Internationalisierung: Prof. Dong-Choon Lee, ein renommierter und führender Wissenschaftler der Leistungselektronik aus Südkorea, zu Gast an der HTWK Leipzig
Für den Fachbereich Leistungselektronik an der HTWK Leipzig gab es hochkarätigen Besuch aus Südkorea: Prof. Dong-Choon Lee vom Power Electronics & Machine Control Lab der Yeungnam-Universität Korea ist ein angesehener und gut vernetzter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Leistungselektronik. Unter anderem war er bereits Präsident des Korean Institute of Power Electronics (KIPE) und Chefredakteur dessen renommierten „Journal of Power Electronics“. Auf seiner Deutschland-Reise besuchte er die Fachbereiche zur Leistungselektronik von drei großen Universitäten und überraschend auch den der HTWK Leipzig. „Es war für uns eine große Freude, denn er ist ein renommierter Forscher auf dem Gebiet und das KIPE ist eine wichtige Plattform, die nicht nur die Fachkreise in Südkorea vernetzt, sondern auch international wichtige Konferenzen im Bereich der Leistungselektronik organisiert, darunter die ECCE Asia (Energy Conversion Congress & Expo)“, so Prof. Thomas Komma, Professor für Leistungselektronik und elektrische Antriebssysteme an der HTWK Leipzig.
Durch Veröffentlichungen und Konferenzteilnahmen der HTWK Leipzig zur Leistungselektronik wurde Prof. Dong-Choon Lee auf die HTWK Leipzig aufmerksam. Nach seinen Gesprächen an der RWTH Aachen und der TU München kam er am 30. Juli 2026 in die Messestadt. Hier traf er sich zum Erfahrungsaustausch und gegenseitigen Kennenlernen mit den Mitarbeitern der Leistungselektronik der HTWK Leipzig.
Die Forschungsgruppe befasst sich maßgeblich mit der Auslegung, dem Aufbau und der Regelung modernster Topologien von AC/DC-, DC/AC- sowie DC/DC-Wandlern: Die Leistungen reichen von einzelnen Watts für Signalstromversorgungen bis in den zweistelligen Kilowattbereich für die Energieversorgung von E-Autos und elektrischen Netzen. Ein Fokus liegt auf der seriennahen Realisierbarkeit der Wandler. Die Kompetenzen der Forschungsgruppe speisen sich insbesondere aus der über 30-jährigen Erfahrung in der angewandten Forschung und Entwicklung von Prof. Komma. Forschungsschwerpunkte umfassen sowohl die Optimierung einzelner leistungselektronischer Bauelemente als auch ganzer Wandlersysteme.
Zusammenarbeit geplant
Prof. Lee besichtigte zunächst die Laborräume in der Wächterstraße 13 und sah sich zahlreiche Versuchsaufbauten an, darunter zum Forschungsprojekt noLimit, bei dem es um bidirektionales Hochleistungsladen in der Elektromobilität geht. Besonders beeindruckend fand er die Grundlagenforschung, die fachliche Tiefe und das vorhandene Messequipment. Im Anschluss nahm er sich Zeit für einen ausführlichen Austausch, bei dem es unter anderem um Kooperationsmöglichkeiten ging.
So wünschte sich Lee vor seiner Rückreise (über die TU Berlin) mit der HTWK-Forschungsgruppe Präsentationen erzielter Forschungsergebnisse auf Leistungselektronik-Konferenzen wie der ECCE Asia sowie eine Mitarbeit im German-Korean Symposium on Power Electronics. Bei dem deutsch-koreanischen Forschungsnetzwerk tauschen sich Spitzerforscher führender deutscher und südkoreanischer Universitäten mit Vertreterinnen und Vertretern der Industrie zur Leistungselektronik aus. Die HTWK Leipzig will damit ihre internationale Zusammenarbeit und Netzwerkbildung mit Südkorea im Bereich Leistungselektronik aufbauen.
