Senat tauschte sich in seiner 167. Sitzung am 23. September zu diesem und weiteren Themen aus – nächste Senatssitzung am 25. November
Bericht des Rektorats
Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller äußerte sich zum aktuellen Stand beim Thema Fächerabstimmung in Sachsen. Momentan sind die Fakultäten aufgefordert, gemeinsam mit der Hochschulleitung die Abstimmungen mit den anderen sächsischen HAW zu bestimmten Fächerschwerpunkten vorzubereiten. Ziel der HTWK ist es dabei, ihr interdisziplinäres Profil mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt zu behaupten. Neben der Abstimmung mit den HAW ist das Rektorat auch bemüht, Leipziger Allianzen, insbesondere mit der Universität und der Stadt Leipzig zu schmieden, um ihr Ziel zu erreichen.
Im 2. Quartal 2027 sollen Gespräche zwischen den Hochschulen, auch der HTWK Leipzig, mit dem SMWK stattfinden.
Bereits am 28. September tauschte sich das Rektorat mit dem SMWK über den aktuellen Stand bei der Erreichung der Zielvereinbarung aus. Prof. Müller stellte im Senat die aktuellen Daten vor. Die HTWK Leipzig befindet sich demnach in der Mehrzahl der Zielkategorien auf einem sehr guten Weg.
Beim Thema Promotionsrecht für HAW in Sachsen kommt die HTWK Leipzig möglicherweise einen Schritt voran. Aufgrund des Antrags der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wird am 5. Oktober eine Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft, Hochschulen, Medien, Kultur und Tourismus stattfinden.
Rektor Müller wird dort gemeinsam mit sächsischen Amtskollegen selbst für das Promotionsrecht argumentieren können.
Prorektor Bildung Prof. Dr.-Ing. Axel Klarmann informierte über die aktuellen Bewerbungs- und Zulassungszahlen. Das Interesse für die Studiengänge der HTWK ist ungebrochen. Auch in diesem Jahr werden voraussichtlich 1.600 Erstis immatrikuliert werden.
Prorektor für Forschung und Nachhaltigkeit Prof. Dr.-Ing. Faouzi Derbel berichtete über aktuelle Förderprogramme, etwa HAW-ForschungsSchub oder HAW OpenSpace, bei denen die HTWK Leipzig Anträge einreicht.
Zwei Anträge konnten Forschungsgruppen der HTWK bei der Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen des BMFTR erfolgreich einbringen.
Kanzlerin Prof.in Dr.in Swantje Rother kündigte an, dass die Hochschule ein Compliance-System etabliert. Damit ist gemeint, dass eine abgestimmte Gesamtheit aus Regeln, Zuständigkeiten, Verfahren sowie Kontrollen für Rechts- und Verfahrenssicherheit und Risikominimierung sorgt. Deshalb werden nach und nach alle Ordnungen der Hochschule überarbeitet und aufeinander abgestimmt. Im aktuellen Senat wurde etwa zur neuen Arbeitsschutzordnung informiert.
Die Hochschulleitung informierte auch zum Stand der HEP HTWK 2032: Das Projekt Maßnahmenentwicklung hat begonnen. Aktuell beginnen die Arbeitsgruppen, die beschlossenen Maßnahmen und Arbeitspakete in dem Tool „Open Project“ zu hinterlegen.
Fruchtbare Diskussion zu Resilienz in unruhigen Zeiten und zur Positionierung der HTWK Leipzig
Viele HTWK-Mitglieder beschäftigt die aktuelle politische Lage in der Region, aber auch national und global.
Rektor Müller: „Die jüngsten politischen Entwicklungen in Mitteldeutschland und die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung fordern die Wissenschaftslandschaft heraus. Die aktuellen, aus der angespannten Haushaltslage in Sachsen abgeleiteten Konzepte unserer Landesregierung machen zudem deutlich, wie sensibel und vulnerabel die Handlungsspielräume und die Autonomie von Hochschulen vor dem Hintergrund politischer Rahmenbedingungen sind. Die HTWK Leipzig muss sich aktiv mit der Frage auseinandersetzen, wie wir unsere Hochschule nach innen und außen resilient aufstellen – sowohl im alltäglichen Bildungshandeln als auch für künftige politische Herausforderungen.“
Er verwies darauf, dass Demokratiebildung und zivilgesellschaftliche Verantwortung zum Fundament und Auftrag von Hochschulen gehören. So sollen Hochschulen ihre Studierenden beispielsweise nach dem z. B. Hochschulrahmengesetz (§ 7 HRG) zu „verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat“ befähigen.
Dabei stehe die HTWK Leipzig nicht isoliert. Über die Einbindung in Netzwerke wie das Leipzig Science Network (LSN) oder die Beteiligung an der HRK-Initiative „Weltoffene Hochschulen“ (Start 2015) bekennt sich die HTWK Leipzig bereits zu diesen in den Wissenschaftscommunities weitreichend geteilten Werten.
Die Senatorinnen und Senatoren waren aufgerufen zu diskutieren, ob und in welcher Weise die HWK Leipzig ihre Haltung durch ein Statement öffentlich machen sollte. Ein einfaches Bekenntnis zur „Leipziger Erklärung“ der Uni Leipzig und des LSN reichte einigen der Anwesenden dabei nicht aus. Der Senat sprach sich vielmehr für die Erarbeitung eines eigenen Statements der Hochschule aus. Zwei Dinge waren den Senatsmitgliedern dabei besonders wichtig: zu zeigen, wofür die HTWK Leipzig steht, nicht nur, wogegen, und das Handeln in den Vordergrund zu stellen: Mitwirkung und Demokratie im Alltag leben, statt nur darüber zu reden.
Mit dem einem Vorschlag für das Statement der HTWK Leipzig, das die Stärkung freiheitlich-demokratischer Werte an der Hochschule untermauert, befasst sich bis zur nächsten Senatssitzung am 25. November eine kleine Arbeitsgruppe des Senats mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen Mitgliedergruppen.
„Ich bin sehr dankbar für diesen Austausch im Senat. Insbesondere danke ich denjenigen, die bereits sind, den ersten Aufschlag für ein Statement der HTWK zu machen. Gleichzeitig lade ich alle Hochschulmitglieder ein, mitzudenken und ihre Ideen einzubringen“, sagt Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller.
Details zu den Themen der Senatssitzung finden Sie in den Unterlagen im Intranet.
Hinweise und Ideen können an Julia Burkhardt, Referentin des Rektors, gemailt werden: referentin.r(at)htwk-leipzig(dot)de