Forschungsbereich Additive Multimaterial Manufacturing (AM³)
Im Forschungsbereich Additive Multimaterial Manufacturing (AM³) werden fakultätsübergreifend Forschungsideen generiert, Synergien identifiziert und die Nutzung von Forschungsgeräten für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der HTWK Leipzig sowie für Externe ermöglicht.
Zudem verbindet der Forschungsbereich Additive Multimaterial Manufacturing das fakultätsübergreifende Leipzig Center of Materials Science mit dem Institute for Printing, Packaging und Processing (iP3) an der Fakultät für Informatik und Medien, das bereits seit Jahren die Anwendung additiver Fertigungsverfahren im Rahmen der klassischen Druck- und Verpackungstechnik erforscht.
Forschungs- & Entwicklungsschwerpunkte
- Einsatz generativer Fertigungsverfahren in der Medizintechnik, wie 3D-Druck von Biomaterialien zur Entwicklung neuartiger Knochenersatzwerkstoffe
- Entwicklung von Leichtbauprodukten unter Nutzung generativer Fertigungsmethoden
- Einsatz von 3D Messverfahren für reverse engineering Prozesse
- Zielgerichtete Anwendung NC-gesteuerter Fertigung für Fräs-, Dreh- und Fräsdrehwerkstücken für den Bereich Forschung, Entwicklung und Wirtschaft
Wir arbeiten beispielsweise an der Verarbeitung biologisch abbaubarer Kunststoffe und Biopolymere, der Umsetzung innovativer Lösungen in der Gießereitechnik und auf dem Gebiet des 3D-Scans. Bei der Lösung unserer Aufgaben setzen wir die gängigen CAD-Systeme CATIA und Inventor ein.
Das Tissue Engineering stellt einen der fachlichen Schwerpunkte der Arbeitsgruppe dar. Hier besteht die Motivation, auf künstlichem Wege biologisches Gewebe mittels gerichteter Zellkultivierung herzustellen, Gewebebereiche zu ersetzen bzw. vollständig zu regenerieren. Bei komplizierten Krankheitsbildern ergeben sich Herausforderungen, wenn sich z.B. der Genesungsprozess über sehr lange Zeit erstreckt. Bisher bewährte Strategien müssen neu überdacht und weiter entwickelt werden.
Implantierbare Materialien, wie Biopolymere (Bsp.: Polycaprolacton; PCL) und Hydrogele sind biokompatibel und können über einen längeren Zeitraum definiert im menschlichen Organismus abgebaut werden. Solche Implantate sind unmittelbar nach der Applikation mechanisch stabil und müssen durch den Abbau im Körper am Ende ihrer Lebensdauer nicht durch Folgeoperationen entfernt werden.
Um vielversprechende Biomaterialien in geometrisch definierte komplexe Strukturen zu überführen, werden in der Arbeitsgruppe generative Verfahren eingesetzt. Wir haben Modifikationen an bekannten 3D-Druckern vorgenommen, um dem Traum des 3D-gedruckten Implantats ein wenig näher zu kommen. Auf diesem Weg finden wir sicherlich noch einige Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

Neuer Studiengang
Studium & Lehre
„3D-Druck revolutioniert die Art und Weise, wie Produkte industriell gefertigt werden. Die Transformation vollzieht sich längst und wir möchten kreative Köpfe ausbilden, die diese Veränderung mitgestalten und in diesem hochdynamischen Technologiefeld Innovationen vorantreiben." (Prof. Dr. Ingo Reinhold, Professur Beschichtungsprozesse)
AM³-Labor
Das neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte „Additive Multimaterial Manufacturing (AM3)“-Labor bildet die künftige Basis für erkenntnisorientierte Forschung an vollintegrierten, multimaterialfähigen Fertigungsprozessen – mit Anwendungen in Wirtschaftszweigen wie Maschinen- und Anlagenbau, gedruckter Elektronik oder medizinischer Sensorik und Diagnostik.
Save the date: Eröffnung des neuen AM³-Labors
Das neue AM³-Labor wird am Mittwoch, den 10. Juni 2026, im Rahmen der Netzwerkveranstaltung “Forschung trifft …” eröffnet. Mehr dazu in der PDF-Datei (barrierearm).
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen.
Vorgelagert findet ab dem Vormittag das begleitende Fachsymposium „Additive Multimaterial Manufacturing“ mit Stimmen aus Wissenschaft und Wirtschaft statt.
Forschungsgeräte

Bio-Printer
Der Bio-Printer bietet ein breites Spektrum an 3D-Druck-Möglichkeiten und ermöglicht die Umsetzung neuer Ideen im Multimaterialdruck.

Polymer-3D-Drucker
Der Polymer-3D-Drucker ist geeignet, um neue Materialien und Verfahren zu entwickeln. Außerdem ermöglicht er die schnelle und flexible Herstellung von Prototypen sowie Kleinserienbauteilen zu Forschungszwecken.

Pulverscherzelle
Mit der Pulverscherzelle können Fließeigenschaften von Pulvern für den 3D-Druck bestimmt werden.
Forschungsprojekte
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