Mit dem Projekt forscht die Gruppe der HTWK Leipzig an der Entwicklung eines energieeffizienten Recyclingprozesses für ausgediente Windkraftrotorblätter.
Am 17. September 2026 fand das Kick-off-Meeting für das Forschungsprojekt Blade2Poly statt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines energieeffizienten Recyclingprozesses für ausgediente Windkraft-Rotorblätter, um die enthaltenen glasfaserverstärkten Kunststoffe hochwertig stofflich zu verwerten und für neue Anwendungen im Spritzguss nutzbar zu machen.
Das FuE-Projekt wird als Kooperationsprojekt der HTWK Leipzig, der KomRec-ReCond GmbH und der Schmaus Kunststoffaufbereitung durchgeführt. Gemeinsam entwickeln die Projektpartner eine durchgängige Prozesskette von der Materialcharakterisierung und -kategorisierung über die mechanische Aufbereitung bis hin zur Weiterverarbeitung der zurückgewonnenen Materialien.
Ein Schwerpunkt liegt auf der gezielten Analyse unterschiedlicher Rotorblattmaterialien sowie der intelligenten Steuerung des Materialflusses und des Recyclingprozesses. Die zurückgewonnenen Glasfasern sollen anschließend aufbereitet und gemeinsam mit recycelten Kunststoffen zu neuen Post-Consumer-Recycling-Materialien für Spritzgussanwendungen verarbeitet werden.
Das Projekt läuft von Juni 2026 bis Januar 2029 und wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert. Mit Blade2Poly soll ein Beitrag dazu geleistet werden, hochwertige stoffliche Verwertungswege für End-of-Life-Rotorblattmaterialien zu erschließen und damit die Kreislaufführung von Faserverbundwerkstoffen weiter voranzubringen.
