist).

Die Zweite Wiederholungsprüfung muss fristgemäß beantragt werden und eine Abmeldung ist ausgeschlossen.

Bei einer Prüfungsvorleistungen ist die Anzahl nicht begrenzt, während bei einer Prüfungsleistung maximal drei Versuche möglich sind.

Bitte beachten Sie, dass eine Abmeldung, ein anerkannter Rücktritt oder eine Nicht-Zulassung nicht als unternommener Prüfungsversuch gelten und daher auch nicht mitgezählt werden.

Widerspruchsverfahren

Der Prüfungsausschuss achtet auf die Einhaltung der Prüfungsordnung und bearbeitet Widersprüche von Studierenden gegen im Prüfungsverfahren getroffene, den Studierenden belastende Entscheidungen.

Zum Widerspruchsverfahren gehören der fristgemäße Widerspruch (i.d.R. ein Monat nach Bekanntgabe) beim Prüfungsausschuss, ein anschließender Abhilfe- oder Widerspruchsbescheid und ggf. die Möglichkeit einer Klage beim Verwaltungsgericht in Leipzig.

Kontaktieren Sie bei Verstößen gegen die Studien- und Prüfungsordnung und bei Fragen zum Widerspruch Ihr Studien- und Prüfungsamt, Ihren Prüfungsausschuss oder den Justitar der Hochschule.

Zulassung zu einer Prüfung

Um an einer Prüfung teilnehmen zu dürfen, müssen Sie für diese zugelassen und auf einer Prüfungsliste eingetragen sein.

Die Zulassung zu einer Prüfung setzt voraus, dass der Studierende im entsprechenden Studiengang immatrikuliert ist (Ausnahme Wahlfachhörerschaft). Sie wird oft vom Bestehen einer Prüfungsvorleistung abhängig gemacht.