Neue Ausstellungsreihe der Museologie an der HTWK Leipzig startet am 23. Juni
Wie gehen wir mit den Schattenseiten von Kunststoffen im Alltag um? Und wie kommunizierte die queere Community, als ihre Identität noch ein Tabu oder strafbar war?
Antworten liefert das studentische Semesterprojekt „geformt. gefühlt. gelebt | Die Ausstellungsreihe der Museologie 2026“ an der HTWK Leipzig.
Die feierliche Eröffnung startet am Dienstag, den 23. Juni 2026 um 13:00 Uhr auf dem Campus zwischen Medienzentrum und HTWK-Bibliothek (Gustav-Freytag-Straße). Nach einem Grußwort von HTWK-Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller stellen sechs studentische Teams ihre Ausstellungen vor.
Im Anschluss starten Führungen durch die ersten beiden Ausstellungen, die bis zum 6. Juli 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Studierenden laden alle Hochschulangehörigen sowie alle Leipzigerinnen und Leipziger herzlich ein – der Eintritt ist frei.
Begehbare Wohnung und queere Geheimcodes
Im Raum Li312 zeigt die Ausstellung „Plastik – Perfekt. Praktisch. Problematisch“ eine begehbare Wohnungsinstallation, die den Kunststoff im alltäglichen Leben greifbar macht. „Wir laden dazu ein, Kunststoffe in unserer Wohnung neu zu entdecken – immer praktisch, mal perfekt und mal problematisch“, so das Plastik-Ausstellungsteam.
Parallel dazu eröffnet im Erdgeschoss der Bibliothek die Ausstellung „(Un)sichtbar – Queere Geschichte der letzten 100 Jahre“. Sie zeigt, wie die Community trotz Repression eigene Räume und Geheimcodes fand – von der Berliner Schwulenszene in den 1920er Jahren bis zu Kontaktanzeigen für „Freundinnen von Sappho“ in der DDR. „In einer Zeit, in der Errungenschaften wieder angefochten werden, stellt sich erneut die Frage der (Un-)Sichtbarkeit“, erklärt das Team.
Weitere Ausstellungen im Sommer
Die beiden Premieren bilden den Auftakt für eine fortlaufende Reihe: Im Laufe des Sommers wird „geformt. gefühlt. gelebt“ mit wechselnden Themen weiterer studentischer Teams fortgesetzt. Der Titel steht für die Kernessenz der Ausstellungsreihe, erläutert Gisela Weiß, Professorin für Bildung und Vermittlung im Museum: „Objekte werden gezeigt, die unsere Kultur geformt haben, Geschichten erzählt, die emotional berühren, und Themen, die Alltagsleben wiedergeben.“
Von der Idee bis zur Vermittlung
Die Ausstellungen sind ein Praxisprojekt des 4. Fachsemesters im Studiengang Museologie an der HTWK. Von der ersten Idee über die Recherche nach Objekten, die Texte und die Gestaltung bis zur Realisation haben die Studierenden alle Schritte eigenständig umgesetzt. Der Studiengang bereitet praxisnah auf alle Funktionsbereiche von Museen vor – vor allem auf die Dokumentation und die Vermittlung. Für Prof. Dr. Gisela Weiß ist das Modul Museumsausstellungen „eine tolle Chance für Studierende der Museologie, hier ganz praktisch Erfahrungen in dem wichtigen und komplexen Bereich des Kuratierens und Vermittelns zu sammeln.“
Ankündigungen und weitere Informationen sind auf der Website der Museologie und auf dem offiziellen Museologie-Instagram Kanal zu finden.
Die Ausstellungsreihe im Überblick
Plastik – Perfekt. Praktisch. Problematisch.
23.06.2026 bis 06.07.2026
Eröffnung am 23.06.2026, 13 Uhr
Lipsius-Bau, Raum Li 312
(Un)sichtbar – Queere Geschichte der letzten 100 Jahre
23.06. bis 06.07.2026
Eröffnung am 23.06.2026, 13 Uhr
13 Uhr HTWK-Bibliothek
Geliebte Gefährten – Tiere aus Stoff und Plüsch
14.07. bis 27.07.2026
Eröffnung am 14.07.2026 wird noch bekanntgegeben.
Lipsius-Bau, Raum Li 312
Alle Fäden in einer Hand – Die Welt des Selber Ma(s)chens
14.07. bis 27.07.2026
Eröffnung am 14.07.2026, 17 Uhr
HTWK-Bibliothek
RAPutation – Ruf und Realität
04.08. bis 18.08.2026
Eröffnung am 04.08.2026 wird noch bekanntgegeben
Lipsius-Bau, Raum Li 312
„Flinke Hände“ – Die Frauen der Filmfabrik Wolfen
04.08. bis 28.08.2026
Eröffnung am 04.08.2026, 17 Uhr
HTWK-Bibliothek

