Aktuelles https://www.htwk-leipzig.de/hochschule/aktuelles/?type=787 de-de Sat, 21 May 2022 15:38:14 +0100

Pressemitteilungen

news-4964 Fri, 13 May 2022 15:09:00 +0200 InNoFa-Prototyp auf der Rapidtech-3D-Messe in Erfurt (17.–19.5.2022) https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/4964/ HTWK-Forschungsgruppe FLEX präsentiert durchgängig digitales Design- und Fertigungskonzept für ressourceneffiziente Fassaden- und Dachkonstruktionen Ob Spinnennetze, Bienenwaben oder Insektenflügel – die Natur zeigt uns, wie durch Netzstrukturen mit minimalem Materialeinsatz leistungsstarke Strukturen entstehen. Diese Erkenntnis setzt die Forschungsgruppe FLEX der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) nun im InNoFa-Projekt (Individual Node Facade) um: Ein netzartiges Geflecht aus standardisierten Stäben ist durch individuell geformte, 3D-gedruckte Knotenpunkte verbunden und sorgt für maximale Stabilität bei minimalen Ressourceneinsatz. So entstehen organisch geformte Stabnetzwerke für Fassaden, Dächer, Brücken oder Masten. Einen zwei mal drei Meter großen Ausschnitt einer so konstruierten Glasfassade stellen die Forschenden vom 17. bis 19. Mai 2022 auf der Rapidtech-3D-Druck-Messe aus.

Fassadenkonstruktion aus dem 3D-Drucker

Im Bausektor müssen Ressourceneffizienz und Ästhetik oft zurückstehen, um durch Standardisierung Arbeitskosten zu sparen. Die Forschungsgruppe FLEX möchte diesen Widerspruch auflösen, indem sie Konstruktion und Fertigung mithilfe digitaler Prozesse und 3D-Druck vereint. Sie hat eine durchgängig automatisierte und digitale Prozesskette für geometrisch individuelle Knotenelemente entwickelt, die standardisierte Stäbe zu einem Tragwerkskonstruktion verbinden. Gefertigt werden die Knoten per 3D-Druck – derzeit aus Aluminium, aber perspektivisch aus Stahl. „Mit dem InNoFa-Modell zeigen wir beispielhaft, wie sich Ästhetik und Ressourceneffizienz vereinen lassen, wenn automatisierte Fertigung bereits in der Konstruktionsphase mitgedacht wird“, so Prof. Alexander Stahr von der Forschungsgruppe FLEX. „Im Moment müssen selbst regelmäßig geformte Stabnetzwerk-Konstruktionen, wie wir sie beispielsweise als Dach im Leipziger Fußballstadion vorfinden, komplett in Handarbeit zusammengefügt werden“, erklärt der Professor für Tragwerkslehre weiter. Das heißt, die Stäbe werden einzeln mit den Knoten verschweißt – ein enormer Arbeitsaufwand. Stahr: „Durch Automatisierung und generative Fertigungsverfahren können wir Material, Zeit und Arbeitskraft sparen – und gleichzeitig individuelle Geometrien verwirklichen.“ Die Stabverbindungen müssen also nicht per Handarbeit gefertigt werden, sondern können dank digitaler Prozessketten passgenau gedruckt werden.

Prototyp vor Ort anschauen

Interessierte, die sich das prototypische Fassaden-Modell ansehen und mit den Forschenden von FLEX ins Gespräch kommen wollen, finden den Stand der HTWK Leipzig auf der Rapidtech-Messe an der Standnummer 2-622. Direkt daneben hat die Hochschule Mittweida ihren Ausstellungsstand. Diese hat die Metallknoten aus dem 3D-Drucker für InNoFa hergestellt. Eine weitere Gelegenheit zur Besichtigung des Demonstrators bietet sich beim Leipziger Fassadentag am 20. September 2022.

Hintergrund zu FLEX

Die Forschungsgruppe FLEX an der HTWK Leipzig ist ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Architektur, Bau- und Wirtschaftsingenieurwesen. Unter Leitung von Prof. Alexander Stahr widmet sich die Forschungsgruppe der digitalen Verknüpfung von Planungs- und Ausführungsprozessen – mit dem Ziel, Ressourcen in Architektur und Bautechnik effizienter zu nutzen. Dabei entstehen digitale Werkzeuge für materialeffiziente, gekrümmte Konstruktionen mit individueller Geometrie. Die Forschungsgruppe ist Mitglied im Transferverbund Saxony⁵ der fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und realisiert dort Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen 3D-Druck, Holzbau und parametrisches Design.

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news-4945 Thu, 12 May 2022 17:28:00 +0200 HTWK Leipzig eröffnet feierlich ihre Gründungsberatung https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/4945/ Startbahn 13 berät Studierende, Forschende, Mitarbeitende, Alumni und Promovierende der HTWK Leipzig von der Idee bis zur GründungOb beim Lernen, Forschen oder Lehren – immer wieder entfalten sich an Hochschulen neue Gedanken und innovative Ideen. Um diese erfolgreich in die Praxis umzusetzen, ist unternehmerisches Wissen gefragt. Deshalb öffnete die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) im April 2020 die Gründungsberatung Startbahn 13. Sie unterstützt alle Hochschulangehörigen auf dem Weg von der Idee bis zur Gründung. ­­Der Fokus liegt auf ingenieurwissenschaftlich-technischen Neuerungen, die Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende der Hochschule gemeinsam mit Startbahn 13 in individuellen Coachings, Workshops und Seminaren weiterentwickeln.

Endlich feiern

Eine feierliche Eröffnung war bisher aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht möglich und wurde am 12. Mai 2022 nachgeholt. Mehr als 70 Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung waren bei der Eröffnung im neu gestalteten Kreativraum der Startbahn 13 im HTWK-Forschungszentrum in Leipzig-Reudnitz.

Wissen in Praxis überführen

HTWK-Rektor Prof. Mark Mietzner hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass Sachsen dank seiner Hochschulen zu den innovativsten Bundesländern gehört. Hier werden Jahr für Jahr überdurchschnittlich viele Patente angemeldet. Diesen Trend gelte es zu bekräftigen: „Um das Innovationspotenzial unserer Hochschule zu fördern, braucht es eine koordinierte Anlaufstelle, unter der die Aktivitäten gebündelt und gestärkt werden. Diesen Hub haben wir mit Startbahn 13 erfolgreich geschaffen.“

Die Gründungsberatung leistet einen direkten Beitrag zu Wissenstransfer und Wirtschaftskraft in Sachsen, so Prof. Ralf Thiele, Prorektor für Forschung an der HTWK Leipzig und Leiter der Startbahn 13: „Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an neuen Ideen und Technologien, die zur Lösung konkreter praktischer Probleme beitragen. Selbst ein Unternehmen gründen, ist einer der direktesten Wege des Transfers von Wissen in die Praxis.“

Erfolgreich gründen

­­­­­­Das Startbahn-13-Team blickte bei der feierlichen Eröffnung gemeinsam mit den Gästen auf die vergangenen zwei Jahre zurück: Startbahn 13 hat bislang 55 Teams und Einzelpersonen in Coachings und mehr als 180 Gründungsinteressierte in kostenfreien Workshops beraten. Innerhalb der ersten zwei Jahre sind 12 Gründungen daraus hervorgegangen. ­Dazu gehören der Hersteller umweltfreundlicher Kerzen NatürLicht, das Games-Studio ROTxBLAU und das Ingenieurbüro für Bauwerksprüfung IEXB, die sich mit ihren Angeboten erfolgreich am Markt etabliert haben. „Die Gründungsberatung hat uns bei der Businessplan-Erstellung, beim Marketing-Konzept und bei der Geschäftseinführung geholfen. Ich kann die Beratung bei Startbahn 13 sehr empfehlen, weil man hierdurch Fehler vermeiden kann, die im Gründungsprozess auftreten können“, resümiert IEXB-Geschäftsführer Gunter Hahn.

Mit dem Zwischenstand des Projekts Startbahn 13 ist Dr. Hans-Markus Callsen-Bracker vom betreuenden Projektträger Jülich sehr zufrieden: „Der Bedarf an individueller Gründungsberatung mit technischem und ingenieurwissenschaftlichen Profil ist groß, daher hat die Idee hinter Startbahn 13 großes Potenzial. Die Zahl der Teilnehmenden und erfolgreichen Ausgründungen bestätigt dies nun eindrucksvoll.“

Hintergrund zu Startbahn 13

Im Dezember 2019 setzte sich die HTWK Leipzig im Ideenwettbewerb EXIST-Potentiale des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch. Seitdem erhält sie insgesamt 1,5 Millionen Euro, um in vier Jahren die Rahmenbedingungen für Start-ups und wissensbasierte Ausgründungen inner­halb der Hochschule zu verbessern. Seit Beginn des Projekts im April 2020 organisiert Startbahn 13 Netzwerkveranstaltungen, individuelle Coachings und Workshops zu praktischen Themen wie Finanzie­rung, Geschäfts- und Buchführung oder zum Schreiben von Businessplänen. Darüber hinaus können Gründungsinteressierte vor Ort Werkstätten nutzen, um Prototypen zu entwickeln, oder sich im Kreativraum zum Arbeiten oder Vernetzen treffen.

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news-4950 Wed, 11 May 2022 14:45:41 +0200 Drucken – vielseitig, individuell, faszinierend https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/4950/ Schnuppertag „Digitale Print-Technologien“ am 14. Mai – es gibt noch freie Plätze!Die Batterie zeigt selbst den Ladezustand an? Die Zeitschrift lädt das Handy auf? Fünf gedruckte Ringe verhindern Banknotenkopien? All das hat etwas mit Print-Technologien zu tun!

Am kommenden Sonnabend, den 14. Mai 2022, zeigt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), wie vielseitig die Druckbranche ist: Am Schnuppertag „Digitale Print-Technologien“ können sich Studieninteressierte über den Bachelor-Studiengang Digitale Print-Technologien informieren und sich in einem Workshop selbst ausprobieren. Schnuppern kann man von 10 bis 16 Uhr im Gutenberg-Bau der HTWK Leipzig in der Gustav-Freytag-Straße 42. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Wer einen sicheren Job sucht, ist in unserem Studiengang mit seiner individuellen Ausbildung gut aufgehoben und wird bestens auf den Berufseinstieg vorbereitet. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, denn wer denkt bei Drucken schon an einen Job in der Automobilindustrie, der Solarwelt oder Elektronikbranche? Zunehmend werden digitale Print-Technologien in Fertigungsprozesse vieler Industriezweige integriert“, betont Prof. Inés Heinze von der Fakultät Informatik und Medien.

Eine Schnuppervorlesung informiert über neue Einsatzmöglichkeiten einer traditionellen Technik und entführt die Teilnehmenden in die digitale Print-Produktion. Studierende in spe erhalten einen Einblick in das Berufsfeld sowie Informationen über die Strukturen und Inhalte des Studiums. Außerdem gewinnen sie bei einem Workshop in kleinen Gruppen Einsicht in die Labore der Fakultät und können am Ende ein eigenes Produkt mit nach Hause nehmen. Beim Mittagsimbiss bietet sich Gelegenheit für Gespräche.

Zum Programm

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