Rückblick auf die fünfte Vernetzungsveranstaltung des FSN am 27. Mai
Ende Mai lud das FSN zu einer Vernetzungsveranstaltung zum Thema „KI aus queerfeministischer Perspektive“ ein. Der Impulsvortrag von Katharina Klappheck gab zahlreiche Denkanstöße und regte dazu an, Künstliche Intelligenz kritisch zu hinterfragen. Im anschließenden Austausch entwickelten sich viele Fragen und eine lebhafte Diskussion zwischen Studierenden, Mitarbeitenden, Professorinnen und Referent:in.
Diese engagierte Debatte machte deutlich, wie relevant die Auseinandersetzung mit dem Thema ist und wie wichtig es ist, an unserer Hochschule Räume für Austausch und gemeinsame Reflexion zu schaffen. Auch nach dem offiziellen Programm wurde die Diskussion in informeller Atmosphäre bei Snacks und Getränken fortgeführt und die Gelegenheit zur Vernetzung intensiv genutzt.
Dazu schreibt eine Teilnehmerin: „Das FSN, das Female Scientists Network unter der Koordination von Harriet Meyer lud heute zum Sommer-Vernetzungstreffen ein. ‘5 Mythen über KI’ hieß es vielversprechend im Titel der Keynote von Katharina Kleppheck - und in der anschließenden Diskussion ging es wirklich beeindruckend durch mehrere angrenzende Themenbereiche hindurch.
Von wem erhält eine KI ihre Daten?
Welche Daten kann die KI nach dem Training überhaupt nutzbar zur Verfügung stellen?
Ist es ein Unterschied, ob eine Frau oder ein Mann z.B. einen Stein per KI bestimmen möchte?
Wenn die Statistik eine Wahrscheinlichkeit für Übergriffe bestimmt, ist ein männlich-dominierter Bereich für mich als Frau dann automatisch gefährlich?
Dieser Abriss soll zeigen, wie weit wir auch vom Thema abweichen mussten, denn wenn KI genutzt wird, muss immer zuerst die Frage gestellt werden, woher die Daten kommen. Kommen sie aus einer homogenen Gruppe, so ist ein diverses Ergebnis/eine diverse Interpretation & Anwendbarkeit nicht möglich.
In der Frage, von wem KI entworfen und wozu sie genutzt wird (werden soll) werden wir wohl so schnell zu keinem endgültigen Ergebnis kommen können, aber - und das ist mir persönlich wichtig!- wir müssen irgendwo anfangen, uns damit auseinanderzusetzen, denn KI ist (leider) überall. Wenn wir mehr wollen, als nur vorhandene Strukturen abzubilden, wird es Zeit, die Entwicklung von KI einer heterogenen und inklusiven Gruppe von Menschen zu übergeben.“
Das FSN freut sich über rege Teilnahme bei der nächste Vernetzungsveranstaltung und auch über Fragen und Anregungen.
