
Ihr Weg zur Professur an der HTWK Leipzig
Viele unserer Professorinnen und Professoren kommen aus der Praxis und bringen ihre Erfahrung in Lehre und Forschung ein.
Ist eine Professur auch Ihr nächster Schritt?
Finden Sie heraus, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und wie Ihr Weg an die HTWK Leipzig aussehen kann.
Wählen Sie die Punkte aus, die auf Ihr Profil zutreffen. Der Check ersetzt keine individuelle Prüfung, hilft Ihnen aber dabei, Ihren aktuellen Stand besser einzuordnen.
Voraussetzungen für eine Professur
Für eine Professur an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften gelten vier zentrale Voraussetzungen (gemäß § 59 SächsHSG).
Diese bilden den formalen Rahmen– Ihr Weg dorthin kann ganz unterschiedlich aussehen.
Die folgenden vier Bausteine zeigen Ihnen, worauf es ankommt.
Hochschul-
studium
Abgeschlossenes Hochschulstudium, in der Regel im Fachgebiet der Professur oder einem eng verwandten Bereich.
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium, das fachlich zur ausgeschriebenen Professur passt.
In der Regel handelt es sich um ein Studium im entsprechenden Fachgebiet oder in einem eng verwandten Bereich.
Entscheidend ist weniger die exakte Bezeichnung des Studiengangs, sondern ob Ihre fachliche Qualifikation zur Denomination der Professur passt.
Wissenschaftliche
Befähigung
Nachgewiesene wissenschaftliche Befähigung, in der Regel durch eine Promotion im jeweiligen Fachgebiet oder einem eng verwandten Bereich.
Die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit wird in der Regel durch eine Promotion nachgewiesen.
Sie zeigt, dass Sie in der Lage sind, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten, Fragestellungen zu entwickeln und methodisch fundiert zu bearbeiten.
Sie stehen kurz vor dem Abschluss Ihrer Promotion? Dann bewerben Sie sich gerne bereits während des laufenden Promotionsverfahrens. Entscheidend ist, dass die Promotion voraussichtlich zeitnah abgeschlossen wird und der Nachweis im Verlauf des Berufungsverfahrens erbracht werden kann.
In Einzelfällen können auch gleichwertige wissenschaftliche Leistungen anerkannt werden, abhängig vom jeweiligen Berufungsgebiet. Hinweise dazu entnehmen Sie der Stellenausschreibung.
Pädagogische
Eignung
Erfahrung in der Wissensvermittlung, z. B. durch Lehrtätigkeit, Vorträge oder andere Formen der Weitergabe von Wissen.
Für eine Professur ist es wichtig, Wissen verständlich und strukturiert vermitteln zu können.
Pädagogische Eignung kann sich auf unterschiedlichen Wegen zeigen – zum Beispiel durch Lehrtätigkeiten, Workshops, Vorträge oder die Anleitung von Mitarbeitenden.
Falls Sie noch wenig Lehrerfahrung haben, können entsprechende Qualifizierungen auch im Verlauf der Tätigkeit erworben werden.
Berufliche
Praxis
Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon in der Regel drei Jahre außerhalb der Hochschule im jeweiligen Fachgebiet.
Für eine Professur an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist Praxiserfahrung besonders wichtig.
In der Regel werden mindestens fünf Jahre Berufserfahrung erwartet, davon mindestens drei Jahre außerhalb der Hochschule.
Diese Zeit kann zum Beispiel in Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung oder anderen praxisnahen Bereichen erworben worden sein.
Entscheidend ist, dass Sie Ihre Praxiserfahrung in die Lehre einbringen können.
Sie erfüllen nicht alle Voraussetzungen vollständig? Das ist nicht ungewöhnlich.
Entscheidend ist nicht die Reihenfolge einzelner Schritte, sondern wie sich Ihre Erfahrungen zu einem Profil verbinden, das Praxis, Forschung und Lehre zusammenbringt.
Das Berufungsverfahren:
In sieben Schritten zur Professur
Von der Ausschreibung bis zum Arbeitsbeginn vergehen in der Regel 12 bis 18 Monate. Darin enthalten sind das Berufungsverfahren, die Berufungsverhandlung sowie individuelle Vorlaufzeiten bis zum Dienstantritt. Das Verfahren erfolgt auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen für Berufungen an Hochschulen (gemäß § 61 SächsHSG).
Sie lernen uns in dieser Zeit fachlich und persönlich kennen – und wir Sie.
So entsteht ein gemeinsames Bild davon, ob eine Zusammenarbeit passt.
1. Ausschreibung und Bewerbung
Die Professur wird öffentlich ausgeschrieben. Sie bewerben sich innerhalb der Frist mit Ihren Unterlagen.
2. Sichtung und Vorauswahl
Die Berufungskommission sichtet die Bewerbungen und wählt geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für das weitere Verfahren aus.
3. Probevortrag und Gespräche
Sie stellen sich im Probevortrag und in den Gesprächen sowohl fachlich als auch persönlich vor.
4. Berufungsvorschlag
Die Ergebnisse werden bewertet, externe Gutachten eingeholt und ein Berufungsvorschlag erstellt.
5. Gremienphase
Der Berufungsvorschlag durchläuft die Gremien und wird durch den Rektor geprüft.
6. Ruferteilung und Verhandlung
Der Rektor erteilt den Ruf und klärt mit Ihnen die Rahmenbedingungen der Professur.
7. Start an der HTWK Leipzig
Nach Annahme des Rufs beginnen Sie Ihre Tätigkeit als Professorin oder Professor an der HTWK Leipzig.

Während des gesamten Berufungsverfahrens stehe ich Ihnen als Ansprechpartnerin zur Seite und begleite Sie.
Dr. Antje Gellerich
Berufungsbeauftragte
Wie bewerben Sie sich auf eine Professur?
Wenn Sie sich für eine Professur an der HTWK Leipzig interessieren, können Sie sich auf eine unserer aktuell ausgeschriebenen Stellen bewerben. Über unser Bewerbungsportal reichen Sie Ihre Unterlagen ein und gehen damit den nächsten Schritt auf Ihrem Weg zur Professur.
Offene Professuren ansehen
Damit wir uns ein umfassendes Bild von Ihrem Profil machen können, benötigen wir einige Unterlagen.
Die folgenden Punkte zeigen Ihnen, was dazugehört.
Diese Unterlagen gehören in Ihre Bewerbung
Ihre Person und Ihr Werdegang
Bitte stellen Sie darin Ihre Motivation für die Bewerbung dar und erläutern Sie, welche Bezüge Ihr beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang zur ausgeschriebenen Professur hat.
Der Lebenslauf gibt einen Überblick über Ihren wissenschaftlichen und beruflichen Werdegang sowie über Ihre bisherigen Tätigkeiten in Forschung, Lehre und Praxisprojekten.
Bitte reichen Sie relevante Abschlusszeugnisse und Urkunden ein. Beglaubigte Kopien müssen spätestens im Laufe des Berufungsverfahrens, in der Regel bis zum Termin der Probelehrveranstaltung, vorgelegt werden.
Ihr wissenschaftliches Profil
Beschreiben Sie Ihre bisherigen Forschungsaktivitäten sowie die Themenfelder, in denen Sie künftig arbeiten möchten.
Listen Sie Ihre wissenschaftlichen Veröffentlichungen unter Angabe der Autorenschaft (Erst-, Mit- oder Seniorautor/in) sowie der jeweiligen Publikationsmedien auf.
Zum Umfang des Lehr- und Forschungskonzeptes gibt es keine festen Vorgaben. Üblicherweise beträgt der Umfang zwischen drei und fünf Seiten. Die Integration beider Themenkomplexe ist möglich, wenn das dem eigenen Arbeiten besser entspricht, die Konzeption der Lehre einerseits und die Vorstellungen zur Forschungsarbeit andererseits sollen jedoch klar erkennbar sein.
Das Lehrkonzept sollte die eigene Haltung zur Lehre, das Lehrverständnis oder Lehrziel sowie bevorzugte didaktische Ansätze zum Ausdruck bringen und dies exemplarisch an konkreten Lehrveranstaltungskonzepten darstellen. Dabei können bisherige Erfahrungen und Weiterbildungen einbezogen werden. Es wird erwartet, dass es auf die konkreten Lehrschwerpunkte der Professur Bezug nimmt und sich mit dem im Studiengang/den Studiengängen vorgesehenen Curriculum auseinandersetzt. Erwünscht sind Vorstellungen zu Kooperationen und Synergien innerhalb von Fakultät und HTWK und ein Bezug zum Leitbild Lehre und Lernen.
Das Forschungskonzept soll ausgehend von den Forschungsinteressen und ggf. bisherigen Projekten konkrete Forschungsvorhaben und -ziele skizzieren, die die Professur (inhaltlich, methodisch, erkenntnistheoretisch) prägen und die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Wenn möglich, sollte dabei insbesondere auch auf Transferprojekte eingegangen werden. Erwartet wird zudem die Darstellung von Kooperationsmöglichkeiten im In- und ggf. Ausland sowie von Anknüpfungspunkten in der Fakultät und der HTWK Leipzig. Erwünscht ist eine Auseinandersetzung mit dem Leitbild Forschung und Transfer der HTWK Leipzig.
Ihre Erfahrung in Praxis und Lehre
Beschreiben Sie Ihre bisherigen Lehrtätigkeiten sowie – sofern vorhanden – Ergebnisse aus Lehrveranstaltungsevaluationen.
Geben Sie an, an welchen Forschungsprojekten Sie beteiligt waren und welche Erfahrungen Sie bei der Einwerbung von Drittmitteln gesammelt haben.
Listen Sie Ihre Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie Ihre Aktivitäten
in wissenschaftlichen Gremien auf.
Die berufliche Praxis außerhalb der Hochschule ist ein zentraler Bestandteil der HAW-Professur.
Bei der Auflistung Ihrer (außerhochschulischen) Berufspraxis stellen Sie bitte die inhaltliche Ausrichtung Ihrer Arbeiten dar und beschreiben Sie die besonderen Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden.
Zur Beurteilung des Inhaltes und der zeitlichen Umfänge fügen Sie bitte Ihrer Bewerbung Referenzschreiben/Arbeitszeugnisse/Nachweise sonstiger Art bei.

Wir möchten unterschiedliche Perspektiven in Forschung und Lehre stärken und freuen uns über Bewerbungen von Menschen mit vielfältigen beruflichen und persönlichen Hintergründen.
Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller
Rektor der HTWK Leipzig
Ihre nächsten Schritte
Sie haben Fragen?
Sie sind unsicher, ob eine Professur zu Ihrem Profil passt, oder haben Fragen zum Verfahren?
Kommen Sie gerne mit uns ins Gespräch. Ich berate Sie persönlich zu Voraussetzungen, zum Ablauf und zu individuellen Fragen.



