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Pressemitteilungen

news-5405 Tue, 15 Nov 2022 09:38:17 +0100 Solarfassaden auf der Smart City Expo in Barcelona https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/5405/ Architekten der HTWK Leipzig zeigen, wie sich Solarmodule ästhetisch und effizient in vorgehängte Beton- und Aluminiumfassaden integrieren lassen

Sonnenenergie an Häuserwänden nutzen – das ist ein Ziel des Architektur-Instituts Leipzig (ai:L) an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Vom 15. bis 17. November 2022 präsentiert das ai:L-Team seine in Forschungsprojekten entwickelten Solarfassaden Solar.shell und Solar.con auf dem Smart City Expo World Congress in Barcelona. Prof. Frank Hülsmeier, Stefan Huth und Adrian Heller zeigen am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen (Gran Via, 2-0-C/121) Fassadenmuster und Projektfilme. Begleitend dazu berichtet Hülsmeier im Vortragsprogramm der Germany Trade and Invest am 15. November ab 14 Uhr über den Stand der Forschung sowie über erste Fassadenrealisierungen.

Gebäudeintegrierte Photovoltaik birgt großes Potenzial für die Energiewende: 6.000 Quadratkilometer Gebäudedächer und doppelt so viel Fassadenfläche ließen sich theoretisch in Deutschland für Photovoltaik nutzen. Doch Fassaden sollten nicht nur funktionell, sondern auch abwechslungsreich gestaltet sein, findet Hülsmeier: „Um die Energiewende zu schaffen, müssen wir Architektinnen und Architekten mitnehmen. Allein flächig mit schwarzen Solarpanels behängte Wände wären keine Lösung für einen vielfältigen öffentlichen Raum.“

Solar.con: Photovoltaik in Betonwaben

Ein Ansatz ist die Integration von Photovoltaik in Sichtbetonfassaden. Damit Betonhersteller derartige Fassaden wirtschaftlich umsetzen können, müssen sie in Serie produzierbar sein. Die Grundidee: Die Photovoltaikmodule sollen sich optimal zur Sonne ausrichten, der Beton passt sich als Designelement gestalterisch dieser Maßgabe an, sodass sich eine glatte Wand in eine dreidimensionale Struktur verwandelt. Bei Solar.con entstand ein sechseckiges Beton-Modul, in dessen Zentrum das Solarmodul eingelassen ist. Der Vorteil einer solchen gleichseitigen Wabenform besteht darin, dass mit einem Standardelement neben Süd- auch Ost- und Westfassaden umgesetzt werden können: Indem die Solar-Beton-Elemente 60 Grad nach links oder rechts gedreht werden, verändert sich die Orientierung des Solarmoduls.

„Sogar innerhalb einer Solar.con-Fassade können unterschiedliche Modulausrichtungen realisiert werden. So können wie die Stromerzeugung auf die Morgen- und Abendstunden ausdehnen und Ertragsspitzen um die Mittagszeit vermeiden“, erklärt Stefan Huth. Ist ein Solarmodul defekt oder erbringt es im Laufe seines Lebens weniger Leistung, kann es ausgetauscht werden. Derzeit wird die erste Solar.con-Fassade beim Projektpartner Hering Bau in Burbach in Westfalen errichtet. Die Forschung wird durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert, Projektpartner sind die Sunovation Produktion GmbH, das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik sowie das Institut für Baustoffe der Technischen Universität Dresden.

Solar.shell: Solarmodule in einer Aluminiumfassade

Ein weiterer Vorschlag zur Integration ertragsoptimiert ausgerichteter Solarmodule ist die vorgehängte Fassade von Solar.shell aus Aluminium-Verbundelementen, an der Hülsmeier, Huth und Heller seit 2015 arbeiten. Wie eine Solar.shell-Fassade im Detail aussieht, berechnet ein Algorithmus. Darin fließen Informationen wie Gesamtfläche, erwünschter Stromertrag, Standort, Himmelsrichtung und die Eigenschaften der verwendeten Materialien ein. Ein Computerprogramm berechnet dann, wie groß die Einzelelemente sein müssen, um den Platz optimal auszunutzen. Diesen Vorschlag können Architektinnen und Architekten mit ihren Gestaltungsideen erweitern. Gegenüber flächig installierten Modulen kann eine derart ausgerichtete Fassade deutlich mehr Energie pro Quadratmeter Photovoltaik-Fläche erzielen: im Mittel sind es 33 Prozent mehr, im urbanen Umfeld mit höherer Verschattung sogar bis zu 55 Prozent.

In Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn wurde 2021 das erste Gebäude mit einer Solar.shell-Fassade fertiggestellt. Im Mai 2022 erzielte das Architektur-Institut Leipzig den 3. Platz beim Sonderpreis Nachhaltigkeit des Innovationspreises Reallabore 2022 des Bundeswirtschaftsministeriums.

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news-5389 Fri, 11 Nov 2022 12:46:00 +0100 So vereinfacht digitale Planung das Bauen mit Holz https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/5389/ HTWK Leipzig zeigt Holzbauforschung auf der Denkmal-Messe sowie Museologie und Vermessungskunde auf der parallel stattfindenden MUTEC (24.–26.11.2022)Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der große Mengen Kohlenstoff langfristig bindet. Doch Bauen mit Holz ist meist teurer und aufwändiger als mit Stein oder Beton. Die Forschungsgruppe FLEX an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) nutzt digitale Planungswerkzeuge, um Holz als Baumaterial zu einer Renaissance zu verhelfen. Verschiedene Ergebnisse aus aktuellen Projekten stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Denkmal-Messe, der Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, vom 24. bis 26. November 2022 in Leipzig vor. Mehrere hundert Ausstellende informieren hier über aktuelle Entwicklungen des Bauens im Bestand mit natürlichen Baustoffen wie Holz und Lehm sowie des klimaschonenden Bauens.

Forschung verhilft Zollinger-Bauweise zur Renaissance

Blickfang des Ausstellungstandes sind zwei gekrümmte Dachelemente in weiterentwickelter Zollinger-Bauweise. Die Forschungsgruppe FLEX arbeitet seit mehreren Jahren an der Renaissance der über hundert Jahre alten Dachbauweise des Merseburger Stadtrats Friedrich Zollinger. „Die Baumethode war effizient und materialsparend, doch der Aufbau der Dächer war sehr aufwändig. Noch dazu senkten sie sich mit der Zeit ab. Deshalb haben wir konstruktive Mängel beseitigt und den Bauprozess auf der Basis der Möglichkeiten der Digitalisierung deutlich effizienter gestaltet“, erklärt Professor Alexander Stahr. Dafür wurden Stahr und sein Team auf der Denkmal-Messe 2016 mit einer Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa ausgezeichnet. Aktuell entwickeln die Forschenden die Bauweise dahingehend weiter, dass eine wirtschaftlich effiziente, automatisierte und digital gesteuerte Fertigung und Vormontage durch Zimmerei- und Dachdecker-Betriebe möglich wird. Dafür erhalten die Forschenden gemeinsam mit ihren sieben Projektpartnern aus Wissenschaft und Praxis rund eine Million Euro Förderung vom Bundeslandwirtschaftsministerium.

Augmented Reality für Zimmerleute

Außerdem präsentiert die Forschungsgruppe ein Assistenzsystem für die handwerkliche Vorfertigung von Holzständerwänden mithilfe von Augmented Reality. Besucherinnen und Besucher des Messestands können eine Daten-Brille aufsetzen und mit dieser Unterstützung an einem tischgroßen Modell im Maßstab 1:3 Schwelle, Stiele, Kämpfer und Rähm zum Ständerwerk eines Wandelements in Holzrahmenbauweise fügen. Im zweiten Arbeitsschritt können sie durch die Schalungsplatten „hindurch“ die Lage der Hölzer sehen – eine große Hilfestellung für das millimetergenaue Einbringen von Nägeln, Schrauben, und Klammern. Dadurch wird die handwerkliche Vorfertigung im Holzbau effizienter.

Zu finden sind die Forschenden am Gemeinschaftsstand mit der Bennert GmbH (Stand G45). Der auf die Denkmalsanierung spezialisierte Mittelständler aus Thüringen will in der nahen Zukunft gemeinsam mit der Forschungsgruppe FLEX ein Schirmdach aus Holz für E-Tankstellen umsetzen. Das Design erinnert an einen Blütenkelch und wurde von Markus Schaller und Christopher Stolle im Rahmen ihres Architektur-Studiums an der HTWK Leipzig entworfen.

Museologie & Vermessungskunde präsentieren sich auf MUTEC

Auf der parallel stattfindenden Internationalen Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik präsentiert die HTWK Leipzig ihren Bachelorstudiengang Museologie (Stand I20) sowie den Masterstudiengang „Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung im Museum“ (Stand I16). Als weiterbildender Studiengang kann dieser auch berufsbegleitend absolviert werden. Der Bewerbungszeitraum für das Sommersemester 2023 beginnt am 1. Dezember. Direkt daneben führt Ulrich Weferling, Professor für Vermessungskunde, in die Methode des Heritage Building Information Modeling ein und stellt seine Forschung zur digitalen Rekonstruktion der Villa Sette Bassi aus dem 2. Jahrhundert in Rom vor.

Im Rahmenprogramm der MUTEC am Freitag, dem 25. November, sind die beiden Museumsstudiengänge gleichfalls vertreten. Unter dem Titel „Forschen und Bewahren, Dokumentieren und Interpretieren“ werden von Professor Johannes Tripps und Dr. Britta Schmutzler sowie dem Absolventen Bernhard Baumecker „Einblicke in die Leipziger Museologie“ gegeben (13:30 bis 14:30 Uhr, Moderation: Professorin Gisela Weiß). Im Themenblock „Bewahren“ referiert Professor Markus Walz zu „Dauerarbeit am Kulturellen Gedächtnis – Licht- und Schattenseiten der drei Gedächtnisinstitutionen“ (15.30 Uhr bis 18 Uhr).

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news-5349 Tue, 25 Oct 2022 08:00:00 +0200 IT-Sicherheitsvorfall an der HTWK Leipzig https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/5349/ Im Zeitraum vom 19.10. bis 20.10.2022 fand ein Angriff auf die IT-Systeme der HTWK Leipzig statt.Auf die IT-Systeme der HTWK Leipzig fand ein Angriff statt. In Folge dessen beschafften sich die Angreifenden im Zeitraum vom 19.10. bis 20.10.2022 Zugriff auf Anmeldedaten einiger Nutzerinnen und Nutzern.

Die Hochschule hat umgehend reagiert, betroffene Systeme gesichert und vom Netzwerk getrennt. In der Folge wurde die aktuelle Sicherheitslücke identifiziert und geschlossen. Im Rahmen der Schadensanalyse wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass durch den Angriff Daten abgeflossen sind.

Die HTWK Leipzig erstattete umgehend Anzeige über das Cybercrime Competence Center des Landeskriminalamt Sachsen, welches die Ermittlungen aufgenommen hat. Zudem wurden die zuständige Datenschutzbehörde sowie das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus über den Vorfall informiert. Weiter wurde ein Krisenstab eingerichtet, der die aktuelle Situation täglich neu analysiert und bewertet.

Auch wenn keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt wurden, werden präventiv ab sofort verschiedene IT-Systeme neu aufgesetzt, um längerfristige Auswirkungen des IT-Angriffs ausschließen zu können.  

Durch den IT-Sicherheitsvorfall wurde deutlich, wie abhängig der Hochschulbetrieb von funktionierender und sicherer Informationstechnik ist. Im Zuge des Wiederaufbaus der Systemlandschaft werden sowohl Infrastruktur selbst als auch vorhandene Sicherheitskonzepte überprüft und überarbeitet. Neben präventiven Schutzmaßnahmen ist der Hochschulleitung auch die Vorbereitung auf solche Situationen ein wesentliches Anliegen. Entsprechende Sicherheitskonzepte und Abläufe werden kritisch geprüft und gegebenenfalls verbessert.

Die Hochschulleitung nimmt diesen Vorfall zum Anlass, die Hochschulangehörigen in Zukunft noch stärker zu diesen Themen zu sensibilisieren.

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