Leicht nachrüstbarer Prototyp zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme aus industriellen Fassadenflächen entwickelt
Photovoltaik-Thermie-Systeme
Erfolgreicher Projektabschluss
Am 30. März 2026 machten sich Wolfgang Schubert, Vorsitzender der Elstatik-Stiftung, und Beate Schubert an der Fakultät Ingenieurwissenschaften der HTWK Leipzig ein Bild vom geförderten Projekt zur Entwicklung organischer PVT-Module.
Professor Mathias Rudolph präsentierte mit seinem Team die Ergebnisse des erfoglreich abgeschlossenen Forschungsprojektes FiPVT „Fassadenintegrierte Photovoltaik-Thermie“, inklusive einer Live-Demonstration des entwickelten Prototyps.
Der Prototyp | Fassadenintegrierte Photovoltaik-Thermie
Im Rahmen des Projekts FiPVT entwickelte Daniel Erhardt in seiner Bachelorarbeit einen fassadenintegrierten Photovoltaik-Thermie-Kollektor (PVT-Kollektor) für industrielle Anwendungen. Ziel des Projekts war es, einen nachrüstbaren, kostengünstigen und leichten PVT-Kollektor speziell für Industriefassaden mit trapezförmigen Sandwichpaneelen zu entwickeln. Dabei wurden bewusst organische Photovoltaikmodule (OPV-Module) eingesetzt, die auf Kohlenwasserstoffbasis bestehen und damit auf umweltschädliche Materialien wie Blei, Cadmium und Silizium verzichten. Ihr geringes Gewicht und ihre Flexibilität erleichtern die Installation erheblich und machen sie besonders geeignet für den Einsatz an Gebäudefassaden.
Der entwickelte Prototyp besteht aus Sandwichpaneelen in den Maßen 1,0 m × 2,4 m, die zunächst ein Aluminiumblech aufgebracht wird, auf dem die OPV-Module direkt aufgeklebt werden. Die durch das Trapezprofil entstehenden Einbuchtungen der Paneele dienen dabei als natürliche Luftkanäle, durch die die vom Modul erzeugte Wärme abgeführt werden kann. Ein Lüfter treibt die Luftströmung an, wobei Volumenfluss, Temperaturen sowie elektrische Leistung, Spannung und Stromstärke über geeignete Sensorik erfasst und ausgewertet werden. Die wissenschaftliche Begleitung und Analyse wurde von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durchgeführt, die den Aufbau und die Experimente unterstützten und die erhobenen Daten auswerteten.
Die Elstatik-Stiftung
Die Elstatik-Stiftung, gegründet von Sylvia und Günter Lüttgens, fördert Forschung und Wissenschaft in den Bereichen der Statischen Elektrizität und Elektrischen Energieeffizienz. Sie stellt dafür jährlich rund 35.000 Euro zur Verfügung. Für das Projekt FiPVT stellte die Stiftung eine Förderung in Höhe von 9.000 Euro bereit. Neben „FiPVT" hat die Stiftung zuvor bereits Projekte wie „Organic Photovoltaic", „OptiPlant", „Solar Web Optimization", „Schaltbasierte Optimierung von Photovoltaik-Anlagen" und „Energy Harvesting in der praktischen Anwendung" unterstützt.
