Mit dem Format „LSN NetzWerkstatt“ fördert das Leipzig Science Network die Vernetzung in Leipzig – darunter drei Workshops mit der HTWK Leipzig
Um Forschende aus korrespondierenden Themenfeldern einrichtungsübergreifend zu vernetzen und gemeinsam neue Forschungsthemen zu erschließen, hat das Leipzig Science Network (LSN) Anfang 2026 die Pilotausschreibung „LSN NetzWerkstatt“ veröffentlicht. Nun stehen die geförderten Projekte fest: Insgesamt sechs Projektteams, darunter drei an der HTWK Leipzig, erhalten für Vernetzungsworkshops eine Förderung für Veranstaltungskosten.
Symposium „Additive Multimaterial Manufacturing“ am 10. Juni 2026
Der erste Vernetzungsworkshop findet bereits am 10. Juni 2026 statt. Der Forschungsbereich Additive Multimaterial Manufacturing (AM³) der HTWK Leipzig veranstaltet gemeinsam mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst das gleichnamige „AM³-Symposium“. An der HTWK Leipzig treiben Forschende seit vielen Jahren in zahlreichen Forschungsprojekten verschiedener Fachrichtungen die additive Fertigung voran. Jüngst hat sie im Bereich der Lehre den neuen Studiengang „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“ vorgestellt und wird am Veranstaltungstag als weitere Forschungsinfrastruktur das neue AM³-Labor eröffnen. Um neue Ideen, Kompetenzen und Bedarfe zu generieren, setzt das Symposium auf die systematische Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Kunst, Kultur und Bildung. Eine Anmeldung zum Symposium ist noch möglich.
Workshop „Smart Models“ am 29./30. September 2026
Nach einem ersten Vernetzungstreffen am Vorabend plant die HTWK Leipzig am 30. September 2026 gemeinsam mit Mitgliedern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ Leipzig) und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) den Workshop „Smart Models“. Dieser befasst sich mit aktuellen Themen der mathematischen Modellierung, Modellreduktion, Numerik und Simulation sowie zugehörigen Softwareentwicklungsprojekten. Mathematische Modelle spielen bei allen drei Einrichtungen in unterschiedlichen Fachgebieten eine große Rolle. Beim geplanten Workshop soll es deshalb tiefere Einblicke in spezielle Probleme aus der Forschung zu mathematischen Modellen geben. Weitere Impulsvorträge von externen Forschenden sollen zudem die Leipziger Kompetenzen ergänzen und gemeinsame Forschungsthemen anregen.
Workshop „Simulation in der Medizintechnik“ im Herbst 2026
Ebenfalls für Herbst 2026 planen die HTWK Leipzig, das UFZ Leipzig und das TROPOS gemeinsam mit der Universität Leipzig einen weiteren Workshop. Unter dem Titel „Simulation in der Medizintechnik als Schnittstelle zwischen Innovation und Kooperation“ wollen die Einrichtungen Forschende aus Ingenieurwissenschaften, Medizin, Umweltforschung und datenbasierter Modellierung zusammenbringen, um aus bestehenden Kompetenzen neue gemeinsame Forschungsfragen und Perspektiven für institutionenübergreifende Anschlussvorhaben zu entwickeln. Wie in bisherigen gemeinsamen Forschungsprojekten zur UVC-Luftentkeimung in Innenräumen (BeCoLe) oder zur Soft- und Kontinuums-Robotik für medizinische Anwendungen (SoKoRoMed) deutlich wird, schaffen Simulationen in der Medizintechnik die methodische Grundlage, um komplexe Systeme zu verstehen, virtuell auszulegen, experimentell zu validieren und in klinische bzw. gesundheitsbezogene Anwendungen zu überführen.
Hintergrund zur „LSN NetzWerkstatt“
Mit der „LSN NetzWerkstatt“ will das Leipzig Science Network neue Forschungskooperationen am Standort Leipzig fördern und neue Forschungsfelder erschließen. Die 22 Vollmitglieder des LSN konnten sich an der Ausschreibung beteiligen. Es wurden Anträge von Forschenden aus zehn Einrichtungen ausgewählt. „Sechs Projektteams konnten sich erfolgreich durchsetzen. Sie stehen exemplarisch für die thematische Vielfalt und das Innovationspotenzial des Wissenschaftsstandorts Leipzig – von 3D-Druck, mathematischer Modellierung und KI über Raum- und Stadtforschung bis hin zu Material- und Medizintechnikforschung“, sagt Dr. Kathleen Schlütter, Geschäftsführerin des LSN. Weiter heißt es: „Wir freuen uns auf die entstehenden interdisziplinären Kooperationen und sind gespannt auf die Impulse und Ergebnisse der Workshops.“

