Türen auf, Zukunft rein
Mit Speed Dating und einem neuen Studiengang lockte der Hochschultag Studieninteressierte an die HTWK
Es war kurz nach halb zehn, als sich die Gebäude der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) mit Besucherinnen und Besuchern füllten. Beim gemeinsamen Hochschultag der Universität Leipzig, der HTWK Leipzig sowie der Dualen Hochschule Sachsen (DHSN) informierten sich am Samstag insgesamt über tausend Studieninteressierte über Studienmöglichkeiten, Studienalltag und Perspektiven.
Studienalltag und Speed Dating
An der HTWK nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich an Infoständen beraten zu lassen und Vorträge zu besuchen. Beim Format: „Frag die Studis“ kamen sie per Speed Dating mit aktuell Studierenden ins Gespräch. Besonders interessierten sie Fragen rund um Studieninhalte, Bewerbung, Finanzierung und den Hochschulalltag. „Ich mag die Möglichkeiten, die der Studiengang bietet.", sagt Lena, die nach ihrem Abitur im Sommer ein Studium der Medienproduktion in Betracht zieht. „Man kann kreativ sein und hat die Chance, eigene Projekte umzusetzen."
Bis 15 Uhr gaben Lehrende der HTWK Einführungen in die über 40 verschiedenen Studiengänge und Einblicke in den Studienablauf. Durch viele Gebäude und Labore wurden Führungen angeboten, so auch durch das Medienzentrum mit seinen Drucklaboren sowie den Schnittplätzen, dem Fernsehstudio und eigenem Kinosaal.
Ein Studiengang, den es so noch nicht gibt
Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Präsentation des neuen Studiengangs „3D-Druck und Funktionale Oberflächen“, der zum Wintersemester 2026/27 startet. Er löst damit den bisherigen Druck-Studiengang ab.
„3D-Druck revolutioniert die Art und Weise, wie Produkte industriell gefertigt werden“, erläutert Prof. Ingo Reinhold. Der neue Studiengang verbindet Ingenieurwissenschaft, Materialforschung und digitale Fertigung. „Wir vermitteln Kompetenzen in der Entwicklung und Optimierung von 3D-Druckanwendungen“, beschreibt Ingo Reinhold die inhaltliche Ausrichtung. „Das gibt es so in Deutschland bislang noch nicht.“
Praxis statt Prospekt
Neben Campusführungen und Infoveranstaltungen setzte die HTWK auf Mitmachaktionen. Die Medieninformatik präsentierte Projekte zu Robotik, digitaler Kunst und autonomem Fahren. Im sogenannten „Bike Lab“ wurden Simulation und Analyse von Fahrradrahmen und -bauteilen erlebbar.
Der Hochschultag zeigte die Vielfalt der Studiengänge in Leipzig und die Weiterentwicklung der einzelnen Angebote. „Hier wird deutlich, welchen Stellenwert praxisnahes Lernen, Forschung und der interdisziplinäre Austausch an unserer Hochschule einnimmt“, erläutert Stefan Schmeißer vom Dezernat Studienangelegenheiten. „Positiv ist bei dem gemeinsam stattfindenden Hochschultag in Leipzig vor allem das Aufzeigen einer noch breiteren Auswahl an Möglichkeiten für ein Studium.“
Nach dem Tag ist vor der Nacht
Direkt im Anschluss an den Hochschulinformationstag konnte man im Lipsius-Bau Spielekultur in Leipzig live erleben. Mehrere tausend Gäste feierten bis in die Nacht hinein das Jubiläum der 20. Lange, Nacht der Computerspiele (LNC). Das Festival für alle Spielebegeisterten bildete den Abschluss des Hochschultages – hier konnte man den Campus auf einer neuen Ebene kennenlernen.
„Für die Studienentscheidung ist der Besuch der künftigen Hochschule unverzichtbar, denn das Bauchgefühl vor Ort spielt eine große Rolle, wenn sich die Studieninteressierten für einen Studiengang entscheiden“, erläutert Anne Hermann, Studienberaterin an der HTWK Leipzig. „Insbesondere den Austausch mit den Studierenden und den Lehrenden kann keine Website ersetzen.“
Text: Despyna Jedlicka, Casey Ziller, Leonie Enderlein

Foto: Carolin Reschke

Foto: Leonie Enderlein