Am 28. Januar 2026 fand das 12. Innovationsforum zum Thema Prozess-Automatisierung an der HTWK Leipzig statt.
Impulse für sichere und intelligente Systeme
Automatisierung gilt als zentraler Motor für Effizienz und Innovation. Doch wie lassen sich diese Potenziale in der Praxis ausschöpfen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 12. Innovationsforums des Cluster IT Mitteldeutschland e.V., das am 28. Januar 2026 an der Fakultät Ingenieurwissenschaften der HTWK Leipzig stattgefunden hat. Die Veranstaltung verdeutlichte die Rolle der Initiative area.L als wichtige Plattform für den Austausch zwischen regionaler Wirtschaft und akademischer Forschung.
Unter dem Titel „Impulse für sichere und intelligente Systeme“ trafen sich Akteure und Akteurinnen aus Wirtschaft und Wissenschaft – von Leipzig und Halle bis Plauen und Dresden. Dabei ging es weniger um theoretische Zukunftsvisionen, sondern um die konkrete Vernetzung der Beteiligten. Die Kooperation zeigte ihren Mehrwert: Der Cluster IT Mitteldeutschland bündelte die Interessen der Unternehmen, während die HTWK mit area.L als Gastgeberin den Raum für fachlichen Input öffnete. Ziel war es, Silos aufzubrechen und gemeinsame Anknüpfungspunkte für künftige Projekte zu identifizieren.
Das ganze Bild: Wo Informatik auf Elektrotechnik trifft
Ein wesentlicher Aspekt des Austauschs war die Erweiterung des Blickwinkels. In der öffentlichen Diskussion wird Automatisierung oft stark durch Software-Themen und Informatik dominiert. Das Forum nutzte die Expertise der Fakultät Ingenieurwissenschaften, um das Bild zu vervollständigen: Für funktionierende Systeme sind die Schnittstellen zur Hardware und zur Elektrotechnik entscheidend.
Die Diskussionen machten deutlich, dass eine erfolgreiche Vernetzung beide Welten braucht: Intelligente Algorithmen auf der einen und physische Sensoren, Aktoren und robuste Technik auf der anderen Seite. Gerade an dieser Schnittstelle bot die Veranstaltung die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, um Software-Kompetenz mit elektrotechnischem Know-how zu verbinden.
Impulse als Gesprächsgrundlage
Den inhaltlichen Rahmen setzten Fachimpulse aus Wissenschaft und Praxis. Exemplarisch für die Bandbreite standen dabei zwei Beiträge im Fokus:
Perspektive Wissenschaft: Prof. Dr. Jörn Hoffmann (HTWK Leipzig) beleuchtete im Vortrag „IT-Sicherheit und Robotik“ die Herausforderungen bei der Vernetzung – von der Kommunikation einzelner Komponenten bis zum Gesamtsystem.
Perspektive Praxis: Die GISA GmbH zeigte mit „SAP-Prozesse automatisieren mit RunMyJobs“, wie Automatisierungslösungen im unternehmerischen Alltag Abläufe optimieren können.
Komplettiert wurde das Vortragsprogramm durch den Blick auf Datenräume und digitale Modelle (Johannes Braun, HTWK Leipzig). Diese Impulse dienten vor allem dazu, den Dialog zwischen den Teilnehmenden anzuregen und Schnittmengen für die Zusammenarbeit zu finden.
Dialog statt Frontalunterricht
Im agilen Format tauschten sich die Teilnehmende am Nachmittag aus. Statt passiv zuzuhören, brachten sie eigene Fragestellungen ein, um Partner für die Bearbeitung zu finden. Die Themen dieser Veranstaltung umfassten, die gemeinsame Erarbeitung von Kriterien zur KI-Readiness, den Austausch über Standards wie OPC UA im Maschinenbau und die Diskussion über Sicherheitsaspekte wie Jamming im Robotikumfeld.
Fazit: Dynamik durch Begegnung
Das 12. Innovationsforum war geprägt von einer offenen Atmosphäre und ehrlichem Wissensaustausch. Es hat sich gezeigt, dass die räumliche und fachliche Nähe zwischen dem Cluster IT Mitteldeutschland und der HTWK-Initiative area.L eine wertvolle Basis schafft. Nicht die Technologie allein, sondern die Vernetzung der Menschen dahinter – von der IT bis zur Elektrotechnik – ist der Schlüssel, um die regionalen Kompetenzen in der Automatisierung effektiv zu bündeln.
