Aktuelles https://www.htwk-leipzig.de/de/hochschule/aktuelles/?type=787 de-de Sat, 31 Oct 2020 02:35:46 +0100

Pressemitteilungen

news-3451 Tue, 06 Oct 2020 13:53:43 +0200 „Zukunft Stadt – Wie wir bauen und leben wollen“ https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/de/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/3451/ Öffentliche Ringvorlesung im Studium generale der HTWK Leipzig im Wintersemester hybridNachhaltig ist eine Gesellschaft, eine Wirtschaftsform, die Landwirtschaft oder eine Stadt, wenn sie in ihren grundlegenden Regeln auf dauerhaftes Bestehen angelegt ist. Fortschreitender Ressourcen- und Umweltverbrauch, Klimawandel und der Verlust an Biodiversität fordern neue Modelle unseres Zusammenlebens und Wirtschaftens. Sie müssen zukunftsfähig sein und die prognostizierten Entwicklungen im Blick haben: Bis 2050 werden laut Schätzungen etwa zehn Milliarden Menschen diesen Planeten bewohnen, davon wohl 70 Prozent im städtischen Raum. Damit werden Städte auch in Zukunft einen enormen Einfluss auf die Ökosysteme der Erde haben. Das erfordert neue und kreative Konzepte - Regenerationsfähigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen werden zu bestimmenden Faktoren.

Die aktuelle Ringvorlesung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) nimmt unter dem Titel „Zukunft – Stadt“  Ideen und Strategien für nachhaltiges Bauen und Leben im städtischen Raum in den Blick. Auf welche Baustoffe werden wir zurückgreifen und wie kommen einmal verbaute Rohstoffe in den Kreislauf zurück? Welche Rolle können städtische Räume bei der Ernährung spielen und was bedeutet lebenswertes Leben in der Stadt?

„Um in sich stabile, ausgeglichene, sich erneuernde Systeme zu schaffen und zu erhalten, in denen Ökonomie, Ökologie und Soziales im Gleichgewicht stehen, müssen viele Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Denn Nachhaltigkeit ist niemals eindimensional. Ich freue mich, dass diesmal auch zahlreiche Fachleute aus Leipzig sprechen werden  - das zeigt, wieviel in dieser Stadt derzeit passiert und wie vielfältig und lebendig sie ist.  Das passt sehr gut zu unserer praxisnahen Hochschule“, sagt Dr. Martin Schubert, der die Ringvorlesung organisiert.

Zahlreiche Vorträge von Leipziger Fachleuten

Den Auftakt macht am 14.10. Karolin Pannike vom Leipziger Stadtplanungsamt mit dem Thema „Leipzig 2030 – Ziele und Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung“.  Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Leipzig 2030 ist die Zukunftsstrategie zur Entwicklung Leipzigs für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Es führt alle für Leipzigs Stadt­entwicklung bedeutsamen Themen zusammen.

Eine Woche später  (21.10. – Achtung, Termin vorgezogen!) folgt HTWK- Architektur-Alumnus Dirk Stenzel. Mit seinem Leipziger Büro ASUNA (atelier für strategische und nachhaltige architektur) hat er das erste große Holzhaus in Leipzig gebaut und wurde dafür 2019 mit dem Sächsischen Staatspreis für Baukultur ausgezeichnet. In der Ringvorlesung spricht er über nachhaltiges innerstädisches Bauen und Bauen in  Baugemeinschaften. Anhand von Beispielen stellt er Strategien und Handlungsspielräume vor, wie Wohnungsbau sozial, ökologisch und ökonomisch für alle möglich sein kann.

Am 25.11. spricht Prof.Monica Rossi-Schwarzenbeck von der Fakultät Bauwesen der HTWK Leipzig über „Möglichkeiten undGrenzen von Building Information Modeling (BIM) im Zusammenhang mit energetischer Gebäudeoptimierung“. Bauen heißt heute, Gebäude digital zu entwerfen, zu planen und zu errichten – und das in jeder Phase, mit allen Beteiligten vernetzt und abgestimmt. Die Methode heißt BIM – „Building Information Modelling“ – und steht für Bauwerksdatenmodellierung. 2018 wurde die HTWK Leipzig als erste Hochschule angewandter Wissenschaften (HAW) unter den Bildungsanbietern für in Deutschland gelistet.
Weitere Vortragende kommen unter anderem  von Institutionen aus Berlin, Jena und Cottbus.

Dr. Martin Schubert: „Diese Ringvorlesung musste  im vergangenen  Sommersemester coronabedingt entfallen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Veranstaltung diesmal durchführen können – live und online. Die Studierenden werden wohl größtenteils von zuhause folgen, so dass die Plätze im Nieper-Bau von Gästen belegt werden können. Ich denke, dass wir niemanden werden wegschicken müssen.“

Ort und Zeit: Die Vorlesungen finden vo m 14.10.2020 bis zum 27.01.2021 mittwochs von 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr im Hörsaal N001 (Nieper-Bau), Karl-Liebknecht-Straße 134, 04277 Leipzig statt. Der Besuch ist kostenfrei, Anmeldung ist nicht nötig.
Sie werden außerdem live ins Internet übertragen: studium-generale-sachsen.de/htwk/live.php

Die Aufzeichnungen finden Sie auf dem Mediaserver der HTWK Leipzig, meist ab dem folgenden Tag.

Alle Themen und Termine der Ringvorlesung finden Sie hier

Weitere öffentliche Vortragsreihen der HTWK Leipzig unter „HTWK für alle“

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news-3429 Wed, 23 Sep 2020 09:56:40 +0200 Verschlafen deutsche Kleinverlage die Digitalisierung? https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/de/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/3429/ Aktuelle Studie der HTWK Leipzig zu Perspektiven für Verlage in Zeiten des digitalen Wandels - Veröffentlichung zur Frankfurter Buchmesse Die Kleinverlage in Deutschland sind schon oft totgesagt worden, und in der Tat sinkt ihre Zahl von Jahr zu Jahr: Allein von 2.019 kleinen Verlagen im Jahr 2013 sank ihre Anzahl auf 1.850 im Jahr 2017. Das entspricht einem Rückgang um rund acht Prozent.  Dennoch scheint sich diese Gruppe innerhalb der Verlagsbranche immer noch recht sicher zu sein, auch in Zukunft ein relevanter Teil der deutschen Kulturlandschaft zu sein.

Laut einer Studie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) könnte dies für viele Verlage jedoch ein folgenschwerer Irrtum sein:  Die Mehrheit der deutschen Kleinverlage – in der Studie erstmals aufgeteilt in verschiedene Strategiecluster - ist nach den Erkenntnissen der Studie langfristig nicht wettbewerbsfähig.

Haben deutsche Kleinverlage noch eine Zukunft?

 „Unsere Untersuchung des Buchmarktes zeigt, welche Chancen und Risiken für die einzelnen Verlagscluster bestehen. Dabei sieht es für einen Großteil der Verlage nicht rosig aus, wenn sie nicht ihre Zukunftsstrategien anpassen“, sagt Prof. Friedrich Figge, der die Studie geleitet hat. Als bedenklich bezeichnen die Autorinnen und Autoren die Tatsache, dass sich etwa drei von vier befragten Unternehmen von der Digitalisierung nicht bedroht fühlen und den Markt nur unsystematisch beobachten. Für sie sind das gedruckte Buch und der stationäre Handel weiterhin Kern ihrer Arbeit, obwohl die Marktanteile sinken, wie Figge die Problematik beschreibt: „Sollten diese Verlage weiterhin den digitalen Wandel ignorieren, werden sie der Änderung der Medienlandschaft auf Dauer nicht gewachsen sein.“ Laut Figge ist der Grund für die düsteren Aussichten vor allem die mangelnde Vorbereitung der Verlage auf die Veränderungen durch die Digitalisierung, sei es der Einfluss auf das Leseverhalten, den Wettbewerb durch neue Unterhaltungsmedien wie Streamingdienste oder die Auswirkungen auf Produktion und Vertrieb von Verlagsprodukten. 

Allerdings konnten im Gegensatz dazu kleinere Verlags-Gruppen identifiziert werden, denen es gelungen ist, im digitalisierten Marktumfeld erfolgversprechende Nischen zu besetzen. In der Studie werden sie „Digitale“, „Dienstleister“ und „Avantgarde“ genannt. Entsprechend konnte einem Viertel der Befragten bescheinigt werden, die  Möglichkeiten der Digitalisierung zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie könnten daher, so die Studie, als Vorbilder für die beiden noch nicht zukunftsfähigen Gruppen „Traditionalisten“ und „Einsteiger“ dienen.

Die Digitalisierung anerkennen und nutzen

 „Eine Änderung in der Strategie der Kleinverlage wird nur eintreten, wenn sie das Ausmaß der digitalen Revolution erkennen und darauf reagieren wollen – und können. Dabei könnten die Strategien der drei kleineren genannten Gruppen als Vorbild dienen. Als erster Schritt zur Rettung betroffener Verlage muss daher eine dauerhafte und realistische Vermittlung der Marktsituation in Zeiten der Digitalisierung auf eine Weise sein, die für Kleinverlage glaubwürdig und überzeugend ist“, resümiert Figge. Um innovative Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln und um Produktion und Vertrieb digital zu gestalten, bedürfe es einer Zusammenarbeit der Verlage bei Standards sowie kooperativer Entwicklungen. Eine deutlichere Ausrichtung des Börsenvereins  –  eines eingetragenen Verein mit Sitz in Frankfurt/Main, der die Interessen aller Handelsstufen im Buchhandel vertritt – auf solche Kooperationen, zum Beispiel durch Verstärkung der jeweiligen Interessengemeinschaften, und eine gezielte Wissensvermittlung über erfolgreiche Digitalisierungs­strategien könnte dies fördern.

Ausdrücklich verweisen die Studienautoren und -autorinnen auf bereits bestehende Initiativen zur Verlagsförderung, unter anderem den neuen „Deutschen Verlagspreis“ (2019 erstmals verliehen), darüber hinaus auf Förderprogramme, die unter dem Titel „Neustart Kultur“ von der Bundesregierung geschaffenen worden sind. Außerdem wird auf das Programm „Digital Jetzt“ des Bundeswirtschaftsministeriums verwiesen, mit dem beispielsweise Investitionen in Technologien und Qualifizierung bezuschusst werden.  „Optimal wäre, wenn die Bundesregierung künftig bei Förderprogrammen einen Weg finden könnte, den Eigenanteil dieser Investitionen der Kleinverlage teilweise zu übernehmen“, regt Figge an. Die HTWK-Studie gibt Verlagsclustern und Marktakteuren darüber hinaus weitere Empfehlungen.

Hintergrund

Die Marktforschung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels splittet bei Erhebungen die Verlage in drei Größenklassen auf:  Kleinverlage bis zu einem Jahresumsatz von 1 Mio. Euro, mittlere Verlage bis zu einem Umsatz von 10 Mio. Euro und große Verlage mit einem Umsatz von mehr als 10 Mio. Euro. (Lippmann, 2020).
Die Studie wurde kurz vor Beginn der COVID-19-Pandemie, im Frühjahr 2020, durchgeführt. Rund 1.700 Kleinverlage wurden angeschrieben, 89 haben geantwortet. Davon waren 61 auswertbar, und 36 konnten zur Clusteranalyse herangezogen werden.

Prof. Friedrich Figge lehrt seit 2004 Electronic Publishing und Multimedia an der HTWK Leipzig. Zuvor war er Verlagsleiter im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP; nach Stationen als Leiter Neue Medien, Online-Manager, Projektleiter für Geschäftsfeldentwicklung und Business Analyst u. a. bei Bertelsmann und Reed Elsevier). Er hat Wirtschaftswissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin, München und Madrid studiert.

Angaben zur Studie:
Figge, Friedrich, et. al. Zukunftskompetenzen von kleinen und mittelgroßen Verlagen (KMV) im digitalen Wandel. München: AVM, 2020. ISBN: 978-3-95477-119-6; ca. 75 Seiten (erscheint voraussichtlich vor der Frankfurter Buchmesse; 14.-18.10. 2020)

Rezensionsexemplare über laura_sophie.tischer (at) stud.htwk-leipzig.de

Auf der future!publish 2021, dem Kongress für die Buchbranche (Berlin, 14.01-15.01.2021), werden Friedrich Figge und sein Team die Ergebnisse der Studie präsentieren, Lösungswege werden diskutiert und Fragen der Verlage beantwortet.

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news-3426 Mon, 21 Sep 2020 14:48:41 +0200 Gemeinsam forschen für das Bauen der Zukunft https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/de/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/3426/ HTWK Leipzig und Firmencluster schließen Kooperationsvertrag Wie müssen Baustoffe beschaffen sein, damit Gebäude langlebiger, ressourcenschonender und ästhetischer werden? Wie kann nachhaltiger gebaut werden, und wie sehen ganzheitliche Lösungen für die Bauwerke der nächsten Generation aus?
Das Bauen der Zukunft steht im Mittelpunkt einer Kooperation, die die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der Firmencluster von S&P Gruppe, MFPA Leipzig und IFBT Leipzig am 21. September 2020 im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft beschlossen haben.
Ziel ist es, dass die HTWK Leipzig und innovative Firmen gemeinsam an einem Standort in Leipzig forschen und die Forschungsergebnisse mit den ansässigen Ingenieurbüros und Prüfanstalten bis zur Marktreife weiterentwickeln, überwachen und zertifizieren können. Die gesamte Innovationskette wird damit an einem Standort, dem InnovationsPark • Bautechnik • Leipzig/Sachsen, ermöglicht.

Im Zuge der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wurde auch eine erst im Sommer 2020 fertiggestellte Versuchshalle an die HTWK zur Nutzung übergeben. Zukünftig sollen hier vor allem neue Baustoffe entwickelt, Prototypen getestet und erforscht werden.

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