Alumni-Portraits https://www.htwk-leipzig.de/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/?type=787 de-de Sun, 09 May 2021 15:47:02 +0100 news-3332 Wed, 15 Jul 2020 12:27:38 +0200 Von der HTWK Leipzig nach London https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3332/ Der Studiengang International Management führte Sandra Schmidt zu Beruf und Leben im AuslandNach ihrem Studium des International Management an der HTWK Leipzig ist Sandra Schmidt nach London gezogen. Hier ist sie als Business Development Managerin Public Sector für den Softwareanbieter salesforce.com tätig.

Im Video blickt sie auf ihre Zeit an der Hochschule zurück und berichtet über die Vorteile eines praxisorientierten Studiengangs.

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news-3317 Wed, 08 Jul 2020 09:24:28 +0200 Unsere Alumna: Lea Amilie Peterknecht https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3317/ ...über ihren Studiengang Buchhandel/Verlagswirtschaft und ihre heutige Arbeit auf der Leipziger Buchmesse Lea Amelie Peterknecht studierte Buchhandel/Verlagswirtschaft an der HTWK Leipzig und arbeitet heute als Projektmanagerin im Team der Leipziger Buchmesse und der Manga Comic Con.

Entscheidend für den beruflichen Einstieg war ihr Praxissemester auf der Leipziger Messe. Im Video erfahrt ihr mehr über ihren abwechslungsreichen Arbeitsalltag und bekommt noch ein paar Tipps für euer Studium.

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news-3307 Fri, 03 Jul 2020 11:54:51 +0200 „Damit Straßenbahnen rollen wie sie sollen“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3307/ Maik Wolf studierte Maschinenbau an der HTWK Leipzig und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter geblieben Nach seinem Maschinenbau-Studium an der HTWK Leipzig blieb Maik Wolf „seiner“ Hochschule treu. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter forscht er gemeinsam mit Praxispartnern an individuellen Fragestellungen. Im Video erfahrt ihr mehr über seine aktuellen Untersuchungen zu Störungen des Straßenbahnbetriebs.

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news-3306 Fri, 03 Jul 2020 11:40:34 +0200 "Jeder Tag ist anders" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3306/ Alumnus Sven Kaspers über seinen heutigen Job und sein Studium in Elektro- und Informationstechnik an der HTWK Leipzig Sven Kaspers studierte Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWK Leipzig und leitet heute für die RTI Automation GmbH den Standort Leipzig. Im Beitrag berichtet er von seinem abwechslungsreichen Arbeitsalltag, der von der Personalplanung über Materialbestellung bis zu Vor-Ort-Terminen bei Kunden reicht.

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news-3303 Fri, 03 Jul 2020 10:51:40 +0200 „Die Praxisnähe habe ich an der HTWK sehr geschätzt“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3303/ Heute Recruiterin bei der Deutschen Bahn, davor Betriebswirtschafts-Studentin der HTWK: Franziska Hoy über ihre Zeit an der Hochschule Franziska Hoy studierte Betriebswirtschaft and der HTWK Leipzig, heute ist sie Recruiterin für Azubis und Studierende im dualen Studium bei der Deutschen Bahn. Im Video erfahrt ihr, wie sie zur HTWK gekommen ist und was sie an ihrem Studium besonders schätzte.

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news-3302 Fri, 03 Jul 2020 10:22:00 +0200 "Wir haben in die Branche hineinstudiert" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3302/ Stephanie Hübner erzählt von ihren Erfahrungen im Bachelor-Studiengang Buchhandel/Verlagswirtschaft Stephanie Hübner studierte Buchhandel/Verlagswirtschaft an unserer Hochschule und arbeitet heute im Vertrieb der Argon Verlag GmbH. In diesem Video erzählt sie von ihrem aktuellen Aufgabenbereich und erinnert sich an ihr Studium in Leipzig.

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news-3294 Wed, 01 Jul 2020 13:47:02 +0200 "Ich wollte nicht irgendein BWL-Studium" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3294/ ...deshalb studierte Katrina Hutchison International Management an der HTWK LeipzigHier erzählt Katrina Hutchison, wieso sie sich für den Studiengang International Management an der HTWK Leipzig entscheiden hat. Heute arbeitet sie im International Accounting bei der 4 Flow AG.

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news-3293 Wed, 01 Jul 2020 13:31:48 +0200 "Ich kenne den ganzen Weg des Buches in der Bibliothek" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3293/ Kenny Kohlmann studierte Bibliotheks- und Informationswissenschaften und arbeitet heute in der HochschulbibliothekNach seinem Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HTWK Leipzig ist Kenny Kohlmann seiner Hochschule treu geblieben. Heute arbeitet er hier als Mitarbeiter IT, Katalog, Website und Elektronische Medien und sorgt dafür, dass alle technischen Abläufe funktionieren.

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news-3292 Wed, 01 Jul 2020 12:55:35 +0200 Unsere Alumna: Carolin Schramm https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3292/ ... über ihr Medientechnik-Studium und ihren heutigen Beruf in der Film- und FernsehbrancheCarolin Schramm hat Medientechnik an der HTWK studiert und ist heute bei der ARRI System Group für die Konzeption von Lichtsystemen in Fernsehstudios zuständig.

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news-3291 Wed, 01 Jul 2020 12:24:15 +0200 Unser Alumnus: Robert Baumann https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3291/ ... zum Masterstudiengang Druck- und VerpackungstechnikRobert Baumann studierte Druck- und Verpackungstechnik an der HTWK Leipzig.
Heute arbeitet er als Prozessingenieur bei der G+D Currency Technology GmbH im Werk in Leipzig.

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news-3229 Wed, 27 May 2020 10:00:00 +0200 Unsere Alumna: Annemarie Janisch https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/3229/ ... über den kooperativen Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik Annemarie Janisch studierte im kooperativen Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWK Leipzig. Heute arbeitet sie als Vertriebsingenieurin bei der Siemens AG.

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news-2913 Mon, 27 Jan 2020 20:00:00 +0100 „Bei einfachen Antworten werde ich schnell skeptisch“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2913/ Dr. Reinhard Böhm studierte 1970-1974 Technische Kybernetik (Automatisierung) an der Ingenieurhochschule Leipzig (heute: Fakultät Ingenieurwissenschaften, Standort Wächterstr.). Danach arbeitete er an verschiedenen leitenden Positionen bei der Verbundnetz Gas und war daran beteiligt, diesen DDR-Großbetrieb als einen der wenigen nach 1990 erfolgreich in die neue Wirtschaftsordnung zu überführen. Nebenbei promovierte er an der Technischen Hochschule Leipzig und war zuletzt Vorsitzender des Kuratoriums der HTWK Leipzig. Über nötige Vorbereitungskurse, die Energiewende und die Digitalisierung von 1976 berichtet er im Alumni-Interview.Wie kamen Sie zum Studium nach Leipzig?

Reinhard Böhm: Ich war schon immer technisch interessiert, habe nach dem mittleren Schulabschluss Betriebs-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechniker gelernt. Und danach standen mir 45 Berufsjahre bis zur Rente bevor, in einem VEB der chemischen Grundstoffindustrie. Verschlissene, umweltschädigende Produktionsanlagen, keine Chance auf Verbesserungen. Ich bewarb mich um einen Studienplatz und bekam die Zusage zu einem Hochschulstudium der Technischen Kybernetik an der neu gegründeten Ingenieurhochschule Leipzig. Da kniete ich mich in die nötigen Vorbereitungskurse in Mathe, Physik und in dieser Zeit besonders `wichtig`, Marxismus-Leninismus und kam zum Wintersemester 1970 nach Leipzig.

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news-2813 Wed, 11 Dec 2019 14:12:59 +0100 Unsere Alumni: Anna Förster über Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit an der HTWK https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2813/ Dipl.-Ing. Anna Förster hat an der HTWK Leipzig Verpackungstechnik studiert und ist nun bei der DB Schenker AG in der Leitung der Verpackungsplanung tätig. Im Interview berichtet sie von ihrem Arbeitsalltag und wie die verschiedenen Abläufe in der Verpackungsentwicklung und -planung aussehen. Mehr Informationen zum Studiengang hier.

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news-2602 Wed, 02 Oct 2019 16:56:57 +0200 „BWL ist so unglaublich vielfältig“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2602/ Dirk Thärichen studierte ab 1990 an der Technischen Hochschule Leipzig, der Vorgängerin der HTWK Leipzig, Wirtschaftswissenschaften. Mit dem Vordiplom wechselte er an die TU Dortmund. Nach Stationen u.a. im Sportbusiness und der Medienbranche ist er seit 2014 Vorstand der Konsum Leipzig eG. Als Partner der HTWK Leipzig beim Deutschlandstipendium fördert er mit seinem Leipziger Traditionsunternehmen nun selbst leistungsstarke Studierende der Wirtschaftswissenschaften. Über ein Studium in bewegten Zeiten und wichtige Wechsel berichtet er im Alumni-Interview. Wie kamen sie zum Studium an die TH Leipzig?

Dirk Thärichen: Eigentlich wollte ich in Berlin Ökonomie studieren, Zahlen haben mir schon immer Spaß gemacht. Das war Ende der 1980er Jahre in der DDR, damals hieß es: Wer studieren will, muss vorher einen dreijährigen Wehrdienst absolvieren. Aber während ich dort war, fiel die Mauer und damit der Zwang, die komplette Zeit abzusitzen. Ich habe mich nach einem Studienplatz in der Nähe umgesehen – und die Technische Hochschule Leipzig, Vorgängerin der HTWK, führte gerade einen völlig neuen Studiengang ein, Wirtschaftswissenschaften.

Das war im Oktober 1990, wenige Tage vor Ihrer Immatrikulation trat der Einigungsvertrag in Kraft.

Thärichen: Richtig, alles war im Übergang. Es gab viele so wie mich, die vom Wehrdienst kamen, unser Studiengang war überfüllt, gleichzeitig waren wir die Versuchskaninchen: Inhalte wurden während des Semesters laufend geändert, und viele, leider auch gute, Professoren waren plötzlich weg, weil man Ihnen Verbindungen zur Stasi nachgewiesen hatte. Wir hatten aber auch richtige Kapazitäten, Lothar Tippach etwa oder Prof. Bert Rürup, den späteren Vorsitzenden der „Wirtschaftsweisen“ und Erfinder der Rürup-Rente. Der kam damals als Gastprofessor von der TU Darmstadt. Bei ihm war es richtig spannend. Andererseits waren viele der alten Profs mit dem „neuen“ Stoff wenig vertraut. Einer hat den Begriff Vorlesung wörtlich genommen und alles aus einem West-Buch, dem „Stubbe“, vorgelesen. Wir haben uns das Buch besorgt und dann aus Spaß, wenn er eine kurze Pause machte, laut weitergelesen.

Das marktwirtschaftliche System und die Rechtsordnung waren damals für alle Neuland.

Thärichen: Alles das, was wir bis dahin erlebt und gelernt hatten, meine ganzen 20 Jahre bis dahin, das konnte ich großteils über Bord werfen, das galt nichts mehr. Nur manches, etwa die Gesetze der Mathematik, der Statistik und die Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die waren gleichgeblieben. Am anstrengendsten fand ich die Informatikthemen. Wir hatten nagelneue Rechner von Intel, 386er. Was habe ich mich quälen müssen. Ich wollte nicht Programmieren lernen, ich wollte lernen, wie man sich erfolgreich am Markt behauptet.

 

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news-2396 Wed, 03 Jul 2019 08:59:35 +0200 „Erst als Architekt durfte ich mich mit eigener Wohnadresse in Leipzig öffentlich melden“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2396/ Friedrich Felix Thalheim (1861-1917) war im 19. Jahrhundert Hochschullehrer für architektonische Perspektivzeichnungen an der Königlich-Sächsischen Baugewerkeschule in Leipzig, einer der Vorgängereinrichtungen der heutigen HTWK Leipzig. Im Interview mit seinem Ur-Ur-Enkel, dem Kunsthistoriker Daniel Thalheim, berichtet er von seiner Herkunft, der Karriere als Architekt und gibt so einen Eindruck in die Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts.Daniel Thalheim: Als Dein Nachfahr aus dem 3. Jahrtausend lerne ich Dich erst jetzt kennen. Darf ich Dir rückblickend ins 19. Jahrhundert ein paar Fragen stellen?

Friedrich Felix Thalheim: Natürlich darfst Du! Ich freue mich natürlich auch Dich kennenzulernen. Aber stelle ruhig Deine Fragen.

D.T.: Willst Du nicht etwas Persönliches über Dich erzählen?

F.F.T.: Gern! Ich wurde 1861 in Leipzig geboren. Ich bin Sohn eines Bauschlossermeisters und Bierschenkenbetreibers in Leipzig. Friedrich Gottfried Thalheim hieß er. Er erwarb in den Vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein Grundstück in der Dresdner Straße in der damaligen Leipziger Altstadt. Eigentlich hat sein Vater, Johann Gottfried, dieses Ziel verfolgt. Mein Vater heiratete eine Paulina Wendt 1857. Bis zu seinem Tod war er als Berufsschullehrer tätig, und eben als Schlossermeister. Unsere Bauschlosserei befand sich seit ungefähr meiner Geburt in der Dresdner Straße 23. Du musst auch wissen, dass wir in Grimma in Besitz einer großen Edelobstanlage waren. Gibt es das alles noch?

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FB > Fakultät > AktuellesFAS - NACHRICHTEN - ALLGEMEINFAS - NACHRICHTEN - ARCHITEKTURHTWK > Hochschule >> HTWK.storyHTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-2358 Wed, 19 Jun 2019 10:39:08 +0200 Vom Forschungsprojekt zum Geschäftsfeld https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2358/ Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen bringen die Wissenschaft voran, ermöglichen den Unternehmen aber auch, sich einen Innovationsvorsprung gegenüber Wettbewerbern zu erarbeiten. Die Kooperation von AviComp und HTWK Leipzig ist hierfür ein Beispiel. Kooperationsbeziehungen sind ein bisschen wie gute Freundschaften: Man lernt sich scheinbar zufällig kennen, findet Interesse an der Lebenswelt und den Fähigkeiten des anderen. Gemeinsame Erlebnisse schaffen Vertrauen und einen Mehrwert für beide Seiten. So war es auch zwischen der HTWK Leipzig und der AviComp Controls GmbH, deren heute enge Kooperationsbeziehung ihren Anfang mit einem studentischen Praktikum nahm.

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news-2349 Fri, 14 Jun 2019 19:52:23 +0200 „Das Aufbauen von Netzwerken ist das Wichtigste“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2349/ Oliver Scholz, Studium Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau (2007-2010 und 2011-2013), ist heute Geschäftsführer der soLEAN GmbH – Trainingscenter für Führung & Prozessverbesserung in Leipzig. Im Alumni-Interview berichtet er von prägenden Vorbildern, der „Intimität“ in Markkleeberg (damals Sitz der Fakultät Maschinenbau & Energietechnik) und seinem Ziel, den LEAN-Gedanken noch fester zu implementieren. Was haben Sie vor dem Studium gemacht? Warum haben Sie sich entschieden, an der HTWK zu studieren?
Oliver Scholz: Direkt nach dem Abitur habe ich mich entschlossen, nicht in den Familienbetrieb einzusteigen, sondern meinen eigenen Weg zu gehen und neue Erfahrungen zu machen. Meine große Liebe waren – und sind – Autos. Deshalb wollte ich die Technik dahinter weiter verstehen und wissen, wie man sie wirtschaftlich in Masse produziert. Ich wollte praxisnah und in einer schönen Stadt studieren – da gab es nur eine Option: die HTWK in Leipzig.

An welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?
Der erste Studientag war besonders für mich, denn ich stand in der Karli und habe den Raum M205 für die Auftaktvorlesung gesucht. Ich war etwas spät dran – ich hatte mir extra eine Wohnung in der Nähe der HTWK gesucht, hatte den Weg aber doch unterschätzt. Voller Entsetzen musste ich feststellen, dass die Fakultät ME nicht in der Südvorstadt sitzt, sondern in Markkleeberg. Also rein in den Bus und der schöne Campus war erstmal Ade. Dieser gefühlte Nachteil sollte sich jedoch bald als riesiger Vorteil entpuppen, denn der etwas verschlafen anmutende „Außenstützpunkt“ hatte es durch die Intimität und Gemeinschaft in sich. Dazu war der Cossi in der vorlesungsfreien Zeit auch nicht schlecht und immer eine alternative Lernmöglichkeit.

Welches Erlebnis/welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Frau Prof. Hentschel. Sie war für mich eine wahre Mentorin. Egal, ob während der Vorlesung, durch viele persönliche Erfahrungen und Ratschläge oder in der Zeit der Bachelorarbeit bei BMW, sie hat stetig den Druck an der richtigen Stelle erhöht, damit man an seine Grenzen kommt und aus seiner Zeit an der HTWK echt was macht. Wir sind noch heute eng in Kontakt.

Auf welche Erfahrung hätten Sie gern verzichtet?
Leider muss man auch sagen, dass die HTWK nicht nur Vorzüge hatte, denn Abstimmungsprobleme zwischen einigen Professoren und Fakultäten haben auch manchen Studenten zwischen den Stühlen stehen lassen. Es hat sich aber immer eine Lösung gefunden.

Wie hat das Studium Sie auf Ihre heutige Tätigkeit vorbereitet?
Die HTWK hat mich sehr gut auf mein Berufsleben vorbereitet, denn die praxisnahen Vorlesungen mit vielen Beispielen und der Austausch in kleinen Lerngruppen haben mir ein festes Fundament ermöglicht, auf das ich gut aufbauen konnte. Darüber hinaus hat sich durch das „Lernen“ in der einen oder anderen Leipziger Bar ein gutes Netzwerk etabliert, das ich heute noch schätze und man hat Freunde fürs Leben gefunden. Auch meinen Berufseinstieg nach dem Bachelor bei BMW und mein paralleles Studium während meiner Vollzeitstelle als LEAN-Projektleiter bei BMW hat die HTWK nicht blockiert, sondern unterstützt. Das permanente Wechseln zwischen Theorie und Praxis in der Vorlesung war geistig zwar anspruchsvoll, aber unglaublich lehrreich. Diese Erfahrung will ich selbst auch heute den Studenten mitgeben und versuche immer, in meinem eigenen Unternehmen einen HTWK-Werkstudenten auszubilden und selbst Vorlesungen an der HTWK zu halten, um Praxiswissen weiterzugeben.

Wie sind Sie auf ihren ersten Job aufmerksam geworden?
Ich war dank Prof. Hentschel im Rahmen der Vorlesung Produktionsplanung bei einer Werksbesichtigung bei BMW. Dort kam ich mit Führungskräften von BMW ins Gespräch. Der Rest ist Geschichte und hat Riesenspaß gemacht.

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FING > allgemeinFW_ALUMNIHTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-2317 Wed, 29 May 2019 10:23:52 +0200 Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2019 an Alumnus der HTWK verliehen https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2317/ HTWK-Absolvent Dirk Stenzel vom Leipziger Büro ASUNA mit Holzhaus erfolgreich Der Preis ging in diesem Jahr an das Holzhaus in Leipzig-Lindenau des Leipziger Büros ASUNA (atelier für strategische und nachhaltige architektur) und ist mit 15.000 Euro dotiert. Das diesjährige Wettbewerbsthema lautete „Nachhaltig in die Zukunft“.
Ausgezeichnet wurde mit ASUNA Dirk Stenzel, der 1996 sein Studium als Diplomarchitekt an der HTWK Leipzig abgeschlossen hat.

„Architekt und Bauherr haben nachhaltige Antworten auf Fragen der Energetik, der flexiblen Nutzung sowie des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe gefunden und diese auf einer herausfordernden Grundstückssituation ausgezeichnet umgesetzt“, würdigte der sächsische Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller die Preisträger.
„Arbeiten, Wohnen und Leben in einem Gebäude vereint unter einem Dachgarten – das ist das gelebte Motto ‚Stadt der kurzen Wege‘ und darüber hinaus auch unter den Aspekten Ressourcen- und Flächenschonung in die Zukunft gerichteter Städtebau“, so Wöller weiter.

Zum Wettbewerb

Die Jury unter Leitung von Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen, hat zudem fünf weitere Beiträge mit einer Anerkennung ausgezeichnet:

  • Bio-Fassade „NFK-Bio LIGHT“ Chemnitz
  • Erweiterung des Barkhausenbaus, TU Dresden
  • Umbau Hauptbahnhof Chemnitz
  • Kulturpalast Dresden
  • Kutscherhaus Dresden

Das Innenministerium, die Architektenkammer Sachsen und die Ingenieurkammer Sachsen lobten auch in diesem Jahr den Sächsischen Staatspreis für Baukultur gemeinsam aus, die Architektenkammer übernahm die Geschäftsführung.
Der Staatspreis wird für Leistungen auf dem Gebiet der Baukultur in Sachsen verliehen. Das diesjährige Thema „Nachhaltig in die Zukunft“ betont ein wesentliches Anliegen des Wettbewerbes. Er soll laut Veranstalter dazu beitragen, „dass unsere Gesellschaft sieht, dass Architektur und Städtebau nicht nur das Leben des Einzelnen bereichern, sondern auch Perspektiven für ein in die Zukunft weisendes Zusammenleben aufzeigen“.

Zum Holzhaus Leipzig-Lindenau und Begründung für die Preisvergabe

Bauherr: Baugemeinschaft Z8 GbR, Leipzig Entwurfsverfasser: ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur, Leipzig

Das Gebäude entsendet eine Botschaft in die Stadt. Nachhaltigkeit entsteht hier durch individuelles Engagement im zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss. An einer in Zuschnitt und Lärmbelastung herausfordernden Grund-stückssituation werden überzeugende städtebauliche Qualitäten herausgear-beitet. Der Baukörper fasst den Straßenraum und setzt ein positives Zeichen des Wandels. Die Mischnutzung aus Wohnen in den Obergeschossen und Gewerbe im Erd- und 1. Obergeschoss erzeugt einen neuen und lebhaften Baustein für die Stadt der kurzen Wege. Hervorzuheben ist die öffentliche Durchwegungsmöglichkeit auf privatem Grund und die damit einhergehende Vernetzung im Stadtraum. Die Dächer sind mit gemeinschaftlich bewirtschafteten Dachgärten versehen, die eine stadtklimatische Regulierungsfunktion übernehmen. Die Gewerbeflächen bieten eine flexible Umnutzbarkeit und eine langfristige Anpassungsfähigkeit an dynamische wirtschaftliche oder gesellschaftliche Veränderungen.

Die vielschichtigen Aspekte von Nachhaltigkeit werden integrativ zusammengeführt: die eingesetzte Massivholzkonstruktion nutzt den nachwachsenden Rohstoff als sichtbares Gestaltungselement. Die Dimensionierung der Holzbauteile ermöglicht eine brandgeschützte Konstruktion ohne zusätzliche Verkleidung. Die Vorfertigung von Wand- und Deckenelementen begünstigt eine kurze Bauzeit. Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt regenerativ durch die Nutzung von Erd- und Luftwärme sowie Solarenergie. Das Regenwasser wird gesammelt und ressourcensparend als Brauchwasser einge-setzt. Das Projekt übernimmt eine Vorbildfunktion hinsichtlich zivilgesellschaftlichen Engagements, gemeinsamen Bauens, der Schaffung von Mehrwerten für die Stadtgesellschaft und der ganzheitlichen Auffassung von Nachhaltigkeit.

Quelle: Medieninformation 073/2019 SMI (Andreas Kunze-Gubsch)

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news-2260 Wed, 15 May 2019 10:28:13 +0200 Deutscher Kamerapreis für HTWK-Absolventen https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/2260/ Mitja Hagelüken, Absolvent des Studiengangs Fernsehproduktion, wurde für „Wohin mit all der Liebe“ ausgezeichnet Mit dem Deutschen Kamerapreis wurde Mitja Hagelüken in Köln für seine Arbeit als Kameramann geehrt. Er ist Absolvent des ersten Jahrgangs des Bachelorstudiums Fernsehproduktion, den die HTWK und die Fernsehakademie Mitteldeutschland (FAM) gemeinsam durchführen. Tilo Fiebig, Leiter der FAM, freut sich: „Wir sind stolz auf einen unserer ersten Bachelor-Kamera-Absolventen, freuen uns, gratulieren und wünschen Erfolg als Bildgestalter!“

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news-1470 Tue, 18 Sep 2018 12:13:30 +0200 „Ein Team aus fünf gleichberechtigten Partnern zu sein, ist auch eine Herausforderung.“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/1470/ Mitglieder des Octagon Architekturkollektivs im Gespräch mit Annette Menting und Juliane Richter.

Im Tapetenwerk, einer umgenutzten Farbikanlage im Leipziger Westen, befindet sich neben Ausstellungshallen, Galerien, Studios und Ateliers das Büro des Octagon Architekturkollektivs. Erst vor rund 2 Jahren gegründet, sind die fünf Mitglieder heute bereits gut ausgelastet. Teilnahmen an offenen und geladenen Wettbewerben im klein- wie großmaßstäblichen städtebaulichen Bereich haben zu Anerkennungen, Preisen und schließlich auch Beauftragungen geführt. Das Interview wurde geführt mit Henry Fenzlein, Katharina Tihl und Philip Stapel, die zwischen 2006 und 2012 Architektur an der HTWK Leipzig studiert haben; weiterhin gehören Markus Wiese und Julia Köpper zum Octagon Architekturkollektiv.

Beim Gespräch erinnern sich die drei an ihre Studienzeiten und an das frühere Leipzig (die Partys, die Orte, die Möglichkeiten!). Zugleich sehen sie die Chancen in der heutigen, wachsenden Stadt, die sie mitgestalten wollen. Gelegenheit dazu bietet sich mit ihrem bisher größten Projekt, dem prämierten Konzept des kooperativen Werkstattverfahrens zur städtebaulichen Planung für das Areal des Eutritzscher Freiladebahnhofs nördlich des Leipziger Hauptbahnhofs. Die Fläche von 25 Hektar ist derzeit größtenteils unbebaut und soll zum neuen Stadtquartier für bis zu 3.500 Menschen werden. Hier bot sich dem Kollektiv die Gelegenheit, ihre Ideen eines gemischten Quartiers mit Nachbarschaftsplätzen, experimentellen Wohnformen und urbanem Grün einzubringen – und sie mit einem großen Investor sowie der städtischen Verwaltung auszuhandeln.

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news-1458 Wed, 12 Sep 2018 02:00:00 +0200 „Verliebt euch in ein Spezialgebiet – dann wird alles gut!“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/1458/ Andreas Pieritz (B. Eng. Drucktechnik 2014) hat nach einer Tätigkeit als Tiefdrucker nochmal umgesattelt – und ist heute Sales Manager bei Prinovis, einem führenden Druckdienstleister. In dieser Funktion ist er europaweit unterwegs. Von Offenheit, Business English, der Fähigkeit, im Flugzeug zu entspannen und Schwingungs-Analyse berichtet er im Alumni-Interview.HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > AktuellesFIM > Fakultät > Aktuellesnews-1390 Tue, 14 Aug 2018 18:00:00 +0200 „Überlegt, welche Themen euch wirklich interessieren“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/1390/ Michael Schmeißer studierte an der HTWK Leipzig Informatik (Master-Abschluss 2013). Danach begann er als Entwickler bei mgm technology partners in Leipzig und ist seit 2017 dort als Projektleiter angestellt. Momentan arbeitet er mit daran, dass die Steuererklärung so papierlos wie möglich wird. Im Alumni-Interview berichtet er von zuviel Code, guten Strukturen und davon, dass alles vor halb 9 vermeidbar sein müsste.Mit welchem Gefühl denken Sie heute an ihre Studienzeit zurück?
Michael Schmeißer: Mit einem sehr guten Gefühl. Man braucht nicht alle Inhalte aus der Studienzeit gleichermaßen im Arbeitsalltag, aber das Studium hat mir sehr viele verschiedene Themengebiete nähergebracht und mir auch einiges an Selbstorganisation abverlangt, die ich heute gut gebrauchen kann. Außerdem empfand ich unseren Jahrgang immer als einen mit sehr viel Kooperation, wodurch das Studium auch eine Menge Spaß gemacht hat. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, arbeite ich auch weiterhin gern mit Hochschulen und Studenten zusammen, auch wenn ich mich selbst für den Weg in die Wirtschaft entschieden habe.

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news-1117 Fri, 18 May 2018 09:43:00 +0200 „Mich fasziniert, wie Menschen online miteinander kommunizieren“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/1117/ Falk Wacker vermisste in seinem alten Job in der Telekommunikationsbranche die Aufstiegsmöglichkeiten – und begann dann, International Management zu studieren. Seit seinem Abschluss (B.A. 2012) ist er im Bereich Social Media & Consulting aktiv. Nach einigen Jahren in Bayern als Marketing-Manager - Media bei einem der weltgrößten Outdoor-Sport-Ausrüster lebt er seit kurzem wieder in Leipzig, koordiniert ein Fotoprojekt und sucht neue Herausforderungen.HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsFB > Fakultät > Aktuellesnews-982 Mon, 26 Mar 2018 09:43:01 +0200 „Offenheit im Denken ist wichtig“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/982/ Alumni-Geschichten: Iris Wolke-Haupt studierte 1985-1990 an der TH Leipzig Bauingenieurwesen. Nach verschiedenen Stationen in der Immobilien- und Bauwirtschaft ist sie seit 2017 technische Geschäftsführerin der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB). Dort arbeitet sie mit daran, dass das Wohnungsangebot in Leipzig mit dem Wachstum der Stadt Schritt halten kann. Im Alumni-Interview berichtet sie von Prägungen, Veränderungen, „echten Originalen“ im Studium und der Notwendigkeit, offen für neue Wege zu bleiben. HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsFB > Fakultät > Aktuellesnews-913 Fri, 16 Feb 2018 11:52:42 +0100 „Bereist die Welt und sammelt Lebenserfahrung“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/913/ Alumni-Geschichten: Akimo Markov kam eigentlich aus dem technischen Bereich, wollte dann aber mehr als Mechanik und Elektronik – und studierte so von 2008 bis 2011 an der HTWK Leipzig International Management. Ebenfalls seit 2008 ist er Geschäftsführer von MARKOV&MARKOV | Orchestrales Marketing & Kommunikation. Die hat ihren Sitz unweit des Campus – so genießt er es, hin und wieder in die Mensa zu gehen. Ansonsten ist er deutschlandweit zu seinen Kunden unterwegs. Studierenden rät er, vor allem Lebenserfahrung zu sammeln, ob in Nebenjobs oder im Ausland.HTWK > Hochschule > AktuellesHTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsFW_ALUMNIHTWK > Hochschule > Aktuellesnews-874 Thu, 01 Feb 2018 09:31:00 +0100 „Meine Studienzeit war eine sehr positive Zeit“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/874/ Uwe Matrisch studierte Verlagsherstellung auf Diplom an der HTWK Leipzig (1996 – 2000) und ist seitdem in der Medienbranche tätig. Im Interview berichtet er von geänderten Erwartungen, die erfüllt wurden, einem fließenden Übergang ins Berufsleben und wie wichtig es war, berufsspezifisches soziales Verhalten zu lernen. Er arbeitet heute bei Konvertus, einem Dienstleister für die Verlags- und Medienbranche. HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > AktuellesFIM > Fakultät > Aktuellesnews-750 Wed, 06 Dec 2017 09:31:00 +0100 „Entwürfe müssen auch baubar sein“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/750/ Maik Schroeder studierte Architektur (Diplom 1999) an der HTWK Leipzig und ist heute Geschäftsführer der BPS architektur gmbh in Döbeln. Über familiäre Vorprägung, Nachtarbeit und warum es sich lohnt, sich auch mit Dingen zu beschäftigen, die erstmal weniger Freude machen, berichtet er im folgenden Interview. HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > AktuellesFAS - NACHRICHTEN - ARCHITEKTURHTWK > Hochschule > Aktuellesnews-722 Tue, 21 Nov 2017 09:31:00 +0100 „Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/722/ Alumni-Geschichten: Robert Rathmann studierte Elektro- und Informationstechnik (mit Schwerpunkt Mechatronik) und hat seit seinem Masterabschluss 2016 zwei Jobs: einmal arbeitet er bei einem Elektronik-Unternehmen in Sachsen-Anhalt, und dann ist er Geschäftsführer der EWS GbR, über die er die von ihm und einem Freund entwickelte „Einwegsiegelschraube“ vertreibt und entwickelt. Der Clou: Die Schraube weist völlig unmanipulierbar nach, ob sie schon einmal geöffnet wurde – das ist besonders für Garantiefälle wichtig. Neben diesen beiden Jobs absolviert Rathmann berufsbegleitend ein MBA-Studium. HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > AktuellesFEIT > Startseitenews-672 Wed, 08 Nov 2017 16:31:26 +0100 „Manchmal die Theorie über Bord werfen“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/672/ Alumni-Geschichten: Steffen Fischer studierte von 1998-2003 Drucktechnik an der HTWK Leipzig. Er war danach im Produktmanagement einer Softwarefirma tätig, bis er 2012 zusammen mit seinem Bruder das Familienunternehmen übernahm – die von seinem Urgroßvater gegründete Druckerei. Die ist heute weit über 90 Jahre alt und mittlerweile ein Medienunternehmen getreu dem Slogan „Print+Digital=Optimal“.HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > AktuellesFIM > Fakultät > AktuellesFIM > Projektanzeigesystem > DrucktechnikHTWK > Startseitenews-558 Wed, 04 Oct 2017 17:34:25 +0200 „Mich motiviert das gute Miteinander in unserem Team“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/558/ Alumni-Geschichten: Maschinenbau-Absolvent Christian Herrmann (M.Eng. Maschinenbau 2011) im GesprächChristian Herrmann studierte nach einer Berufsausbildung 2007-2011 Maschinenbau (B.Eng./M.Eng.) an der HTWK Leipzig. Seit seinem Abschluss ist er bei der EBAWE Anlagentechnik GmbH angestellt, erst als Projektmanager, seit 2014 als „Head of Project Management“. Für ihn haben sich alle Karriereschritte nacheinander ergeben – heute ist er mit der Planung und Umsetzung von Maschinentechnik für Betonwerke von Eilenburg aus international tätig.



Was haben Sie vor dem Studium gemacht? Warum haben Sie sich entschieden, an der HTWK zu studieren?
Christian Herrmann: Ich bin wohl eher der bodenständige Typ und habe mich sozusagen „stückweise“ weiterentwickelt. Ich hatte ursprünglich eine Berufsausbildung zum Konstruktionsmechaniker gemacht, später neben einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker die Fachhochschulreife erworben. Im Anschluss habe ich mich entschieden, Maschinenbau an der HTWK Leipzig zu studieren. Ich wollte nicht weit weg von zuhause – und die HTWK Leipzig hat einen guten Ruf.

An welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?
Herrmann: Da gibt es viele Erinnerungen. Positiv ist mir in Erinnerung geblieben, dass nahezu alle Hochschulprofessoren sehr hilfsbereit waren, ganz besonders erinnere ich mich an Prof. Carsten Klöhn und Prof. Dagmar Hentschel. Bei Prof. Klöhn habe ich nahezu meine gesamte Studienzeit verbracht. Obwohl ich jetzt in einem anderen Bereich tätig bin, habe ich trotzdem das analytische und strukturierte Vorgehen aus dieser Zeit übernommen. Frau Prof. Hentschel hat während des Studiums meinen Horizont in Richtung Qualitätsmanagement erweitert, obwohl ich das vorher für uninteressant hielt. Diese Fähigkeiten helfen auch heute bei der Abwicklung von komplexen Großprojekten.

Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Herrmann: Der Zusammenhalt innerhalb einer Matrikel. Hier war aus meiner Sicht deutlich zu spüren, dass Wissen nicht nur während der Vorlesung, sondern auch anschließend zwischen den Studenten vermittelt wurde. Insgesamt war das Studium aber sehr stark „gefüllt“. Dadurch gab es leider wenig Freiraum, sich vorlesungsübergreifend für verschiedene Bereiche zu interessieren bzw. sich hier zu engagieren.

Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?
Herrmann: Ich wohne nicht weit entfernt vom Sitz der EBAWE Anlagentechnik GmbH in Eilenburg, trotzdem war das Unternehmen aufgrund der starken internationalen Ausrichtung für mich wenig sichtbar. Ich habe hier bereits vor meinem Studium ein Praktikum gemacht und letztlich hat mich das nicht losgelassen.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Herrmann: Derzeit arbeiten wir als Unternehmen an verschiedenen Großprojekten, z.B. in Singapur, Malaysia, Kenia, China, Frankreich und den USA. Hierbei geht es meist um die Realisierung von sog. Palettenumlaufanlagen, auf denen später Betonfertigteile industriell hergestellt werden. Aber wir realisieren auch Einzelmaschinen in Bestandsanlagen. Ich glaube, man würde uns als „hidden champion“ bezeichnen – entsprechend haben wir auch viele internationale Kunden, sind jedoch in der Region Eilenburg als interessanter Arbeitgeber kaum bekannt. Die weltweite Nachfrage ist groß, denn die Vorteile vom Bauen mit Betonfertigteilen gegenüber konventionellen Bauweisen liegen auf der Hand – aus diesem Grund wächst EBAWE Anlagentechnik GmbH auch so.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Herrmann: Ich habe hier verschiedene Möglichkeiten, eigenverantwortlich zu arbeiten, aber auch, mich weiterzuentwickeln. Ich habe z.B. nach einer ca. 2-jährigen Tätigkeit als Projektleiter im Unternehmen direkt die Möglichkeit bekommen, die Verantwortung für die gesamte Abteilung Projektmanagement zu übernehmen – zunächst eine große Herausforderung. Aber insgesamt macht es mir einfach Spaß, hier zusammen mit den Projektleitern, den Projektbeteiligten und unseren Kunden weltweit die Maschinentechnik für erfolgreiche Betonfertigteilwerke bereitzustellen. Wir realisieren Großprojekte, auch unter Hochdruck – aber motivierend ist dabei das gute Miteinander in unserm vergleichsweise jungen Team.


(Stand: September 2017)

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news-486 Mon, 11 Sep 2017 08:58:22 +0200 „Nicht alles ist Aufgabe der Hochschule“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/486/ Alumni-Geschichten: Informatik-Absolvent Matthias Jauernig (Diplom 2008) im Gespräch

Matthias Jauernig studierte 2003-2008 Informatik an der HTWK Leipzig und ist heute freiberuflicher Softwareentwickler/-architekt im Großraum Frankfurt/Main. Im Studium hatte er vor allem viel Spaß. Obwohl er die Qualität der Lehre als herausragend einschätzt, musste er sich dennoch vieles weitere im Beruf aneignen. Es sei jedoch nicht Aufgabe der Hochschule, alles in die Lehrpläne zu packen.

 

Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie heute an Ihr Studium denken?
Matthias Jauernig: Vor allem unglaublich viel Spaß, den ich am Studieren hatte. Mich hat es immer motiviert, mir neues Wissen anzueignen und mein Bestes zu geben. Das Studium an der HTWK hat da aus meiner Sicht auch die besten Voraussetzungen gegeben. Fordern und Fördern war vielen Professoren ein großes Anliegen. Mit der Spezialisierung nach dem Grundstudium fand ich in den Bereichen Algorithmik, Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz dann auch viele Themen, die mich sehr begeistern konnten. Gern denke ich auch an die Erstellung meiner Bachelor- und Masterarbeit zurück. Prof. Jahn war stets außerordentlich motiviert und engagiert, mich hierbei zu unterstützen und ebenso zu fördern.

Heute sind Sie freiberuflich. Wie kamen Sie dazu und wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Jauernig: Nach dem Studium bin ich nach Frankfurt/Main gegangen und habe eine sehr gute Festanstellung als Softwareentwickler in einem kleineren Beratungshaus angenommen. Nach 6,5 Jahren in der Firma brauchte ich allerdings neue Impulse. Ich kannte einige Freiberufler und entschied mich dann Anfang 2015, selbst diesen Weg zu gehen. Und habe es nicht bereut! Heute unterstütze ich Kunden meist vor Ort im Raum Frankfurt und entwickle Software für sie (C#/.NET, Angular, TypeScript, …) bzw. berate sie in technologischen und architekturellen Fragen. Ob ich das für ewig machen will, bezweifle ich allerdings. Da ist dieser innere Drang, selbst eine Firma zu gründen und als Unternehmer Werte zu schöpfen. Dem kann ich mich auf Dauer wohl nicht verschließen ;-)

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Jauernig: Neben einem sehr guten Verdienst bin ich freier als in der Festanstellung. Ich bin nicht meinem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet, sondern mir selbst und maximal meinen Kunden. Zudem bin ich flexibler in meiner Zeiteinteilung, z.B. wann ich Urlaub mache oder auch mal einen Tag frei. So konnte ich mir beispielsweise auch vor 2 Jahren die Zeit optimal einteilen, um für den IRONMAN zu trainieren. Oder um Speaker auf der ein oder anderen Konferenz zu sein oder mal einen Fachartikel zu schreiben… Und ganz ehrlich: das Risiko hält sich als IT-Freiberufler stark in Grenzen, ebenso wie der zeitliche Aufwand für Steuern etc.. Die Nachfrage nach Entwicklern ist derzeit (zumindest in den Ballungsräumen) so hoch, dass ein Mangel an Sicherheit für mich kein Problem darstellt. Ich bekomme täglich mehrere Anfragen und habe die Freiheit mir auszusuchen, welches Projekt ich annehme und welches nicht.

Was hat Sie in Ihrem Berufsleben überrascht – positiv und negativ?

Jauernig: Positiv war ich überrascht von der Vielzahl an Projekten und Aufgaben, die man als Softwareentwickler übernehmen kann. Projekte und Teams sind heutzutage häufig so dynamisch, dass man sich entsprechend seiner Fähigkeiten immer gut einbringen kann. Auch die Übernahme technologischer Innovationen in realen Projekten findet oftmals zeitnah statt und macht mir großen Spaß. Negativ überrascht war ich zum einen von der mangelnden Softwarequalität in vielen Projekten und von schlecht ausgebildeten Entwicklern, die oftmals nach der Devise „Hauptsache es läuft“ arbeiten. Standards im Software-Design und Praktiken wie Clean Code sind da oftmals Fehlanzeige. Zum anderen erlebe ich immer wieder, wie gerade bei großen Firmen unglaublich viel Geld (Millionen Euro) zum Fenster herausgeworfen wird, aufgrund unnötig komplexer Prozesse, Strukturen und schlecht gemanagter Projekte. Da darf man manchmal gar nicht tiefgründiger drüber nachdenken…

Hat Sie das Studium an der HTWK gut auf die Arbeitswelt vorbereitet?
Jauernig: Die Qualität der Lehre war herausragend, hier konnte ich sehr viel Basiswissen aufbauen. Gerade das Hintergrundwissen in Algorithmik, Komplexität, Compilerbau etc. hat mir doch sehr geholfen, gewisse Abläufe in realen Projekten besser zu verstehen. Klar, dass nicht alles von Relevanz ist und klar, dass auch Themen fehlen. Gerade Richtung Softwarearchitektur, Softwaredesign, Clean Code, etc. musste ich mir dann noch viel in der Praxis aneignen, aber ich sehe es auch nicht unbedingt als Aufgabe der Hochschule, dies alles in die Lehre aufzunehmen. Das Studium schafft eine breite Wissensbasis und formt die Arbeitsweise, es sollte keine Berufsausbildung sein. Zweifellos habe ich Skills wie Selbstorganisation, Strukturierung, Gewissenhaftigkeit und Qualitätsbewusstsein mit ins Arbeitsleben übernehmen können, was mir tagtäglich außerordentlich hilft.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?
Jauernig: Seid mutig! Ihr könnt viel erreichen – wenn ihr euch traut. Macht Fehler und lernt daraus. Tut Dinge, die euch motivieren und voranbringen. Tut sie mit Herzblut! Und seid vielseitig – lernt stetig Neues, um euren Geist lebendig und flexibel zu halten.

(Stand: September 2017)

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FIMN > Aktuelles-News-externHTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-481 Fri, 01 Sep 2017 09:24:20 +0200 „Es war der Überblick über die großen Zusammenhänge“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/481/ Alumni-Geschichte(n): Bauwesen-Absolvent Helmut Sander (Diplom 1960) im GesprächHelmut Sander (Diplom Technologie der Bauproduktion 1960 an der Hochschule für Bauwesen) arbeitete in der Bauindustrie. Er ist seit 1999 im Ruhestand.

 

Warum haben Sie sich entschieden, an der Hochschule für Bauwesen – einer der Vorgängereinrichtungen der heutigen HTWK Leipzig - zu studieren?

Helmut Sander: Ich hatte damals gerade das Abitur gemacht und Interesse am Bauwesen. Die damals neueröffnete Hochschule – wir waren 1954 der zweite Jahrgang – bot optimale Studienbedingungen. Natürlich waren die Verhältnisse völlig andre als heute. In unserer damaligen Mensa und Küche im Geutebrück-Bau ist heute ein Computer-Kabinett. Statt Laptops und CAD gab es Reißzeug und Rechenschieber, statt HTWK-Card gab es ein Studienbuch, in dem alles handschriftlich vermerkt wurde.

Welches Erlebnis im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Sander: Richtig nachhaltig hat mich der BAHU-Fasching 1957 geprägt – damals habe ich meine Frau kennengelernt…

Wie hat das Studium Sie auf Ihre berufliche Tätigkeit vorbereitet?

Sander: Eigentlich wenig. Die Praxis war dann doch ganz anders. Aber ich habe einen Überblick über die großen Zusammenhänge erhalten. Den Rest musste man mit Ideen, Initiative und Organisation bewältigen. Das mag im konstruktiven Bereich anders sein, bei den Vorträgen im Forum Bau staune ich immer wieder über solche Leistungen.

In welchem Bereich haben Sie gearbeitet?

Sander: Ich war erst beim Baukombinat Leipzig, zunächst in der Arbeitsvorbereitung, dann als Leiter Forschung und Entwicklung, wobei sich diese Tätigkeit vornehmlich auf die Konstruktion von Lastaufnahmemitteln und anderen Hilfsmitteln konzentrierte, z.B. eine Schalung für die Kellergeschosse der 2 Mp-Bauweise (Georgiring, Windmühlenstraße u.a.), Kranbahnen für die (fahrbaren) Turmdrehkrane, abgebundene Gerüste, Baustraßenplatten usw. Heute kann man das mehr oder weniger telefonisch von heute auf morgen abrufen. Danach war ich bis zur Wende Leiter der Standardisierung im Kombinat Bauelemente und Faserbaustoffe für die vielseitigen Erzeugnisse dieses Kombinates, Schwerpunkt: Fenster. Ein Ergebnis dieser Arbeit war, dass ein Fensterwerk in Erfurt 50% des DDR-Bedarfes an Fenstern lieferte, egal ob diese Fenster in Rostock, Berlin oder Leipzig gebraucht wurden. Das ermöglichte den Versand in Containern auf der Bahn im Gegensatz zu dem heute üblichen zersplitterten Transport mit LKW. Nach der Wende habe ich festgestellt, dass die Normung nach DIN in dieser Beziehung nicht das Gelbe vom Ei ist, wobei sich aber auch die Technologie der Fensterherstellung wesentlich verändert hat.

Und nach 1990?

Sander: Da war ich bis zur Pensionierung 1999 Außendienstmitarbeiter für zwei Fensterhersteller. Dabei kam mir meine Tätigkeit in der Standardisierung zu Gute. Ein Auftrag für Leipzig-Grünau über 3000 Fenster beschränkte sich auf fünf Größen, das war für die Hersteller undenkbar.

Wie sieht heute Ihr typischer Arbeitstag aus?

Sander: 8:00 aufstehen, alles in Ruhe angehen – ich bin Rentner. Ich arbeite ehrenamtlich am Katalog Industriekultur Leipzig mit. Das ist eine gute und nützliche Sache. Und natürlich halte ich auch gern Kontakt zu meiner Hochschule, etwa bei Vorträgen oder Veranstaltungen.

 

(Stand: September 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-464 Mon, 21 Aug 2017 12:53:21 +0200 „Vom Studium an habe ich immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/464/ Alumni-Geschichte(n): Annette Hexelschneider (Diplom Polygraphie 1984 an der TH Leipzig) im Gespräch„Vom Studium an habe ich immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet“: Diplom-Ingenieurin Annette Hexelschneider (Diplom Polygraphie 1984 an der TH Leipzig) ist heute selbständig. Ihr Lebensweg führte sie von Leipzig über Stuttgart nach Wien. Dabei sammelte sie Erfahrungen im Druck- und Verlagswesen, Wissensmanagement, Kommunikation, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung in nationalen & internationalen Firmen und Organisationen. Heute unterrichtet sie an Fachhochschulen und ist Trainerin für die visuelle Kommunikation von komplexem Fachwissen und Wissenstransfer. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Wissensmanagement in Deutschland und Österreich.

 

Was haben Sie vor dem Studium gemacht? Warum haben Sie sich entschieden, an der HTWK zu studieren?
Annette Hexelschneider: Ich habe vor dem Studium an der TH Leipzig eine Berufsausbildung mit Abitur gemacht. Das war eigentlich Zufall. Auf andere Weise hätte ich kein Abitur machen können. Doch bin ich dem Zufall dankbar – wie so vielen Zufällen in meinem Leben. Die industrielle Buchbinderei sehr gut zu kennen und zu beherrschen war eine nützliche Basis für das Studium. Eigentlich haben damals fast alle StudentInnen in unserem Studiengang einen Beruf mitgebracht. Das hat uns besser und schneller in viele Fächer im Studium hineinkommen lassen.

Welches Erlebnis/welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Hexelschneider: Der Zusammenhalt untereinander mit den StudentInnen im Studienjahr und mit den DozentInnen. Dass immer alle ansprechbar waren. Immer ansprechbar für meine StudentInnen bin ich heute in meinen Lehrveranstaltungen an drei FHs in Österreich. Und wir hatten an der TH immer viel Spaß zusammen. Zum Beispiel beim Gautschfest (siehe Fotos) oder bei der Sommer-Aktion „Gesunder Wald“. Wo unser Studienjahr gemeinsam ein Zelt bezog und sich nicht nach Geschlechtern getrennt hat. Wir waren zwar das einzige „gemischte“ Zelt, doch alle haben es akzeptiert.

Wie hat Studium Sie auf Ihre heutige Tätigkeit vorbereitet?
Hexelschneider: Es hat mich gestärkt und befähigt, immer neue Wege zu gehen. Ich habe im Studium eine sehr solide Ausgangsbasis für die grafische Branche bekommen. Quasi den Startblock und die Joggingschuhe. Und ich bin dann mal „losgerannt“. Zuerst im Druck- und Verlagswesen von Printprodukten, dann zu elektronischen Produkten und danach zur Visualisierung von Wissen und zum Wissensmanagement. Von Leipzig nach Stuttgart nach Wien. Vom Studium an habe ich immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Hexelschneider: Weniger ist mehr ist eine immer wieder in meinem Leben neu gelernte Lektion. Daher interessiert mich speziell didaktische Reduktion in Kommunikation und Wissenstransfer. Und Wissenstransfer auf Fachveranstaltungen. Nur die lehrende und lernende Fachveranstaltung hat Zukunft. Für mich sind Veränderungen in der Arbeit immer wieder Antrieb, mir neue Welten zu erschließen.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?
Hexelschneider: Ich darf das ausweiten auf alle Studierenden? Zwei Tipps habe ich. 1. Der Weg ist das Ziel. Das macht flexibel und offen für Überraschungen am „Wegesrand“. 2. Mitglied in Fach- oder Berufsverbänden zu werden – ideale Lern- und Netzwerkorte.

 

(Stand: August 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-400 Fri, 28 Jul 2017 16:33:16 +0200 „Diese strukturierte Herangehensweise prägt mehr, als man denkt" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/400/ Alumni-Geschichte(n): Informatik-Absolvent Michael Körner (Diplom 1995) im GesprächMichael Körner studierte 1990-1995 Angewandte Informatik an der Technischen Hochschule Leipzig. Heute ist er Geschäftsführer der Invest Region Leipzig GmbH, der gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Leipzig, der Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie der IHK zu Leipzig.

Welches Erlebnis im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Michael Körner: Es war damals unglaublich viel im Umbruch. Als ich mich einschrieb, hieß die HTWK noch Technische Hochschule Leipzig. Vieles war im Aufbau, vor allem fachlich. Ich erinnere mich an sehr engagierte Professoren und Doktoren. Alle mussten unglaublich improvisieren: Ständig kamen Neues dazu, ob Lehrinhalte oder Technologien. Aus Redabas wurde dBASE, aus den C oder Pasacal wurden objektorientierte Programmiersprachen. Man hatte ständig das Gefühl, dass alle Gewissheiten im Fluss sind, alles stand auf dem Prüfstand… eine unglaubliche Dynamik.

An welche Personen erinnern Sie sich besonders?
Körner: Prof. Bastian war sensationell, er konnte hervorragend Wissen vermitteln. Auch oder vielleicht gerade weil mir die Hardware weniger lag, musste er sich mit mir schon mehr Mühe geben. Prima war, dass wir uns bei ihm im Hardwarelabor auch „praktisch“ austoben konnten, etwa Schaltungen ausprobieren und nachbauen. Das hat das Verständnis enorm gefördert.

Wie war der Zusammenhalt der Studierenden?
Körner: Wir waren eine recht bunte Truppe, aber wohl ein engagierter und starker Jahrgang. Zu unserem „Bergfest“, also der Mitte des Diplom-Studiums, haben wir gemeinsam einen Film gedreht, in dem wir die Abläufe in der Hochschule und unser Studentenleben selbst aufs Korn genommen haben. Nicht nur wir Studierenden, auch die Professoren haben mitgespielt, niemand war sich zu schade, diese Übertreibungen auszuhalten. Ich muss mal sehen, ob ich den Film, der zu unserem Bergfest uraufgeführt wurde, noch finde.

Heute arbeiten Sie bei der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft „Invest Region Leipzig“. Wie sieht heute ein typischer Arbeitstag aus – und was hat das mit Ihrem Studium zu tun?
Körner: Unser Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region Leipzig. Dafür entwickeln wir Strategien, wie wir Investoren - aber auch Fachkräfte – für unsere Region interessieren und setzen diese um. Neben der Marktrecherche und der Ansprache ist viel Kommunikation und Vernetzung nötig, bis eine Investitionsentscheidung gefällt wird. Was das mit meinem Studium zu tun hat? Sicher wenig mit dem Fachwissen, aber wohl viel mit der prinzipiellen Arbeitsweise: das strukturierte und analytische Vorgehen hat mir mein Studium mitgegeben. Man teilt jede Aufgabe, ob gesellschaftlich, kulturell oder wirtschaftlich in beherrschbare Einzelschritte. Das ist der Fluch und Segen eines Informatikers; diese Herangehensweise prägt Sie mehr, als Sie denken.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Körner: Wir arbeiten derzeit an einem Vermarktungskonzept, mit welchem wir die Region Leipzig besser als Wirtschaftsraum darstellen und die Stärken besser vermarkten können. Schon jetzt unterstützen starke Städte und Kommunen in den beiden Landkreisen Nordsachsen und Leipzig das dynamische Wachstum der Stadt Leipzig und profitieren dabei auch. Wir sind überzeugt, dass unsere Region noch sehr viel stärker werden kann.

Aus Sicht des Wirtschaftsförderers – welche Bedeutung hat die HTWK Leipzig für die Region?
Körner: Die HTWK mit ihren technischen Kompetenzen spielt für Leipzig eine sehr wichtige Rolle. Sie ist in jeder unserer Standortpräsentationen vertreten, gerade amerikanische oder auch Schweizer Unternehmen reagieren sehr interessiert. Die HTWK ist ein Standortvorteil!

Welchen Rat würden Sie Studierenden aus heutiger Sicht geben?
Körner: Nutzt das Studium um Euch ein breites Wissen anzueignen, um eigene Methoden oder Herangehensweise zu entwickeln. Fachwissen kann man sich jederzeit aneignen, nach Methoden und Prinzipien handelt man ein Leben lang.

 

(Juli 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsHTWK > Hochschule > Aktuelles
news-364 Thu, 15 Jun 2017 15:35:45 +0200 „Die HTWK war dann alternativlos“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/364/ Alumni-Geschichte(n): Bauwesen-Absolvent Sebastian Wartenberg (Diplom 2004) im GesprächSebastian Wartenberg studierte von 1998 bis 2004 Bauingenieurwesen an der HTWK Leipzig. Nach seinem Diplomabschluss stieg er in die von seinem Vater gegründete Firma ein und führt diese heute weiter – sie ist spezialisiert auf „Bauen für Behinderte und Betagte“. Über die Vor- und Nachteile eines Familienbetriebs, familiäre Vorprägungen und Krisen im Studium berichtet er im Alumni-Interview.

 

Warum haben Sie sich für ein Studium an der HTWK Leipzig entschieden?
Sebastian Wartenberg: Mein Vater hatte bereits an der Technischen Hochschule Leipzig, der Vorgängereinrichtung der HTWK, studiert. Die Entscheidung ist aber letztlich so gefallen, dass ich mich mit einem Studienfreund meines Vaters hingesetzt habe und wir die Möglichkeiten durchgegangen sind. Und die HTWK war dann alternativlos.

Spielte auch eine Vorprägung durch die Firma Ihres Vaters eine Rolle?
Wartenberg: Vielleicht unbewusst. Mein Vater hatte 1990, noch vor der Währungsunion, das Büro gegründet. Er war vorher beim Rat der Stadt Leipzig, Direktion Kulturbauten und Denkmale angestellt und hat, als sich die neuen Möglichkeiten abzeichneten, den Sprung in die ungewisse Selbständigkeit gewagt. Mit einem für uns sprichwörtlich gewordenen Badewannen-Haltegriff für Behinderte ist er durch die Pflegeheime gezogen und hat den dort zur Demonstration an die Wand geschraubt, damit man verstand, worum es geht: nämlich Bauten für Behinderte besser nutzbar zu machen. Im Kern ist das bis heute – bei ganz anderen Anwendungen – unser Kerngeschäft geblieben. Bald kamen ganze Umbauten von Bädern und die ersten Aufzüge dazu, aber 1990 war barrierefreies Bauen echtes Neuland. Und natürlich hat mich das geprägt, ich bin dann am Wochenende mit meinem Vater zu den Kunden nach Hause gefahren, habe selbst Aufmaße erstellt.

Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihr Studium denken?
Wartenberg: Das Studium an der HTWK hat mir großen Spaß gemacht. Es war aber schon sehr anstrengend, die Belege, der Druck, die Matheausbildung, in der auch aussortiert wurde. Im Fach Technische Mechanik bin ich richtig auf die Nase gefallen, diese Krise konnte ich aber mit Fleiß wieder ausgleichen. Es war ziemlich eng und geregelt, und wenn man nicht anwesend war, hatte das fatale Folgen. Es war wenig Zeit drumherum, für das sogenannte Studentenleben. Aber: Natürlich sind wir abends trotzdem feiern gegangen.

Hat Sie das Studium gut auf Ihre heutige Aufgabe vorbereitet?
Wartenberg: Insgesamt gesehen ja, das war wirklich eine solide fachliche Ausbildung. Aber andererseits bin ich heute auch Unternehmer. Als angestellter Statiker wäre ich vielleicht perfekt vorbereitet gewesen. Aber als Geschäftsführer muss man auch verhandeln, die Buchführung machen, die Steuern und die Rechnungslegung im Blick behalten, schließlich wollen alle Angestellten am Monatsende ihr Geld erhalten. Dazu hätte ich mir im Studium oder auch im Studium generale mehr Inhalte gewünscht. Ich erinnere ich mich noch heute an Prof. Niemetz und seine Themen, von der Dreifelderwirtschaft bis hin dazu, dass es das 9. Jahrhundert gar nicht gegeben hätte. Für den Beruf hätten mir kaufmännische Themen mehr gebracht.

Nach dem Studium sind Sie in die Firma Ihres Vaters eingestiegen?
Wartenberg: Genau, das war 2004. Im Jahr 2012 habe ich dann von ihm die Gesamtverantwortung übernommen. Wir sind mit 6 Angestellten ein Familienbetrieb: Der Vorteil ist, dass ich alles selbst entscheiden und gestalten und mir auch meine Zeit einteilen kann. Der Nachteil, dass ich alles, was liegenbleibt – Rechnungen oder die Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen – abends und am Wochenende nachholen muss.

Sie sind in einem speziellen Segment tätig – „Bauen für Behinderte und Betagte“, so das Motto Ihrer Firma.
Wartenberg: Das ist schon unser Auftrag, und ich finde es gut, damit auch etwas für die Gesellschaft zurückgeben zu können. Etwa 1/3 unseres Geschäfts sind Neu- oder Umbauten wie Wohnheime oder Werkstätten für Behinderte, meist für die öffentliche Hand. Aber inzwischen sind die andern 2/3 individuelle Umbauten für Unfallverletzte, die Anpassungen ihrer bisherigen Wohnung benötigen. Das ist schon intim – den Kunden zu fragen, ob er beim Duschen Hilfe benötigt oder nicht. Da geht es immer um Schicksalsschläge: Aktuell etwa ein Familienvater, der nach einem Unglück im Rollstuhl sitzt und nur noch den Kopf bewegen kann. In diesem Haus (in Südhessen) bauen wir nun viel smarte Steuerungstechnik ein, von den Türen über die Heizung bis zum Radio. Das Schöne dabei: Es ist jedesmal neu und individuell. Und es hilft Menschen, selbstbestimmt zu leben. Eine gewisse innere Motivation ist da immer mit dabei.

Was machen Sie als Ausgleich?
Wartenberg: Ach wissen Sie, meine Frau hat einen anstrengenden Job und wir haben einen kleinen Sohn. Es geht da nicht um meinen Ausgleich, sondern eher darum, soviel wie möglich Zeit miteinander zu verbringen und die Arbeit nicht alles bestimmen zu lassen.

 

(Juni 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-314 Tue, 23 May 2017 18:24:56 +0200 „Wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/314/ Alumni-Geschichte(n): Energietechnik-Absolvent Kristian Kirpal (Diplom 1997) im GesprächKristian Kirpal studierte 1993-1997 Energietechnik an der HTWK Leipzig. Er ist Geschäftsführer der Kirpal Energietechnik GmbH und seit 2016 Präsident der IHK zu Leipzig.

Wieso kamen Sie zum Studium an die HTWK Leipzig?

Kristian Kirpal: Ich habe mein Abitur parallel zu einer Lehre zum Facharbeiter für Betriebs-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechniker absolviert – da war ein technisches Studium die logische Konsequenz. Mein Vater hatte damals schon die Firma gegründet. Die frühen 1990er Jahre waren eine sehr unsichere Umbruchsphase, keiner wusste, wie sich alles entwickeln würde. Ich hätte zum Studieren auch weit weg gehen können, habe mich dann aber dafür entschieden, erstmal in der Region zu bleiben.

Woran erinnern Sie sich besonders?

Kirpal: Man musste ordentlich was tun für den Abschluss. Aber im Rückblick war das natürlich für eine fachlich fundierte Ausbildung notwendig. Ich profitiere bis heute davon: Ich habe gelernt, theoretisch zu untermauern, was ich sonst nur nach Erfahrung oder Gefühl hätte entscheiden können. Darauf basiert alles, was ich heute in der Firma mache.

Wie haben Sie die Atmosphäre an der HTWK empfunden?

Kirpal: Wir waren damals ja am Standort in Markkleeberg, etwas abseits vom Campus. Wir hatten immer direkten Kontakt zu den Professoren, auch weil letztlich jeder jeden am Standort kannte. So konnte man effektiv studieren. Und nach den ersten Semestern war unsere Seminargruppe stark geschrumpft, aber auch eine eingeschworene Gemeinschaft. Wir haben, natürlich, auch gemeinsam gefeiert. Alles in allem war es eine sehr schöne und intensive Zeit.

Es wird erzählt, dass Sie immer sehr gute Noten gehabt haben sollen.

Kirpal: Ach ja? Mein Vater hat zu Beginn meines Studiums so einen A5-Zettel, eine Art Vereinbarung, aufgesetzt. Darauf stand, für welche Noten es wieviel Geld gab. Ich konnte mir also mein Studium durch gute Noten oder durch Mitarbeit im Unternehmen meines Vaters finanzieren. Ich habe mich dann rein aus Effektivitätsgründen für die Noten entschieden, denn lernen musste ich sowieso. Mein Vater hat vielleicht unterschätzt, wieviele Noten es gab, all die Klausuren, Scheine und Prüfungen.

Welche Personen haben Sie besonders geprägt?

Kirpal: Etwa Professor Bettenhäuser, der war sehr streng, aber fachlich top und ein sehr fähiger Dozent, er konnte Zusammenhänge hervorragend vermitteln. Oder Professor Kubessa, der hat mich gefordert, aber auch immer unterstützt.

Wie ging es nach dem Studium weiter?

Kirpal: Ich bin in das Unternehmen meines Vaters eingestiegen, habe alle Positionen durchlaufen, von der Baustelle bis zur Projektabwicklung, und habe mich immer weiterqualifiziert, gerade im kaufmännischen Bereich. Ich habe Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernommen im Unternehmen und letztlich hat mir mein Vater die gesamte Verantwortung übertragen.

Seit 2016 sind Sie zudem Präsident der IHK zu Leipzig. Was hat sich dadurch geändert?

Kirpal: Das ist ja ein Ehrenamt. Ich habe mich schon immer ehrenamtlich engagiert, war unter anderem auch im Industrieausschuss der IHK zu Leipzig. Letztes Jahr habe ich dann kandidiert und wurde gewählt. Seitdem kommen zu den Aufgaben eines Unternehmers – Kundengespräche, Verhandlungen, Entscheidungen in der Firma – noch weitere Termine dazu. Das ist letztlich ein zweiter voller Terminkalender und beide wollen gut koordiniert sein. Besonders spannend ist, dass ich als IHK-Präsident viel mit Unternehmen aus anderen Branchen zu tun habe. So kann ich mir ein Meinungsbild machen und viel fundierter mit der Politik über Probleme und Herausforderungen der regionalen Unternehmen sprechen. Was hat sich noch deutlich geändert? Als Unternehmer hatte ich bisher kaum öffentlich agiert und nun stehe ich häufig im Rampenlicht.

(Stand: Mai 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-294 Mon, 22 May 2017 18:01:34 +0200 Samira Trawka zum Korrespondierenden Mitglied ernannt https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/294/ Dr.-Ing. Samira Trawka zum Korrespondierenden Mitglied der „International Academy of Ecology, Man and Nature Protection“ ernannt Die fachliche Kompetenz der Fakultät Bauwesen der HTWK Leipzig ist in Russland gefragt wie nie zuvor. Neben Prof. Holschemacher, der im letzten Jahr bereits zum Berater der Russischen Akademie für Architektur und Bauwissenschaften ernannt wurde, sorgt nun auch Dr.-Ing. Samira Trawka mit ihrem umfassenden baustofflichen Wissen und ihrer jahrzehntelangen Erfahrung für einen intensiven wissenschaftlich-fachlichen Austausch mit den russischen Kollegen.

Frau Dr. Trawka wurde Ende 2016 von der Fakultät Bauwesen in den Ruhestand verabschiedet. Bis dahin war sie Mitarbeiterin im Bereich Baustofflehre an der Fakultät Bauwesen und jahrzehntelang in der studentischen Ausbildung tätig.

Am 14. März 2017 wurde ihr nun die Ehre zuteil, als gewähltes Korrespondierendes Mitglied in die „International Academy of Ecology, Man and Nature Protection (IAEMNPS)“ aufgenommen zu werden. Die Akademie wurde 1995 gegründet und hat mehr als 4000 Mitglieder. Sie pflegt Kontakte zur UNESCO und arbeitet eng mit Experten in verschiedenen Ländern, z.B. in China, Indien, Frankreich, USA, Tschechien, Deutschland, Mongolei und Serbien zusammen.

Dr. Trawka zeigte sich von der Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistung geehrt: „Ich freue mich sehr über die Ernennung. Sie ist Anerkennung meiner beruflichen Arbeit und gleichzeitig Ansporn, meine wissenschaftlichen Erfahrungen in anregenden Gesprächen im Sinne des deutsch-russischen Dialogs einzubringen. Ich freue mich auf die kommende Zeit, auf die Kooperation und den Austausch mit den russischen Kollegen“.

Die Fakultät Bauwesen gratuliert ganz herzlich und wünscht bei der ehrenvollen Tätigkeit viel Erfolg.

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-293 Mon, 22 May 2017 17:58:46 +0200 „Riskiert auch mal eine schlechtere Note!“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/293/ Alumnus André Kleinschmidt im GesprächAndré Kleinschmidt, M.Sc.,entschied sich nach einer Berufstätigkeit als Softwareentwickler für ein Studium der Medieninformatik an der HTWK Leipzig, das er 2014 abschloss. Seitdem arbeitet er als „Officer Campusmanagement“ an der HHL Leipzig Graduate School of Management (Handelshochschule). Er vertritt die HHL im ZKI (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V.) und ist stellvertretender Sprecher der Regionalgruppe Leipzig in der Gesellschaft für Informatik. Aktuell plant er seine Promotion im Bereich Software für (Hochschul-)Verwaltungen, die auf eigenständigen Komponenten – wie Microservices – basiert.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Kleinschmidt: Alles beginnt mit einem Kaffee… Sehr typisch sind meine Tage nicht, jeder ist anders. Ich arbeite hauptsächlich im strategischen Bereich, daher bestimmen immer andere Themen den Tag. Operativ leiste ich u.a. den In-House-Support für die zentrale Campus-Management-Software. Die Anfragen dazu reichen von simplen Bedienfragen der Art „Wie ging das noch gleich?“ bis hin zu komplizierten Sachverhalten, die man humorvoll mit „something went terribly wrong“ umschreiben kann. Als angenehm empfinde ich die Abwechslung und den sehr familiären, wertschätzenden Umgang der Kollegen miteinander.

Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Kleinschmidt: Der Klassiker: Eine Stellenausschreibung an der Pinnwand des Career Office. Bewerbung, Vorstellungs­gespräch, Vertragsunterschrift.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium konnten Sie mit in Ihr Berufsleben nehmen?

Kleinschmidt: Viele. Der Studiengang schult durch die unterschiedlichen Themenbereiche den Blick über den Tellerrand. Das ist sehr hilfreich, denn in meinem Job wären fachliche Scheuklappen ein großes Hindernis: Die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Verwaltung zu verstehen fällt leichter, wenn man die „Wer will was, von wem, woraus?“-Denke in einem Rechtsfach mitbekam. Was ich aus Mediendidaktik mitnahm, half mir, hausinterne Weiterbildungen und Workshops zu konzipieren. Im Berichtswesen wende ich viel Wissen an, das in Datenbanken und Informationsvisualisierung gelehrt wird. Selbst programmieren zu können hilft dann, wenn alle Stricke reißen und hier und da mal ein Skript oder kleines Tool gebraucht wird. Ich plädiere heute ohnehin für Programmierkenntnisse für alle.

Welche wird Ihre nächste berufliche Station sein?

Kleinschmidt: Da ich für meine geplante Dissertation neuen Input im technologischen Bereich suche, wird mich mein Weg wieder tiefer in die IT-Branche zurückführen müssen. Ein ideales Unternehmen dafür suche ich bereits, ebenso wie eine Stellennachfolge, die meine Arbeit an der HHL fortsetzt.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Kleinschmidt: Den Studierenden rate ich, die Studienzeit ausgiebig zu nutzen, um sich auszuprobieren und herauszufinden, was ihnen liegt und was nicht: Riskiert auch mal eine schlechtere Note, um zu merken, dass ihr etwas nicht könnt! Wählt Module nicht nur danach aus, wer sie lehrt und bewertet oder ob deren Inhalt ohnehin schon bekannt ist. Das hilft bei der beruflichen Orientierung. Gegen Ende des Studiums solltet ihr eine Idee haben, ob ihr lieber Frontend- oder eher Backend-Entwicklung machen möchtet, ein Händchen für User Experience Design habt oder völlig einzigartige Berufswünsche hegt. Und nicht zuletzt: Ein geschickt gewähltes Abschlussthema oder Jobs als Werkstudent sind gute Voraussetzungen für den Berufseinstieg, gerade für jene, die bisher kaum Berufserfahrung sammeln konnten.

(Stand: September 2016)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-292 Mon, 22 May 2017 17:55:46 +0200 „Das Studium hat mir das Rüstzeug mitgegeben" https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/292/ Alumnus Christian Dubiel im GesprächDipl.-Kfm. (FH) Christian Dubiel studierte von 1997 bis 2001 Betriebswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig und ist nach mehreren Stationen in der Energiewirtschaft seit 2015 Geschäftsführer der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH. Er ist zudem Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft Bitterfeld-Wolfen.

 

An welche Personen an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Christian Dubiel: Sowohl Frau Prof. Seyffert als auch Herr Prof. Uecker waren ein kongeniales Team um den Studenten die Zahlenwelt der Unternehmen beizubringen. Herr Prof. Uecker stellte eine Bilanz in T-Form stets mit weit ausgebreiteten Armen dar. Frau Prof. Seyffert hingegen nahm uns in die tiefen und versteckten Details eines Betriebsabrechnungsbogens mit. Ich habe mich dann sehr gefreut, als Herr Prof. Uecker mich zu seiner Abschiedsfeier in die Villa des Club International einlud, obwohl ich die Hochschule bereits vor langer Zeit verlassen hatte.

Welches Erlebnis/welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Dubiel: In der ersten Vorlesungsstunde Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, gehalten von Herrn Prof. Pelz, sagte er: „Sehen Sie nach rechts und links. Unter Ihnen sitzen, statistisch bewiesen, 10 % zukünftige Geschäftsführer und Vorstände.“ Ich fragte mich, wer das wohl sei. Diese Aussage veranlasste einen hohen Ansporn bei uns allen. Und ich kann heute sagen: Er hatte recht mit seiner Aussage. Meine Studienfreunde sitzen heute an wichtigen Entscheidungsstellen und können aufgrund ihrer Ausbildung sachgerechte Entscheidungen treffen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag heute aus?

Dubiel: Heute arbeite ich in der Kommunalwirtschaft an verantwortungsvoller Stelle. Es gibt keinen klassischen „Normaltag“. Stadtrats-, Aufsichtsrats- und Gremiensitzungen finden oft in den Abendstunden statt, wohingegen die Stadtwerkemitarbeiter bereits um 7 Uhr beginnen, mitunter früher. Ich habe mir es angewöhnt, zwischen 7.30 und 8.00 Uhr im Büro zu sein und mit dem Lesen von E-Mails, Presse und ersten Gesprächen mit den zentralen Führungskräften des Unternehmens zu starten.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Dubiel: Die Geschäftsphilosophie unserer Stadtwerke ist die praktische Umsetzung „der 3 großen D“: Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Das ist Projekt genug.

Wie sind Sie auf Ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Dubiel: Ich war bis in das Jahr 2011 an verantwortungsvoller Position bei einem großen Gasversorger und habe mir dadurch ein enges Netzwerk aufbauen können. Da ich ein Kind Mitteldeutschlands bin und seit über 20 Jahren im Bereich Energiewirtschaft in verantwortungsvoller Position agiere, war der Eintritt in die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen ein nächster Schritt. Ich bin für den Job empfohlen worden.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium konnten Sie mit in das Berufsleben nehmen?

Dubiel: Ich kann ganz aufrichtig feststellen, dass das Studium an der HTWK mir sehr viel Rüstzeug für die heutige Aufgabe mitgegeben hat. Egal ob die Fertigkeiten des Controllings, der Unternehmensführung, der Personalwirtschaft… bis heute wende ich viele Instrumente aus den Vorlesungen an.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Dubiel: Bleiben Sie der Hochschule und der Wissenschaft treu. Das Bilden von Wissen und die intelligente Anwendung des Erlernten ist eine unschätzbare Kernkompetenz: „Lernen, lernen und nochmals lernen“ (W. I. Lenin) – das ist der Garant für berufliche Erfolge.

 

(Stand: November 2016)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsFW_ALUMNI
news-291 Mon, 22 May 2017 17:52:31 +0200 „Nach Fehlschlägen wieder aufstehen und es besser machen“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/291/ Informatik-Absolvent Andreas Amann im GesprächDipl.-Inf. (FH) Andreas Amann studierte von 2004 bis 2008 Informatik an der HTWK Leipzig. Nach einer Zwischenstation bei Audi in Ingolstadt gründete er 2012 die „Sedenius Engineering“ und ist dort geschäftsführender Gesellschafter. Die Sedenius Engineering fördert seit 2016 ein Deutschlandstipendium an der HTWK Leipzig.

 

An welche Situation, Person oder an welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Andreas Amann: Die Lehrveranstaltung „Microcontroller-Anwendung“ bei Prof. Bastian. Dieses Fach ermöglichte es mir, mich intensiv mit der Programmierung von Eingebetteten Systemen auseinanderzusetzen.

Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Amann: Die HTWK ist ja im Vergleich mit etwa der TU München oder RWTH Aachen eine eher kleine Hochschule. In meinem Studium gab es Veranstaltungen, in denen wir zu viert waren: drei Studenten und der Professor. Wo gibt es das sonst? Bestimmt nicht an einer Exzellenz-Hochschule.

Auf welche Erfahrung hätten Sie gern verzichtet?

Amann: Auf eine bestimmte mündliche Prüfung bei Prof. Schönherr: Während der Prüfung war ich so nervös, dass ich vor Zittern den Quellcode auf dem Laptop nicht mit dem Finger zeigen konnte.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Amann: Ein typischer Arbeitstag startet mit einem Kaffee und endet mit dem Gefühl, zu wenig erreicht zu haben. In der Hauptsache definiere ich Prozesse der Firma, bewerte Kundenanfragen und plane Projekte. Daneben kontrolliere ich auch den Status quo in den Kundenprojekten. Ein nicht zu unterschätzender Teil besteht in der Kommunikation, sei es mit dem Team, den Kunden oder Partnern. Gelegentlich arbeite ich noch aktiv an Projekten, jedoch nimmt dies immer mehr ab.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Amann: Dazu darf ich aus Geheimhaltungsgründen nicht allzusehr ins Detail gehen. Es gibt aber Projekte, die sich mit der Entwicklung von „selbstfahrenden“ Fahrzeugen beschäftigen. Hier unterstützen wir unsere Kunden mit unserem Know-how. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir zukünftig durch die Straßen gehen können, auf ein bestimmtes Fahrzeug zeigen und sagen können: Wir haben daran mitentwickelt.

Wie kamen Sie auf die Idee, eine Firma zu gründen?

Amann: Der Gedanke an eine Selbstständigkeit ist schon seit jeher bei mir präsent. Damals war es mein Vater, der mit seiner Firma wohl den ersten Grundstein legte. Während meines Studiums hatte ich bereits ein Gewerbe, ich entwickelte Software und vertrieb Hardware – zur Studienfinanzierung. Daher war die Selbstständigkeit nichts Neues. Nach dem Studium ging ich nach Ingolstadt zu Audi in die Technische Entwicklung. Nach einigen Jahren wollte ich etwas Anderes zu wagen, da ich mit der damaligen Situation unzufrieden war. Das Ergebnis ist die Selbstständigkeit mit der Firma Sedenius Engineering.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Amann: Einerseits der Gestaltungsspielraum als Firmeninhaber: Ich kann Projekte und Mitarbeiter, aber auch die Arbeitsbedingungen und das Umfeld so gestalten, wie ich es für sinnvoll und zielführend erachte. Und andererseits das Ungewisse: Ich kann natürlich Planungen aufstellen. Aber gleichzeitig weiß ich auch, dass es zu viele Einflüsse gibt, die die Planung torpedieren können.

Welche wird Ihre nächste berufliche Station sein?

Amann: Das ist schwer zu sagen. Derzeit baue ich eine weitere Firma im Bereich Energiemanagement und Monitoring auf. Schauen wir mal, was daraus wird… Ich kann mir auch gut vorstellen, anderen Startups Mentoring zu bieten. Aber: Es wird sowieso anders kommen als geplant!

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden aus heutiger Sicht geben?

Amann: Ich habe selbst ein Studium abgebrochen und dann an der HTWK Leipzig völlig neu begonnen. Das hat geklappt. Also: Fehlschläge und Niederlagen gibt es immer mal wieder. Hier gilt es, sich nicht unterkriegen zu lassen, die Ursache zu analysieren – und dann wieder aufstehen und es besser machen!

(Stand: Dezember 2016)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-290 Mon, 22 May 2017 17:47:50 +0200 „Ich war nie scheingläubig“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/290/ Alumnus Dipl.-Ing. (FH) Marco Günther-Cotte im GesprächDipl.-Ing. (FH) Marco Günther-Cotte studierte 1999 bis 2005 Bauingenieurwesen an der HTWK Leipzig. Seinen heutigen Chef, ebenfalls ein HTWK-Absolvent, lernte er während des Studiums beim Hochschulsport kennen: im Kletterkurs. Heute ist er Fachbereichsleiter Industrie in einer Spezialfirma für Höhenarbeiten, der Alpin Technik und Ingenieurservice GmbH in Leipzig.

 

An welche Situation, Person oder an welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Marco Günther-Cotte: Der Campus war damals so leer, völlig anders als heute. Ich bin ja 1999 von der Universität in Weimar aus privaten Gründen an die HTWK nach Leipzig gewechselt. Man sah kaum Studenten vor Ort, außer in den Lehrveranstaltungen. Daran musste ich mich erst gewöhnen: Es gab keine Cafeteria, und die Mensa war im Keller des jetzigen Gutenberg-Baus, der damaligen Bibliothek, untergebracht. Das hat sich bis heute völlig anders entwickelt. Auf jeden Fall positiv war ein sehr guter Zusammenhalt, ein quasi familiäres Gefühl: Studenten und Professoren kannten sich und auch das Studium war deutlich strukturierter. Mir kam das sehr entgegen.

Welches Erlebnis im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Günther-Cotte: In der Bauwirtschaftsvorlesung bei Prof. Raeder war ich erst verärgert: Wieso gibt es hier keinen roten Faden? Warum erzählt er den Stoff so konfus? Ich wollte ganz klassisch mitschreiben. Raeder aber war jemand, der aus einer langen beruflichen Praxis in hoher Position bei einem großen Baukonzern kam. Und ich habe erst später im Praktikum und im Job verstanden, dass sein scheinbar konfuser Stil sehr viel mit der Realität zu tun hat, wo es auch keinesfalls so wohlgeordnet zugeht wie in der Vorlesung. Ganz ungewollt habe ich so aus seinen kleinen Geschichten viel Erfahrungswissen mitgenommen.

Was haben Sie aus Ihrem Studium mitnehmen können?

Günther-Cotte: Mein Bereich bei Alpin macht ja viel Instandhaltung in Kraftwerken und chemischen Anlagen. Inzwischen denke ich, Maschinenbau wäre das passendere Studium gewesen. Das zeigt aber auch, dass eine solide Grundlagenausbildung da ist, auf der ich aufbauen konnte, da sich viele Dinge überschneiden. Was mir aber auf jeden Fall fehlte, waren die Managementkompetenzen: Die Baustoffe haben wir im Griff. Die Zusammenarbeit mit Menschen, Teamführung oder auch Kundenpflege, ist da oft deutlich komplexer.

Haben Sie daran gedacht, berufsbegleitend nochmal etwas Anderes zu studieren?

Günther-Cotte: Ja, ich habe einen weiterbildenden Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an einer Fernhochschule absolviert, nur die Diplomarbeit, die habe ich damals nicht fertiggestellt. Das war mir aber egal, ich war noch nie scheingläubig, und das Wissen habe ich ja mitnehmen können. Ich sitze heute mit Vollblut-BWLern in Vertragsverhandlungen. Da kommt man sich sonst klein vor, wenn man nicht mitreden kann. Gerade hatte ich eine Woche Führungskräfteschulung und habe wieder keine Minute davon bereut.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Günther-Cotte: Nachdem ich meine Kinder im Kindergarten abgegeben habe, fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Dort beginnt der Tag mit dem Sortieren der Mails und dem Strukturieren der anstehenden Aufgaben. Dann folgt gegen 9 ein gemeinsames Frühstück, da sitzen dann alle Mitarbeiter, fast 30 Personen, vom Geschäftsführer bis zum Lagerarbeiter, am Tisch: Das ist ein sehr sozialer und fast privater Austausch. Dann geht es in den Hauptarbeitstag. Als Bereichsleiter Industrie bin ich vor allem strategisch tätig und selten direkt an Projekten beteiligt, zuletzt als fachlicher Berater für das Reinigungs- und Wartungskonzept der Fassade der Hamburger Elbphilharmonie. Ich koordiniere eher die Projektleiter, lese Angebote, prüfe Dokumentationen und Berichte und befasse mich mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder oder der Akquise.

Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Günther-Cotte: Eigentlich gar nicht, es ist einfach passiert. Klettern ist mein Hobby, und als ich in Leipzig angefangen habe, gab es beim Hochschulsport einen Kletterkurs. Dort habe ich meinen jetzigen Chef kennengelernt, er hatte damals schon seine Firma und hat den Kurs geleitet. Ausgangspunkt der Firma war das Klettern: über diesen unkonventionellen Weg kommt man in sonst schwer erreichbare Arbeitspositionen. Wobei wir nicht Klettern sagen, sondern „seilunterstützte Zugangs- und Positionierungsverfahren“. Manche Bauteile können auf diese Weise kostengünstiger begutachtet, instandgehalten oder saniert werden. Die Firma wuchs schnell. Im Jahr 2000 hatte ich meinen ersten Ferienjob beim Bau der großen Cargolifter-Halle südlich von Berlin. Und danach habe ich eher arbeitsbegleitend studiert. Zwischen der letzten Prüfung und der Diplomarbeit lagen schließlich anderthalb Jahre. Den Anstoß gab mein Chef: Los, du machst das jetzt. Es wurde damals eine Stelle in der Firma frei und dafür war ein Abschluss Voraussetzung. Mich zu überwinden, fiel mir dennoch nicht leicht.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Günther-Cotte: Sammelt mehr Praxiserfahrung! Wir als Firma merken, dass die Anfragen der Studierenden nach Praktika und Ferienarbeiten weniger geworden sind. Wer allerdings erst nach dem Studium herausfinden will, ob ihm eher der Umgang mit Menschen und Verhandlungen oder eher die Statik im stillen Kämmerlein liegt, der kommt zu spät. Man sollte die eigenen Vorlieben gleich im Studium vertiefen können. Und mit stärkerem Praxisbezug muss man als Absolvent keine Dauerpraktika anhängen. Letztlich bin ich persönlich der Überzeugung: Natürlich braucht man rein formal gesehen einen Abschluss, viel wichtiger als alle Scheine sind aber die Inhalte.

 

(Stand: Dezember 2016)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-289 Mon, 22 May 2017 17:43:37 +0200 „Ich mag Baustaub und Veränderung“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/289/ Museologie-Absolvent Dr. Manfred Wilde im GesprächManfred Wilde, seit 2008 Oberbürgermeister der Stadt Delitzsch, studierte von 1990 bis 1995 Museologie an der HTWK Leipzig. Es folgten verschiedene Stationen im Bauplanungsamt, als Kulturkoordinator und als Museumsleiter im Delitzscher Barockschloss. 1996 erhielt er als erster sächsischer Fachhochschul-Absolvent in einem kooperativen Promotionsverfahren den Doktorgrad. Nach seiner Habilitation 2002 wurde er 2004 in die Historische Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften berufen. Wilde war ein Initiator der (2016 erfolgten) Aufnahme der mit Delitzsch eng verbundenen Genossenschaftsidee in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes.

 

An welches Detail während Ihres Studiums an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Wilde: Unser Studiengang wurde noch in der Villa Mothes in der Käthe-Kollwitz-Straße unterrichtet. Ein altehrwürdiges Gebäude, wo die Nähe von Studenten und Lehrkräften unausweichlich war. Eine mich positiv prägende Person war insbesondere Prof. Dr. Frank-Dietrich Jacob, den ich als Historiker sehr schätzen gelernt habe und mit dem mich bis zu seinem viel zu frühen Tod Vieles verbunden hat.

Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Wilde: Ich gehörte einem Studienjahrgang von Fernstudenten an. Daher waren die Anwesenheitstage besonders intensiv ausgefüllt. Wertvoll waren die praktischen Erfahrungen der Kommilitonen, wir waren fast alle bereits in einem Museum angestellt: Vom Hausmeister und Heizer bis zum wissenschaftlichen Mitarbeiter.

Sie haben vor und nach Ihrem Studium verschiedene Berufe ausgeübt – wie wird man Oberbürgermeister?

Wilde: Ich habe den Beruf eines Elektromonteurs gelernt, habe meinen Wehrdienst bei der Marine auf einem Schiff absolviert, war Heizer und Hausmeister. Die politische Wende 1989/90 gab mir die Chance, ein Studium zu absolvieren. Es folgten Tätigkeiten im Bauplanungsamt, dann war ich Kulturkoordinator der Stadt und zehn Jahre lang Museumsleiter im Delitzscher Barockschloss. 1996 habe ich promoviert, 2002 meine Habilitation erfolgreich abgeschlossen. Kreativität und Gestaltungswille sind Teile meiner Persönlichkeitsstruktur und irgendwann hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Perspektiven sah ich an einer Hochschule – oder darin, meinen Hut bei den Oberbürgermeisterwahlen in den Ring zu werfen. Für einen parteilosen Einzelkandidaten wie mich eine nicht alltägliche Erfahrung.

Seit 2008 sind Sie OBM von Delitzsch. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Wilde: Ich bin 7.30 Uhr im Büro, und dann geht es im Halbstundentakt bis zum Abend. Ausschuss- und Stadtratssitzung können auch schon mal länger dauern und an den Wochenenden besuche ich oft Vereine vor Ort. Durch meine Mitgliedschaft im Hauptausschuss des Deutschen Städtetages und im Sächsischen Städte- und Gemeindebund bin ich zudem häufig unterwegs.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Wilde: Man muss sehr kommunikativ sein, sich stark mit der Stadt identifizieren und ehrlich mit den Menschen umgehen. Es gibt kaum eine abwechslungsreichere Tätigkeit als die eines Oberbürgermeisters. Und, ganz wichtig: Ich mag Baustaub und Veränderung.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Wilde: Wir haben gerade unseren Doppelhaushalt 2017/18 im Stadtrat einstimmig beschlossen. Jetzt geht es an die Erweiterung unserer Kita-, Hort- und Schulkapazitäten, denn nach Delitzsch ziehen besonders viele junge Familien.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium konnten Sie mit in Ihr Berufsleben nehmen?

Wilde: Den Facettenreichtum der Lehrinhalte und die auch nach dem Studium über viele Jahre gepflegten Kontakte zu einzelnen Lehrkräften und Kommilitonen. Ohne die sehr gute und breit angelegte Wissensvermittlung an der HTWK hätten mir nicht nur die Grundlagen für die wissenschaftliche Museumsarbeit, sondern auch für meine publizistische Tätigkeit gefehlt.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Wilde: Immer über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets schauen, sich tief in die Archive und Depotbestände eingraben und sich mit eigenen Vorträgen und Fachartikeln einbringen.

Was würden Sie heute anders machen?

Wilde: Absolut nichts! Da bin ich mit mir völlig im Reinen.

 

(Interview: Dr. Enrico Hochmuth)

Stand: Januar 2017

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news-288 Mon, 22 May 2017 17:41:08 +0200 „Ein unbeschreiblich tolles, freies Gefühl“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/288/ Alumni-Geschichte(n): Alumna Romy Wuttke (M.A. Verlags- und Handelsmanagement 2013) im GesprächRomy Wuttke, Absolventin Verlags- und Handelsmanagement, hat zu Beginn des Jahres 2017 zusammen mit einer Kollegin ein Unternehmen für Personaldienstleistungen gegründet. Von 2010 bis 2013 studierte sie im Masterstudiengang Verlags- und Handelsmanagement und war danach in verschiedenen Startups, vor allem im IT-Bereich, tätig.

 

Du hast vor der HTWK an einer Uni studiert. Was war nach dem Wechsel an die Fachhochschule anders?

Romy: Wir waren nur 12 Personen in der Gruppe, da gab es ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Aber besonders gefallen hat mir der Fokus auf die Praxis. Alles, was wir theoretisch gelernt haben, wurde am Beispiel der Buch- und Verlagsbranche praktisch durchgeprobt. Und auch wenn ich heute in einem ganz anderen Feld unterwegs bin, ziehe ich oft den Vergleich zur Verlagsbranche. Wir hatten auch viele externe Dozenten: Etwa Medienrecht bei einem Profi, der hauptberuflich Rechtsberatung für Verlage machte. Diese Dozenten stellten uns lauter praktische Aufgaben, die an ihren eigenen Arbeitsalltag angelehnt waren. Das hat uns letztlich fit gemacht für den Beruf.

Wie sieht Dein typischer Arbeitstag aus?

Romy: Ich mache mich gerade selbständig. Zusammen mit einer Kollegin gründen wir ein Unternehmen, das Personal- und Marketingdienstleistungen für Startups und KMU anbietet. Ich arbeite daher aktuell viel am Konzept, betreibe aber auch Kundenakquise, gehe gleichzeitig zu Behörden oder zum Steuerberater – alles Dinge, für die es in meinen früheren Jobs andere Experten gab. Und dann grabe ich manchmal in meinen Skripten, weil ich mich erinnere: irgendwann hatte ich doch Gründungsmanagement bei Prof. Dieckmann!

Woher kam die Idee, eine eigene Firma zu gründen?

Romy: Ich habe jetzt mehr als fünf Jahre in verschiedenen Startups gearbeitet, die Atmosphäre dort hat mir immer gefallen: das Unfertige, das Bewegliche, die inhaltlichen Überschneidungen. Startups sind in der Anfangsphase meist personell chronisch unterbesetzt. Ich war zwar für Marketing zuständig, konnte mich aber auch in andere Bereiche wie Finanzen, Produktentwicklung oder Büroorganisation mit einbringen. In meinem letzten Job habe ich zusätzlich das Personalmanagement übernommen, weil jemand gebraucht wurde – und mich dort eingearbeitet. Auch hier habe ich viel auf meine Studieninhalte zurückgegriffen und mich u.a. an die Vorlesungen bei Prof. Wald erinnert. Vor allem Recruiting und Personalmarketing finde ich sehr spannend. Zusammen mit einer Kollegin haben wir dann eine Marktlücke identifiziert und nun probieren wir es aus.

Worin besteht die Lücke?

Romy: Es geht einerseits um die Vermittlung von MINT-Fachkräften (d.h. aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), speziell für Startups und KMU. Andererseits bieten wir interim HR-Management und Beratung an. Wir nennen uns „get a MINT“. Was machen wir anders? Wir kommen aus dem Bereich und kennen den Bedarf und die spezielle Situation von kleineren Firmen aus dieser Branche – das macht uns authentisch. Wir vermitteln nicht die meisten, sondern die am besten passenden Bewerber, die den speziellen Anforderungen eines Startups entsprechen. Zudem geben wir den Unternehmen „Starthilfe“ im HR-Management und beraten zu Themen wie Personalstrategie oder Personalentwicklung. Und auch unser Vergütungsmodell ist auf Startups zugeschnitten.

Was gefällt Dir besonders an Deiner jetzigen Tätigkeit?

Romy: Natürlich auch das Vielfältige. Aber mit der Gründung haben wir jetzt gefühlt 1000 Mal mehr Verantwortung. Das ist vielleicht gerade deswegen ein unbeschreiblich tolles, freies Gefühl.

Welchen Ratschlag würdest Du Studierenden Deines Faches aus heutiger Sicht geben?

Romy: Ich finde es immer wichtig, sich nicht nur auf die Themen des Studienfachs zu beschränken, sondern auch nach rechts und links und ein paar Jahrgänge nach oben zu sehen, andere Impulse aufzunehmen. Und, klar, auch Spaß zu haben gehört dazu. Man kann auch mal eine Vorlesung ausfallen lassen, so mutig darf man sein! Und in der Zeit kann man andere Dinge tun, die einen auf anderen Gebieten weiterbringen. Ich beispielsweise habe während meines gesamten Studiums in der Marketingabteilung eines Unternehmens gearbeitet und so für noch mehr Praxisbezug gesorgt.

(Stand: Januar 2017)

Link: www.get-a-mint.de

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news-287 Mon, 22 May 2017 17:38:19 +0200 „Wir können unsere Umwelt selbst mitgestalten“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/287/ Alumni-Geschichte(n): Wirtschaftsingenieur (Bau) Carsten Sellschopf (Diplom 1997) im GesprächCarsten Sellschopf, Absolvent Wirtschaftsingenieurwesen (Bau), gehörte zur ersten Matrikel der HTWK Leipzig. Er erinnert sich noch gut an seine eigene Immatrikulation im Jahr 1992: Sie war gleichzeitig die Amtseinführung des ersten Rektors. „Das war sehr beeindruckend und feierlich!“ Sellschopf war viele Jahre selbst in Fachschaft, Stura, Senat und Alumnivereinigung aktiv, ist heute Geschäftsführer bei einem großen bundesweit tätigen Projektentwickler und meint: „Von den damals gemachten Erfahrungen zehre ich noch heute.“

 

Sie gehören zur ersten Matrikel von Studierenden, die 1992 an die neugegründete HTWK Leipzig aufgenommen wurden. Wie war dieser Anfang aus Ihrer Sicht?

Carsten Sellschopf: O Gott, das ist schon 25 Jahre her. Aber ja: Bei meiner Immatrikulation im September 1992 war alles neu und überwältigend, in jeder Hinsicht. Ich kam aus Aschersleben zum Studium nach Leipzig, einmal in die Großstadt, an die renommierte TH Leipzig und neu gegründete HTWK Leipzig. Ich saß in diesem großartigen Gewandhaus und dann war es auch noch der Beginn von etwas ganz Neuem: Professor Steinbock, der Gründungsrektor, bekam damals seine Amtskette vom sächsischen Wissenschaftsminister umgelegt. Das war sehr beeindruckend und feierlich! Wir alle waren gespannt auf diesen nächsten Schritt, auf das Studium. Und die Erwartungen wurden absolut erfüllt.

Was haben Sie denn aus dem Studium mitnehmen können?

Sellschopf: Zunächst natürlich das Fachwissen. Aber außerdem viele Freundschaften. Das sind Beziehungen, die sind belastbar bis heute, auch wenn wir mittlerweile in verschiedenen Regionen und Firmen arbeiten. Zudem ist mir die Zusammenarbeit in guter Erinnerung geblieben – ich war lange in der Fachschaft, dann dem Stura, später im Senat und bei den Wiwi-Alumni aktiv – das hat uns zusammengeschweißt. Vor allem persönlich habe ich viel mitnehmen können. Wir, meine Kommilitonen und ich, haben gemeinsam die Hochschule gestaltet, über die verschiedenen Wege Einfluss nehmen können, haben Allianzen geschlossen, Politik gemacht und Pläne verfolgt: Und genau das ist heute bei der Projektentwicklung mein Job. Von diesem Wissen und den damals gemachten Erfahrungen zehre ich noch heute.

Sie haben Gründungsrektor Professor Steinbock – fast schon eine mythische Figur! – aus der Nähe erlebt.

Sellschopf: Rektor Steinbock war auf jeden Fall eine prägende Persönlichkeit. Ich habe dann später viel mit ihm zusammengearbeitet und schätze ihn sehr - seine verbindende Art und seine berühmten Rotweinrunden. Da war sein Motto: „Wenn die Leute zusammen trinken, dann reden Sie zumindest miteinander!“ Wir haben in diesen ersten Jahren sehr viele Veränderungen umsetzen können: in den Curricula, in der Personal- und Finanzpolitik. Damals wurde aus der TH die HTWK Leipzig.

Sie haben Wirtschaftsingenieurwesen studiert – ein neuer Studiengang.

Sellschopf: Als ich anfing, war das gefühlt wie zwei nebeneinanderstehende Studiengänge, die man gleichzeitig absolvierte – ein Wirtschaftsstudium und ein Baustudium. Ich habe mir daher immer die Schnittstellenthemen genommen. Als Generalist konnte ich mich weder in die Details der Finite-Elemente-Methode noch in die Weiten der Steuerlehre vertiefen. Heute ist es so: Ich arbeite mit Spezialisten aus beiden Gebieten zusammen und brauche sie beide, damit unsere Projekte erfolgreich sind.

Heute sind Sie Geschäftsführer beim Wohnimmobilienentwickler formart in Berlin. Wie sieht Ihr Arbeitstag heute aus?

Sellschopf: Büro, Reisen, Veranstaltungen, Büro. Ich bin viel unterwegs, treffe Menschen, schiebe Projekte an, führe ein Team, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Unsere Firma entwickelt vor allem größere Wohnungsbauprojekte. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn ich am gebauten Ergebnis vorbeifahren kann und mich erinnere, wie wir anfangs um jedes Detail der Verträge, Preise und Termine gerungen haben und dann steht es da, Menschen leben und arbeiten darin. Ich könnte mir irgendwann auch eine Selbständigkeit auf diesem Gebiet vorstellen. Oder die Vermittlung meiner Erfahrungen – ich habe bereits Lehraufträge an der FH Potsdam oder an der FH Anhalt – das macht mir Freude.

1995 durften Sie als Stura-Sprecher dann selbst die neuen Studierenden begrüßen.

Sellschopf: Da schloss sich für mich ein Kreis. Vor drei Jahren hatte ich selbst als „Ersti“ da unten gesessen und nun stehe ich auf der Bühne am Rednerpult, lasse den Blick nach oben gleiten. Noch eine Reihe und noch eine und es hört nicht auf und du weißt: Jetzt schauen 2.000 Leute auf dich. Drei Jahre Studium und Aktivität in der Selbstverwaltung hatten mich bereits stark geprägt und ich wollte den „Neuen“ vor allem mit auf den Weg geben, dass ihre Umwelt, ihre Hochschule, gestaltbar ist – sofern sie den Willen, den Mut und die Zeit dafür aufbringen. Vielen Dank für das Gespräch.

(Stand: Februar 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-PortraitsFW_ALUMNI
news-286 Mon, 22 May 2017 17:35:00 +0200 „Nicht aufgeben, dranbleiben und zusammenarbeiten“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/286/ Alumni-Geschichte(n): Isabell Kutter, Absolventin Buchhandel/Verlagswirtschaft (B.Sc. 2015), im GesprächIsabell Kutter, Absolventin Buchhandel/Verlagswirtschaft (B.Sc. 2015), arbeitet seit Januar 2016 im Vertrieb bzw. Vertriebscontrolling im Hamburger Carlsen Verlag (bekannt für Comics und Jugendbücher). Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin und Berufstätigkeit kam sie – aus Hameln bei Hannover – zum Studium nach Leipzig. Nicht nur das Studium, sondern auch das „Drumherum“ an der Hochschule habe sie stark geprägt. Über Hartnäckigkeit, das nötige Glück und abwechslungsreiche Tätigkeiten lesen Sie im folgenden Interview.

 

An welche Situation, Person oder an welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Kutter: Da das Studium noch recht frisch ist, habe ich da noch so einige Situationen im Kopf. Daher beispielhaft: Der Poetry Slam in der Wärmehalle Süd, den Kommilitoninnen organisiert hatten. Es war richtig, richtig voll und wir hatten Glück noch ein Plätzchen zu ergattern, bevor der Eingang dichtgemacht wurde.

Welches Erlebnis im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Kutter: Ich denke, es gibt viele Erlebnisse und Erfahrungen, die mich geprägt haben. Aber so spontan habe ich z.B. ein bzw. drei Bilder im Kopf: Wie wir auf der Frankfurter Buchmesse durch die Hallen eilen, um nun endlich die Verlage für unseren Kleinverlegertag 2013 festzuzurren (unter leichter Verzweiflung aber noch motiviert). Dann der Kleinverlegertag selbst, bevor die Veranstaltung startet – erst bang, ob zahlreich Publikum erscheint - ob alles klappt. Und zu guter Letzt, der Moment, als wir wussten: Ja, es hat alles gut funktioniert und wir haben das gemeinsam geschafft. Das sind tolle Erfolgserlebnisse gewesen: Nicht aufgeben, dranbleiben und zusammenarbeiten haben dazu geführt, dass es ein erfolgreicher, positiver Tag geworden ist.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Kutter: Einen richtig typischen Arbeitstag gibt es immer nur bedingt, da das Aufgabenfeld stets wechselt. Dabei gibt es jedoch verschiedene Konstanten. Darum sollte ich vermutlich sagen: Ein typischer Arbeitstag beginnt mit dem Checken meines E-Mail-Postfaches. Dann werfe ich alle Programme an, die ich im Laufe des Tages in aller Regel benötige: VA-MAX (das System unserer Auslieferung) und Pondus (unser Verlagsprogramm). Dem folgt dann gern Metis (das Tool von Media Control) und was an keinem Tag fehlt, sind Excel-Tabellen. Alles Weitere hängt dann von der Fragestellung ab, die ich gerade bearbeite. Das ist etwas, dass mir sehr gut an meiner jetzigen Position gefällt. Ich habe Einblick in viele verschiedene Bereiche des Vertriebs und durch die verschiedenen Anforderungen der Anfragen, die auf meinem Tisch landen, bleibt es abwechslungsreich.

Wie sind Sie auf Ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Kutter: Ich hatte bei meinem Job das Glück, dass die Kollegen von Carlsen mich aus dem Praktikum kannten. Im Grunde kann man sagen, ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium konnten Sie mit in Ihr Berufsleben nehmen?

Kutter: Es gibt so viele Erlebnisse und Erfahrungen, die mit dem Studium einhergegangen sind. Sowohl in der Hochschule, den Lerninhalten als auch Alles, das in dieser Zeit rundherum passiert, das mich sehr geprägt hat. Das Studium hat auf jeden Fall sehr unterstützt, dass ich offen mit Themen und Problemen umgehe – über den Tellerrand schaue, verschiedene Perspektiven betrachte – analytischer an Fragestellungen herangehe. Der ein oder andere Professor, der sich an mich erinnert, mag vielleicht darüber lachen, aber ich habe stärker gelernt, mich zu fokussieren und Sachverhalte anschaulicher darzustellen. Denn ja, das war mal schlimmer. Das hilft mir im jetzigen Job sehr und hätte ich sicherlich nicht immer gedacht, wenn ich über einer Hausarbeit gegrübelt habe.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Kutter: Ich finde, jetzt schon einen Ratschlag abzugeben, vielleicht ein bisschen vermessen. Aber so kitschig das auch klingen mag: Nutzt und genießt die Zeit, die ihr habt, euch in neue Themen einzuarbeiten – eure Interessen zu stärken und herauszukitzeln. Und genießt Leipzig! Es ist so schön dort.

(Stand: Februar 2017)

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HTWK > Kooperieren > Alumni-Portraits
news-285 Mon, 22 May 2017 17:30:37 +0200 „Sucht euch einen guten Praxispartner“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/285/ Verlagsherstellung-Absolventin Franziska Bühring (Diplom 2008) im GesprächFranziska Bühring studierte von 2004 bis 2008 Verlagsherstellung und ist seit 2010 bei der Walter De Gruyter GmbH in Berlin beschäftigt. Wichtig aus ihrer Sicht war: sich eine spannende Firma für das Praxissemester zu suchen. Sie berichtet im Interview über Vorbilder, die Herstellung von rein elektronischen Werken und den Wunsch zur Weiterentwicklung.

An welche Situation, Person oder an welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?

Franziska Bühring: Besonders beeindruckt haben mich die Vorlesungen bei Frau Prof. Herzau-Gerhardt. Zum einen vermittelte Sie Ihre Inhalte so gut und verständlich ohne dabei an Tiefe zu sparen, dass sich das Fachgebiet schließlich sogar zu meinem Diplomarbeitsthema bei ihr entwickelte. Zum anderen war Sie für mich ein Vorbild in ihrer Rolle als Frau in einem eher männer-dominierten Gebiet. Das motivierte mich umso mehr, meinen eigenen Weg zu gehen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Bühring: De Gruyter ist ein Wissenschaftsverlag mit Hauptsitz in Berlin. Dort bin ich verantwortlich für den Bereich „Production Standards and Solutions“ als eines der sechs Teams der Gesamtherstellung. Wir sind drei Kollegen und unser Aufgabenbereich umfasst die zentrale Verwaltung von Produktionsstandards sowie die Steuerung und Einführung von herstellungsrelevanten Systemen. Wir setzen neue Anforderungen an unsere Produkte oder Prozesse in Form von Richtlinien oder kleineren Softwarelösungen um. Dabei versuchen wir möglichst standardisiert vorzugehen, d.h. wenig Unterschiede zwischen Buch- und Zeitschriftenpublikationen zu machen und nach Möglichkeit offene Standards einzusetzen.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Bühring: Aktuell befinden wir uns gerade in der Pilotphase beim Einsatz eines „Online Proofing Systems“. Hier sollen Autoren ihre Inhalte mit Hilfe eines Online-Editors korrigieren und freigeben. Die Idee dahinter ist u.a., Korrekturgenauigkeiten zu erhöhen und bei der Umsetzung dieser Kosten zu sparen. Zusätzlich unterstützt es die Produktion von „online-only“-Produkten, bei der auf Satz und Druck generell verzichtet wird und somit der traditionelle Fahnen-/Korrekturlauf mit PDF nicht mehr möglich ist. Zudem ist diese Entwicklung ein logischer Schritt in Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und Inhalten. Ganz im Gegensatz zur konventionellen Korrektur der gestalteten, für den Druck optimierten PDF-Seite rückt diese Lösung Inhalte sowie deren Semantik und Struktur in den Vordergrund. Die anschließende Umsetzung als E-Book oder auch ganz klassisch als gedrucktes Produkt kann auf dieser Basis wesentlich effizienter gestaltet werden.

Wie sind Sie auf Ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Bühring: In meiner vorigen Tätigkeit als Journal Production Editor bei De Gruyter habe ich mich bereits mit den eingesetzten Produktionssystemen befasst sowie deren Implementierung betreut. Daraus und im Rahmen einer Umstrukturierung hat sich dann mein neues Aufgabenfeld entwickelt. Darüber hinaus habe ich meinen Arbeitgeber erkennen lassen, dass ich mich beruflich weiterentwickeln möchte. Beides führte zu meiner jetzigen Position.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Bühring: In meinem Job gibt es wenige Routine-Aufgaben, vielmehr geht es täglich darum Lösungen zu finden oder Prozesse zu optimieren. Dabei bin ich im engen Austausch mit den Teamleitern von Buch-/Zeitschriftenherstellung und Einkauf aber auch anderen Abteilungen des Hauses, wie IT oder Lektorat. Meine Aufgaben sind dadurch sehr vielseitig und motivieren durch die direkte Beteiligung an der Weiterentwicklung der Abteilung und des Unternehmens. Dadurch lerne ich fast täglich Neues und bin über technischen Entwicklungen der Branche informiert.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium konnten Sie mit in Ihr Berufsleben nehmen?

Bühring: Ich habe gelernt, mich und meine Arbeit zu strukturieren und zu organisieren. In meinem Arbeitsalltag profitiere ich vor allem von meiner Fähigkeit, selbstständig an Problemstellungen zu arbeiten, Lösungen zu finden, diese zu bewerten und zu dokumentieren.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Bühring: Ich finde es wichtig, sich vor allem mit Bedacht einen guten Praxispartner für das Praktikumssemester oder darüber hinaus auszusuchen, denn hier erlangt man wichtige Einblicke in den Berufsalltag. Je nach Ausrichtung des Unternehmens können so bestimmte Aufgaben und Prozesse betont oder auch relativiert werden, der Fokus entsprechend anders gelegt und neue Herausforderungen erkennbar werden.

(März 2017)

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news-284 Mon, 22 May 2017 17:26:10 +0200 Vom Dachboden der „Dimi“ nach South Carolina https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/284/ Alumni-Geschichte(n): TH-Absolvent Thomas J. Ritter (Diplom Automatisierungstechnik 1988) im GesprächThomas J. Ritter studierte von 1984 bis 1988 Automatisierungstechnik/Messtechnik an der Technischen Hochschule Leipzig (TH Leipzig), der größten Vorgängereinrichtung der heutigen HTWK Leipzig. Nach der „Wende“ verschlägt es ihn in die USA. Dort arbeitet er heute als „Senior Market Manager Nuclear“ bei der Technetics Group in Columbia (South Carolina), wenn er nicht gerade weltweit unterwegs ist. 2017 sieht er eine Fernsehserie über den real existierenden Sozialismus, will nachsehen, was aus seiner damaligen Hochschule geworden ist – und landet auf den Alumni-Seiten der HTWK. Es entspinnt sich eine Mail-Korrespondenz mit dem Alumni-Beauftragten – hier das Ergebnis:

An welches Detail aus Ihrem Studium an der TH Leipzig können Sie sich gut erinnern?

Thomas J. Ritter: Zu Beginn des Studiums bekam meine Seminargruppe 84A3 einen Seminarraum unterm Dach in der „Dimi“, der Dimitroff-Straße (heutige Wächterstraße), zugewiesen. Für die Reinigung dieses Raums bekamen wir Geld, das wir zurückgelegt haben. Gegen Ende des Studiums waren von uns noch etwa 20 Absolventen übrig. Und nach der feierlichen Exmatrikulation im August 1988 haben wir uns entschieden, die so gesammelten Finanzen am Silbersee in Lößnig in Rostbrätl und Bier umzusetzen. Ich habe allerdings seither nie wieder zu einem meiner Kommilitonen – 84A1, 84A2, 84A3, 84A4 – Kontakt gehabt. Bis Ende 1989 war ich in Leipzig-Grünau zuhause. Dann bin ich aus Leipzig weg und nicht wieder zurückgekommen. Ich habe aber gerade gesehen, dass einer meiner Kommilitonen, Tilo Heimbold, heute Professor für Automatisierungstechnik ist – Respekt und Glückwunsch!

Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Ritter: Jeder Student fällt möglicherweise irgendwann mal durch eine Prüfung, aber bei mir waren gleich nach dem 2. Semester Physik und Mathematik zur Wiederholung angesagt. Das war ernst – gleich zwei Nachprüfungen. Vor lauter Schreck bestand ich Physik mit „sehr gut“ und Mathematik mit „gut“. „Failure is not an option“ ist heute einer meiner Leitsprüche zur Selbstmotivation – diese Erfahrung kommt mir bei meiner heutigen Arbeit, meiner heutigen Verantwortung und der Verantwortung gegenüber Kunden zugute.

Auf welche Erfahrung hätten Sie gern verzichtet?

Ritter: Sowohl auf die Fächer Philosophie, Sozialistische Ökonomie, Wissenschaftlicher Kommunismus als auch auf die dazugehörigen Hochschullehrer. Und auch auf das Fach GET, Grundlagen der Elektrotechnik, von uns Automatisierungstechnikern damals „Grundlagen der Exmatrikulationstechnik“ genannt. Ich habe seinerzeit GET doch noch erfolgreich abgeschlossen. Aber bis zum heutigen Tag verstehe ich nicht, wie ein Drehstrom-Asynchronmotor funktioniert.

Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?

Ritter: Es waren die Kombination aus „sozialistischer Herkunft“, Russischkenntnissen, der Berufsausbildung Werkzeugmacher und meine Spezialisierung Messtechnik innerhalb der Automatisierungstechnik, was mich 1993 für meinen heutigen Arbeitgeber so interessant machte. 99% meines Jobs erledige ich seither in Englisch. Im März vergangenen Jahres habe ich wieder begonnen, Russisch zu lernen – nach 30 Jahren Pause.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ritter: Ich arbeite vom „home office“ aus an internationalen Projekten, oder ich bin irgendwo auf der Welt auf Dienstreise, zurzeit viel in der Ukraine. Dazwischen gibt‘s nur Urlaub – muss auch mal sein, sagt meine Familie.

Apropos Familie – wie lebt es sich in den USA?

Ritter: Perspektivisch werden wir unsern Lebensmittelpunkt nach Südhessen verlegen – nicht wegen Politik, sondern wegen der Kinder. Meine Frau hat letztes Jahr ihre langjährige Arbeit bei einer Bank aufgegeben, sie wird Kindergartenerzieherin und studiert nun noch einmal – in Darmstadt. Meine Tochter promoviert in Geologie – an der FU Berlin, mein Sohn studiert Wirtschaftswissenschaften in Mainz.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Ritter: Aktuell arbeite ich unter anderem an der Modifizierung der Konstruktion einer Dichtung für den Reaktordeckel eines Druckwasserreaktors russischer Bauart, deren Qualifikation, Zulassung und Lizensierung. In meine Verantwortung gehören elastische, metallische Hochleistungsdichtungen für die sichere und zuverlässige Abdichtung von Reaktordeckeln kommerzieller Kernreaktoren und für Langzeit-Lagerbehälter für nukleare, abgebrannte Brennelemente, sowie weitere sicherheitsrelevante Dichtungslösungen im nuklearen Kreislauf.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Ritter: Ich darf eigenständig an internationalen Projekten arbeiten, bin quasi ohne Limits unterwegs. Über die Jahre und dank der (Teil)Erfolge vertraut man nicht nur der Firma, deren High-Tech-Produkten – sondern auch mir, und dies auf vier Kontinenten. Macht Spaß!

Welche wird Ihre nächste berufliche Station sein?

Ritter: Die Pension – voraussichtlich gegen Ende 2028. Bis dahin habe ich doch noch viel vor. Ich bin wirklich zufrieden mit dem, was ich tue, und dankbar, dass ich genau das tun darf.

Haben Sie noch viele Kontakte nach Leipzig?

Ritter: Im Moment bin ich mit einigen Schulkameradinnen in Leipzig in Kontakt. Wir begehen im Sommer 2018 den 40. Jahrestag unseres Schulabschlusses 1978 an der Polytechnischen Oberschule Juri Gagarin in Leipzig. Wir, es sind auch schon Omas und Opas dabei, haben vor, dies gemeinsam etwas zu feiern. 2018 jährt sich auch mein Abschluss an der TH Leipzig zum 30. Mal.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Ritter: Wichtig ist, Dinge gleich beim ersten Mal richtig zu erledigen. Jedes Nachholen oder Nachbessern bedeutet immer eine Doppelbelastung. Mein Appell ist: Versucht auch, zügig fertig zu werden, und macht unbedingt den Masterabschluss! Außerdem: Industrie-Praktika, am besten international, möglichst im englischsprachigem Raum, weiten euren Horizont und erlauben es euch, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Und weil das Schlagwort Digitalisierung ja in aller Munde ist: Elektronik und Computer können viel, aber nichts geht ohne die dazugehörende Mechanik und die Werkstoffe.

(April 2017)

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news-283 Mon, 22 May 2017 17:15:28 +0200 „Die Welt der BWL ist groß – nie aufgeben!“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/kooperieren/in-verbindung-bleiben-alumni/alumni-portraits/alumni-portrait-detailseite/artikel/283/ Alumni-Geschichte(n): BWL-Absolvent Sebastian Ehrhardt im GesprächSebastian Ehrhardt studierte von 2012 bis 2016 Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.) an der HTWK Leipzig. Seit Abschluss seines Studiums arbeitet er als Wirtschaftsprüfungsassistent mit Spezialisierung auf die Gesundheitsbranche. Einprägsam waren für ihn das Auslandssemester in Jaén (Spanien) – und die Begegnungen im Prüfungsamt. Er rät außerdem dazu, sich im Studium nicht selbst zeitlichen Druck aufzubauen.

Wie sind Sie zu dem Studium der BWL gekommen – und warum an der HTWK?
Sebastian Ehrhardt: Nach meiner beruflichen Ausbildung zum Industriekaufmann habe ich zunächst ein Jahr im Projektmanagement gearbeitet. Da ich nicht zu 100% überzeugt war, diesen Job für immer zu machen, wollte ich studieren, und zwar BWL – aufbauend auf meine wirtschaftlichen Kenntnisse. Ob Leipzig, Magdeburg, Berlin oder weitere Hochschulen – es war keine leichte Entscheidung. Letztendlich gab es mehrere Gründe, die für Leipzig sprachen: Zum Einen die Nähe zu meiner Heimatstadt Nordhausen (Nordthüringen), und zum Anderen hatte ich einige Freunde, die schon vom Studentenleben in der Stadt schwärmten.

An welche Situation, Person oder an welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?
Ehrhardt: Besonders eine Person blieb mir im Gedächtnis – Frau Bennecke vom Prüfungsamt. Man hatte stets Angst, die Tür zu öffnen, schon gar nicht außerhalb der Sprechzeiten. Man hatte Angst, ein falsches Dokument abzugeben und dann Ärger zu bekommen. Aber: Hilfsbereitschaft bewies sie immer, sodass alle Probleme doch gelöst werden konnten. Schließlich war es sicher nicht immer leicht, allen Bedürfnissen der Studenten gerecht zu werden.

Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Ehrhardt: Mein Auslandssemester in Spanien, in Jaén. Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte: In einer komplett anderen Kultur allein zu leben, erstmal niemanden zu kennen. Es war trotzdem eine wunderbare Zeit. Und dann meine Mitarbeit im Fachschaftsrat, das hat mich auch viel offener für Neues gemacht. Ich habe gesehen, dass man mit eigener Organisation und viel Willen so Einiges umsetzen kann.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Ehrhardt: Die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat meist Mandanten aus der Gesundheitsbranche. In der „Busy Season“ von Januar bis Juni bin ich oft unterwegs und übernachte im Hotel. Gegen halb 9 geht es zum Mandanten, der für unser Team meist ein Arbeitszimmer zur Verfügung stellt. Wir prüfen nach und nach alle finanzbuchhalterischen Thematiken im Unternehmen und kontaktieren die einzelnen Abteilungen, wenn Fragen auftreten. Feierabend ist meist zwischen 6 und halb 8, danach geht es ins Hotel zurück, dann ist Zeit für private Hobbys oder Sport. Abendbrot essen wir meist zusammen im Team. Nach spätestens zwei Wochen geht es zum nächsten Mandanten.

Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?
Ehrhardt: Ich wollte gern in Leipzig bleiben, habe bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Region nach offenen Stellen gesucht – und dabei „meine“ Stelle auf der Website des Unternehmens entdeckt.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Ehrhardt: Sie ist abwechslungsreich, alles ändert sich ständig. Zudem brauche ich alle möglichen Fachgebiete der Betriebswirtschaft, um die Unternehmenszusammenhänge zu verstehen. Und dann kommuniziere ich jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen, ob Angestellte, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer – alle sind mit involviert.

Was wird Ihre nächste berufliche Station sein?
Ehrhardt: Mir geht es erst einmal darum, Berufserfahrung zu sammeln. In naher Zukunft möchte ich aber auch das Steuerberater- und Wirtschaftsprüferexamen abschließen.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?
Ehrhardt: Nie aufgeben, denn die Welt der BWL ist groß. Ich habe meine heutige Spezialisierung erst nach dem 3. Semester festgelegt. Zudem sollte man sich nie selbst Druck machen, um alles in der Regelstudienzeit zu schaffen. Dass mein Studium wegen des Auslandssemesters länger dauerte, habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut.

(Mai 2017)

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