Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig (MFPA) und Institut für Fassaden- und Befestigungstechnik (IFBT) feierten 25-jähriges Bestehen
Am 5. Juni 2026 luden beide Forschungsanstalten zum Festakt auf dem Gelände des InnovationsPark • Bautechnik • Leipzig/Sachsen in Leipzig-Engelsdorf. Zugleich wurde eine neu errichtete Institutshalle des IFBT feierlich eröffnet. Sie befindet sich zwischen zwei Großforschungshallen der HTWK Leipzig, die auf dem Gelände den Standort Campus Weigelstraße errichtet hat: Zur linken steht das HolzBauForschungsZentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Stahr, zur Rechten das Carbonbetontechnikum der Teams um Prof. Dr. Klaus Holschemacher und Prof. Dr. Tilo Heimbold.
Gemeinsam mit MFPA und IFBT schafft die HTWK Leipzig im Innovationspark Bedingungen, die den Transfer neuer Bauverfahren und Materialien in die Praxis beschleunigen. Der Standort im Leipziger Stadtteil Engelsdorf blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits seit den 1950er Jahren werden hier Baustoffe, Bauteile und Bauweisen experimentell geprüft. In den vergangenen Jahren hat sich das Gelände zunehmend zu einem Forschungs- und Innovationscampus entwickelt, auf dem Wissenschaft, Prüfung und wirtschaftliche Anwendung eng zusammenarbeiten.
Carbonbetontechnikum und HolzBauForschungsZentrum

Das Carbonbetontechnikum der HTWK Leipzig wurde 2022 eröffnet. Die weltweit einzigartige Modellfabrik dient der Erforschung und automatisierten Fertigung von Bauteilen aus Carbonbeton. Ziel ist es, ressourcen- und CO₂-sparende Bauweisen weiterzuentwickeln und für die breite Anwendung vorzubereiten. Forschende des Instituts für Betonbau erproben hier Fertigungsverfahren für das Bauwesen der Zukunft. Seit 2024 ergänzt das HolzBauForschungsZentrum (HBFZ) die Forschungslandschaft im InnovationsPark. Die rund 1.100 Quadratmeter große Forschungs- und Fertigungshalle ermöglicht Tests im Maßstab 1:1 und bietet optimale Bedingungen, um digitale Planungs- und Automatisierungskonzepte für den Holzbau zu entwickeln und unter praxisnahen Bedingungen zu erproben. Im Fokus stehen ressourcenschonende und kreislauffähige Bauweisen sowie die industrielle Fertigung von Holzelementen.
Jubiläumsfeier mit hochrangigen Gästen

In ihren Grußworten würdigten Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Bedeutung des InnovationsParks für Sachsen. Zu Gast waren unter anderem der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter sowie der Leipziger Wirtschafsbürgermeister Clemens Schülke, die dem Geschäftsführer der MFPA und des IFBT Mathias Reuschel zum 25-jährigen Firmenjubiläum gratulierten. Der Neubau des IFBT sei ein weiterer wichtiger Baustein für die Entwicklung des Standorts. Gleichzeitig wurde die enge Zusammenarbeit von Prüfinstituten, Forschungseinrichtungen und Bauwirtschaft als entscheidender Faktor hervorgehoben, um Innovationen wie Carbonbeton oder neuartige Holztragwerke in die praktische Anwendung zu bringen. Seitens der HTWK Leipzig waren Rektor Prof. Dr. Jean-Alexander Müller, Prorektor Forschung und Nachhaltigkeit Prof. Dr. Faouzi Derbel, Prorektor Bildung Prof. Dr. Axel Klarmann sowie die Institutsleiter Prof. Dr. Alexander Stahr, Prof. Dr. Klaus Holschemacher und Prof. Dr. Volker Slowik unter den Gästen.
Jean-Alexander Müller, Rektor der HTWK Leipzig: “Viele der Mitarbeiter der MFPA und auch einige der Gäste sind Alumni der HTWK Leipzig. Die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft in einem Miteinander zeigte sich hier einmal mehr. Aus Wissenschaft wird Wirtschaft und wo Wirtschaft ist, da pulsiert auch Wissenschaft.”
Beim anschließenden Rundgang durch die Labore präsentierten MFPA und IFBT ihre Forschungs- und Prüfleistungen den rund 150 geladenen Gästen. Am Nachmittag klang der Festtag mit Mitarbeitenden, Partnern und Gästen bei Livemusik und einem Rückblick auf die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre aus.
Für die HTWK Leipzig unterstreicht das Jubiläum die Bedeutung des InnovationsParks als Forschungsstandort: Mit dem Carbonbetontechnikum und dem HolzBauForschungsZentrum verfügt die Hochschule dort über zwei spezialisierte Forschungszentren, die den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Baupraxis unmittelbar unterstützen.
















